Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management berichtet Marina Zwicky.

Am 16.12 fand der letzte Tag unserer Durchführung des CAS Social Media Management statt. Anders als unter dem Semester wussten wir nicht, welche Referenten uns erwarten. Für den Abschlusstag werden inspirierende Social-Media-Persönlichkeiten von Sven Ruoss eingeladen.

Barbara Josef: Future of work

Barbara Josef ist Co-Founder von 5to9 AG. Zuvor war sie Kommunikationsleiterin von Microsoft Schweiz und hat unter anderem das Projekt «Home Office Day» mitgegründet und geleitet.

Digital

Wir befinden uns mitten in einem epochalen Umbruch, in den nächsten zehn Jahren werden wir wesentlich mehr Veränderung erleben. Neue Märkte und Anbieter mit verschiedenen Skills werden entstehen. Nicht mehr die grossen Firmen fressen die kleineren auf, sondern die Schnelleren werden die Langsameren auffressen. In der heutigen Zeit ist es schwierig, qualifizierte Mitarbeitende zu finden.

Agilität & Flexibilität

In der realen Arbeitswelt dominiert immer noch die Präsenzkultur. Nach wie vor gilt der Arbeitnehmer, der Tag für Tag von morgens bis abends im Büro anwesend ist und seinem Chef jederzeit zur Verfügung steht, als besonders vorbildlich. Dennoch beginnen sich die Verhältnisse langsam zu ändern. Bevorzugt sind es jüngere Arbeitnehmende, die mehr Flexibilität von ihren Arbeitgebern fordern. Dazu gehören kürzere Wochenarbeitszeiten, mehr Freiraum und weniger Präsenzkultur. Unternehmen müssen sich selbst fragen, zu welcher der 5 Phasen der Arbeitskultur sie gehören wollen und müssen dann gezielt zu dieser hinarbeiten. Im Zeitalter der Digitalisierung und der wachsenden technischen Möglichkeiten ist der Wandel von Präsenzkultur zu Agilität & Flexibilität unumgänglich.

Work Smart

In der heutigen Zeit ist es schwierig, qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Firmen wie Google, Facebook, Microsoft usw. locken mit interessanten Stellen, schönen Büros und „Work Smart“.

Flexible, ortsunabhängige Arbeitsformen sind in vielerlei Hinsicht eine Win-Win-Situation. Sie steigern Motivation und Produktivität der Mitarbeitenden, denen Vertrauern geschenkt wird (Vertrauen statt Kontrolle). Der Mitarbeiter kann auf seinen Biorhythmus achten und dies wiederum steigert seine Produktivität. Flexible Arbeitsformen haben einen positiven Effekt auf die CO2-Emissionen und integrieren durch neue Arbeitsmodelle weitere Personengruppen in den Arbeitsmarkt, was das Rekrutierungspotential für die Unternehmen vergrössert. Es gibt viele gute Gründe, weshalb sich flexibles Arbeiten auszahlt.

New World of Work

Unsere Arbeitswelten verändern sich derzeit grundlegend. Ein wesentlicher Treiber dahinter sind die neuen Technologien, die Kommunikation und Zusammenarbeit auf Distanz so einfach und kostengünstig machen wie noch nie zuvor. Durch die neue Technologie breiten sich vor allem zeitlich und räumlich flexible Arbeitsweisen zunehmend aus. Immer mehr Menschen haben die Möglichkeit, außerhalb des Firmenbüros mobil zu arbeiten und somit auch die Arbeitszeit selbständiger einzuteilen. Bei People geht es darum, wie der Arbeitnehmer seine Verantwortung gegenüber dem Arbeitgeber wahrnimmt. Der Arbeitgeber (Führungsperson) muss dagegen den Mitarbeitenden coachen statt kontrollieren, muss ihm somit vertrauen, ihm klare Ziele definieren und ihn nach dem Output statt nach Präsenz messen. Bei Place handelt es sich um alle Veränderungen des physischen Arbeitsplatzes und des Büroraums. Mit der Einführung flexibler Arbeitsweisen bekommt das Firmenbüro einen neuen Stellenwert. Zeit im Firmenbüro dient in Unternehmen der nächsten Generation weniger der konzentrierten Einzelarbeit, sondern vielmehr der Kommunikation und der Kollaboration.

Ubi Piccone

Ubi Piccone ist ehemaliger MAS Student am IDB und Mitgründer der Content-Plattform YEAHGOODS. Darüber besteht schon ein gut verfasstes Interview von Sylvana Ulrich, durchgeführt an der HWZ, welches ich Euch nicht vorenthalten will.

Ubi hat uns folgende Empfehlungen für Mobile Startups auf den Weg gegeben:

  • Ideen sollten mutig und schnell, jedoch professionell umgesetzt werden! Gute Tools dafür sind im Buch „Das 4-Stunden-Startup“ von Felix Plötz verständlich beschrieben.
  • Selbstdisziplin ist für eine Firmengründung unabdingbar. Damit auch weitere persönliche Ziele nicht aus dem Fokus verloren gehen, eignet sich das Buch „No Excuses“ von Brian Tracy.
  • Gryps Offertenportal ist eine Beschaffungsplattform für KMU und Private in der Schweiz. Das Portal bietet einfach und kostenlos drei passende Offerten.
  • Rechtliche Unterstützung bietet Elena Walder-Schiavone.
  • Für den Web-Auftritt eignet sich Content Makers.

Beat Enderlin: Kommunikationsleiter SuvaPro

Beat Enderlin zeigte auf, wie die digitale Transformation ein langjähriger Prozess ist, der in Unternehmen häufig mehr Mut braucht. Er hat vor allem über seine Erfahrungen berichtet und weniger SoMe-Cases aufgezeigt.

Seine Tipps und Erfahrungen:

  1. There’s only make!
  2. Geduld haben
  3. Anfangs lieber jeden SoMe-Post freigeben lassen
  4. Storytelling/ Positive Feedbacks weiterleiten
  5. Extrameile gehen für den Chef
  6. Neugier wecken
  7. Businessplattformen nutzen
  8. Der Prohet im eigenen Laden – Networking
  9. Aufbau eines Newsrooms
  10. Selber auf Plattformen präsent sein
  11. Inhalt definieren
  12. Selbstvertrauen aufbauen

Wertvolle Tipps für Social Media im beruflichen Alltag findet Ihr hier.

Konrad Weber

Letzter Gast war Konrad Weber, der als Multimedia-Journalist beim SRF arbeitet. In der Schweiz und in Deutschland schult Weber Journalistinnen und Journalisten verschiedener Medienhäuser und ist Teil des internationalen netzwerk medien-trainer. Nebenbei unterrichtet er an Journalismus-Ausbildungsstätten und engagiert sich für die Vernetzung junger Journalisten. 2012 wurde er vom Branchenmagazin Schweizer Journalist zu einem der 30 Talente unter 30 und 2013 zum «Newcomer des Jahres» gewählt. Er gewährte uns interessante Einblicke in den Umgang der Journalisten mit Social Media und zeigte uns einige nützliche Tools für gezieltere Suche und vor allem auch zur Verifizierung von Gefundenem.

Zuerst hat uns Konrad gleich mal erzählt, was sie beim SRF erreichen wollen: Dem Publikum eine Stimme geben! Und das sollte wohl nicht nur dem SRF wichtig sein. Der Dialog soll gepflegt werden, man muss zuhören und Feedback ernst nehmen. Wenn die Zuhörer/Zuschauer, Kunden, Fans mit uns in Kontakt bleiben und zuhören sollen, dann müssen wir auch auf sie eingehen. Das macht die Leute nicht nur glücklich und weiterhin empfänglich für unsere Posts, es kann uns wiederum gute Geschichte bescheren – Stichwörter Crowdsourcing und Storytelling!