Alan Frei, Unternehmer, Minimalist, Vagabund und studierter Ökonom (Universität Zürich).

1.    Wie funktioniert ein Leben mit nur ca. 120 Objekten?

Ein Leben mit 120 Dingen funktioniert sehr gut. Durch die Reduktion auf das Wesentlich, kann ich mich auf die wichtige Dinge in meinem Leben fokussieren. Die Reduktion auf 120 Gegenstände ermöglicht mir, dass ich grosse Freiheiten geniesse und keine Abhängigkeit von Materiellem habe. Der wesentliche Punkt ist aber, dass mich Minimalismus zutiefst glücklich macht. 

2.    Was ist in deinen Augen das witzigste, unsinnigste und beste Produkt auf amorana.ch?

Den Fox Tail Plug.

3.    Worauf sollte man bei der Gründung eines Startups achten, um nicht zu scheitern? Hast du Tipps, die du unseren Lesern mit auf den Weg geben möchtest?

Ich habe für 10 Themenfelder (Focus, Timing, Investors, Money, Partnerships, „No“, „Being Swiss“, Teams, Legal, Idea/Love) identifiziert, die ein Startup zum Scheitern führen. Die 3 wesentlichen davon sind:

  • Focus
  • Idea / Love for the Product
  • Team

Focus

Als Unternehmer hat man den Fluch und Segen zugleich, dass man überall Probleme sieht, die man lösen will. Die Kunst ist es bei 99 von 100 Ideen „Nein“ zu sagen und sich auf das zu fokussieren, wo man das grösste Potential sieht und Liebe für das Produkt hat.

Idea / Love for the Product

Heute denken zu viele Unternehmer und Unternehmerinnen, dass man ein populäres Produkt aus Amerika nimmt und diese für den Schweizer bzw. Europäischen Markt adaptiert. Die Zeiten, wo Copy Cats funktionieren sind vorbei. Ideen sind heute genau so wichtig wie die Umsetzung.

Team

Keine Unternehmerin/ kein Unternehmer kann alles selber machen. Es braucht ein Team dazu. Beim Einstellen von Leuten, sollte man, trotz zu viel Arbeit, vorsichtig sein. Wirklich nur die Leute, die fachlich und von der Firmenkultur zum Unternehmen passen, einstellen – Leute sauber einarbeiten – Leute richtig incentivieren.