Aus dem Unterricht des CAS Digital Real Estate zum Thema „Digital Planning im BIM Life Cycle“ berichtet Roger Gygli.

Kurzer Abstract aus dem Unterricht…

«BIM – Building Information Modelling“
Der Begriff Building Information Modeling (kurz: BIM; deutsch: Bauwerksdatenmodellierung) beschreibt eine Methode der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken mit Hilfe von Software. Dabei werden alle relevanten Bauwerksdaten digital modelliert, kombiniert und erfasst. Das Bauwerk ist als virtuelles Modell auch geometrisch visualisiert (Computermodell).
Quelle: Wikipedia

Shared Knowledge
Wissen zu teilen und offen zu legen ist die Zukunft. Das verlangt von allen nach neuen Denkmodellen bei den Mitarbeitenden. Kooperation und Teamgeist führt zu Shared Knowledge und Shared Value. 80% der Digitalisierung ist also Change und das Vertrauen, das Shared Knowledge allen hilft.

Altes Wissen vs. Neues Wissen
Eine der grossen Fragen ist, wie neues Wissen von jungen Leuten von Managern mit vielen Jahren Berufserfahrung optimal eingesetzt wird. Insbesondere stellt sich diese Frage deshalb, weil „altes Wissen“ nicht immer versteht, was „junges wissen“ eigentlich in der Arbeit macht. Die Einbindung in der Entscheidungsfindung aufgrund von allen Wissensbelange ist deshalb zentral.

Die digitale Baubranche hinkt
Die Baubranche gilt als eine sehr konservative Branche, bei welcher die Digitalisierung nur schwer Einzug hält. Zwar ist im Bereich der Planung seit vielen Jahren CAD als Standard im Einsatz und auch 3D-Modelling gehört zum Alltag.

Jedoch neuere Technologien (AR/VR, Robotics, etc.) kommen nur langsam Einsatz. BIM als relativ neuer Begriff versucht nun Fuss zu fassen und die Gewerks Ersteller bereits in der Planung besser zu orchestrieren.

Digitalisierung als Glaube
Software ist das Mittel zum Zweck, aber nicht der Starting-Point für Digitalisierung.

Der digitale Avatar simuliert alles
Unter dem digitalen Avatar versteht man einen „Digital TWIN“, also die virtuelle Abbildung des Originals. Dank dieser originalgetreuen Abbildung können diverse Simulation und Analysen am Bauwerk vorgenommen werden.

Diese erlaubt den Eigentümern, Planern, etc. die Optimierung sämtlicher Prozesse und Auslastungen und damit die Erhöhung der Wertschöpfung. Basis dafür, ist die Mitarbeit aller am Bau beteiligten Planern im BIM Standard.

Planung als Glaubensgemeinschaft
Als Kooperationsplattform bring BIM die einzelnen Planer zusammen und fördert (und fordert) die direkte Zusammenarbeit. Zentral kommt hier wiederum Shared Knowledge als Glaube zum Einsatz.

Die BIM BOX
Die BIM Box dient als Idee zur Schliessung der digitalen Baukette.
Sie dient auch als digitaler Hotspot zur Vermeidung von Planungsfehlern bei der rollenden Planung. Die digitalen Daten sind jederzeit aktuell und von überall zugänglich. Zudem sind diese auf jedem Endgerät einsehbar.

Als Grundlage zum Funktionieren einer BIM Box ist die Vorbereitungsarbeit im Rahmen einer konkreten Methodologie.

Ausblick:
BIM als Modell wird sich in den nächsten Monaten und Jahren noch weiter verändern. Der effektive Durchbruch wird aber nur gelingen, wenn sich die Denkweise und Denkhaltung der Projektbeteiligten zur Offenlegung von Daten verändert. Kollaborative Planung ist nichts neues, wird aber durch BIM Technologie unterstützt. In wie weit sich dieses Modell auf alle Bauten anwenden lässt, wird sich zeigen..