Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management mit Peter Erni berichtet Anna Czerwinska:

Richtig durchgeführtes Social Media Marketing kann sehr positiv für die Brand-Awareness und Brand-Visibility sein. Bevor man aber die Social Media Kanäle für die Unternehmenskommunikation einsetzt, sollte man zuerst wichtige Eckpunkte definieren. Denn ohne klare Ziel- und Prioritätensetzung, Tooldefinition und Abklärung der Kompetenzen kann es nur schiefgehen. Erst wenn die Strategie steht, Guidelines für das Marketing Team vorgeschrieben sind und die Akzeptanz im Unternehmen besteht, kann man Social Media über verschiedene Abteilungen, Länderorganisationen bis hin zum Distributorennetz integrieren.

Und selbst wenn diese Punkte abgeklärt sind, wird man schnell mit den noch wichtigeren Fragen zum Thema Inhalt konfrontiert. Content is king, wissen wir alle, nur wie bekommt man Content für alle Kanäle? Wie schafft man mit dem Content Mehrwert für unsere Kunden? Und vor allem, wie bindet man diese langfristig und bewegt sie zum Kauf?

Die Antwort scheint ganz einfach zu sein und lautet: Content Marketing.

Was ist Content Marketing?

Es gibt viele Definitionen von Content Marketing.

Peter Erni, Partner bei Brain & Heart Communication, der dreieinhalb Jahre für Social Media Marketing bei Mammut zuständig war, erklärt Content Marketing mit einer Tech Cloud. „Es geht einerseits um den Inhalt, aber auch um die Zielgruppe und am Schluss um Conversion, um Sales. Bei dem Inhalt kann es sich um  Unterhaltung, Information oder Beratung handeln“. Weitere spannende Infos dazu findest du hier!

Was man auch nicht vergessen darf, ist dass das Content Marketing strategisch, konsistent und passend zum Unternehmen sein sollte.
„Zu viel Freestyle wirkt unprofessionell. Das merkt man. Das merkt auch der Kunde“ sagt Erni.

Content Marketing ist wertvoll, nicht nur für die Zielgruppe, sondern auch für das Unternehmen. Es richtet sich an eine spezifische Zielgruppe und ist überzeugend.
„Es muss überzeugend sein, damit es Reaktionen auslöst“ so Erni weiter. Denn beim Content Marketing geht es nicht nur darum lässige Geschichten zu erzählen, sondern vor allem darum Kundenreaktionen auszulösen. „Kundenreaktionen sind viel wichtiger als Likes. Lieber nur 20 Likes und eine Kundenreaktion, als 500 Likes und keine Reaktion“.

Und, zu guter Letzt, soll Content Marketing unserem Unternehmen etwas bringen und daher profitabel sein.

Warum betreiben dann nicht alle Firmen Content Marketing nach dem Motto „Content is King“? Peter Erni gibt keine konkrete Antwort auf diese Frage. Er unterstreicht jedoch einen essenziellen Aspekt: „Content Marketing ist keine Sales Promotion. Es zielt auch nicht auf kurzfristigen Profit ab. Es handelt sich um eine langfristige Investition, deren Rentabilität erst über einen längeren Zeitraum zu sehen ist.»

Content is King

Tech Cloud

Erfolgsfaktoren von Content Marketing und Content Strategie

Peter Erni weist auf 3 Erfolgsfaktoren beim Content Marketing hin:

  1. Guter Content (Content is King)

Guter Content hat bestimmte Kriterien zu erfüllen. Peter Erni vergleicht es mit einem… Curry. Curry ist kein Gewürz, sondern eine Gewürzmischung. Guter Content ist auch eine Mischung und besteht aus der Schnittmenge eigener Expertise, Business Relevanz und Zielgruppeninteresse. Der Content Typ spielt keine Rolle, egal ob es sich um Tipps & Tricks, Zitate, Anleitungen oder Infografiken handelt. Es ist aber wichtig, dass unsere Inhalte auf unserem Fachwissen basieren und zu unserem Expertengebiet gehören, auf Marketing-und Unternehmensziele basieren und Mehrwert für unsere Zielgruppe schaffen.

Content is King

Schnittmenge

  1. Reichweite

Ohne Reichweite kann man die Leute nicht erreichen. Man kann den besten Content haben, aber wenn man die Reichweite nicht bekommt, dann bringt alles nichts.

  1. Relevanz

Wenn der Content relevant ist, werden die Leute unseren Content teilen, kommentieren, usw. Wenn unser Content geteilt wird, heisst es – er ist relevant.

Und was sind die wichtigsten Elemente der Content Strategie?
Hier  5 Punkte, die man immer vor Augen haben sollte:

  1. Content-Fokus & Mix

Niemand mag das Gleiche mehrmals lesen. Deshalb ist es wichtig, dass in unseren Social Media Kanälen immer neue und interessante Inhalte auftauchen.  Zusätzlich ist es auch wichtig einen Fokus zu setzen und Prioritäten klar zu definieren, denn Ressourcen & Budget sind nicht unbeschränkt verfügbar.

  1. Content – Kreation

Basierend auf dem CI sind Vorgaben wie z.B. die Tonalität zu beachten. Es ist auch wichtig, klare Inhalte zu definieren. Anhand dieser Informationen können auch Dritte am Content Marketing arbeiten.

  1. Content-Distribution

Diese stellt sicher wie die verschiedene Kanäle eingesetzt werden können und durch Mikroplaning kann ein flexibler Einsatz garantiert werden. Makroplaning hingegen, stellt die längerfristige Planung dar.

  1. Content-Amplifikation

Die Thematik behandelt die Steuerung der verschiedenen, verfügbaren Kanäle. Hierbei denken wir z.B. an die Verteilung von Informationen durch Partner (z.B. Influencer).

  1. Content-Evaluation

Wie bei allen taktischen Massnahmen und beim Einsatz von finanziellen Ressourcen  ist es wichtig den Erfolg unserer Aktivitäten zu messen. Hier sollten vorgängig klare KPIs bestimmt werden. Die Kennzahlen sollten in regelmässigen Reports dargestellt werden.

KEY LEARNINGS:

  1. Social Media sind ein wichtiger Teil der Kommunikationsstrategie und dieser sollten von Profis betreut werden. Social Media Marketing ist keine Praktikantenaufgabe.
  2. Social Media Marketing ist ein ongoing commitment.
  3. Offenheit, Ehrlichkeit und Authentizität auf Social Media schaffen Glaubwürdigkeit und führen zum gewünschten Erfolg.
  4. Social Media Beobachtung kann potenzielle Krisen verhindern.
  5. Social Media ist ein Alleinstellungsmerkmal, welches Firmen helfen kann, sich von der Konkurrenz abzuheben.
  6. Und zu guter Letzt, Content is King!