Das lange Warten hat sein Ende erreicht. Nach 3 Monaten intensiven Vorbereitungen und Learnings aus dem Studienteil an der HWZ, steht das Highlight des CAS Digital Leadership im Silicon Valley an.

Your Blog from Karin and Andy

Wir starten bei Code for America mit der Begrüssung durch Patrick und einem Überblick von Gert, was uns diese Woche in San Francisco erwartet.

Mit der ersten Wochenaufgabe und dem Rat „offen zu sein, nicht zu urteilen und einfach alles einmal aufzusaugen“ schickt uns Gert auf unsere Reise ins Silicon Valley.

Rethinking Everything

Unser erster Referent ist Mark Zawacki, Gründer von 650 Labs. Er berät Firmen mit > 1 Mia. Umsatz wie Banken, Versicherungen und Telcos und hilft ihnen, wie er sagt, „to suck less“. Mark verspricht uns, unser Bild vom Silicon Valley innerhalb der nächsten 45 Minuten zu ändern.

Das Silicon Valley hat sich in den letzten 70 Jahren von der IT Hochburg zur Industry Disruption Hauptstadt der Welt entwickelt.

Alles, was grosse Firmen können, kann durch Start-ups ersetzt werden. Deren Ziel ist nicht mehr, das Unternehmen an einen grossen Player zu verkaufen, sondern sich gleich das gesamte Business zu schnappen.


Dabei ist die Grösse des Silikon Valley Netzwerk Clusters einzigartig und macht das Modell praktisch unkopierbar. Insbesondere hinsichtlich Grösse des Netzwerks und der damit verbundenen Möglichkeiten des Austauschs zwischen den Parteien können kleinere Standorte nicht mithalten.

Im Silikon Valley geht es heute nicht mehr um die Technologie und um Software sondern um Disruption und Ökosysteme. Doch weshalb sind gerade die Firmen im Silicon Valley so erfolgreich? Wie schaffen es Firmen wie Google und Facebook, sich so erfolgreich zu positionieren?

Die Antwort liegt in ihrer „Organisational DNA“.

Entscheidend ist wie die Firmen es tun und nicht darum, was sie tun. Das „how“ ist also entscheidender als das „what“.


Das Zauberwort heisst, COLTS:

Culture
Organisation
Leadership
Talents
Skills

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind dabei:

  • Plattforms, not Apps: Hackatons Won’t Get you There
  • Amalgamation: FOCUS on Combinations of Old (and New) Things
  • Open Organization: Relentlessly Open Innovation
  • Disruptive Hypothesis: Challange Conventional Assumptions
  • Learn: Pilots & Prototypes
  • Asset Light: Leverge Assets of Others
  • Math: Become World Class at Data Science
    Customers Lead with User Experience (UX)
  • 10x not 10% -> Exponential thinking (not incremental thinking)
  • (Legally) Explolit Agism: Leverge the under-35s
    Motivation: Overtrly Design Meaninful Work
  • Independence: Cut Them Loose From the Mother Ship
  • Surface Conitive Biases: Better Decision-Making
  • Faster Pace and Decision Making: A Have a Sensce of Urgency
  • New Archetypes: Hire More Weirdos, Misfits, Renegades, Outliers and Pirates

Silicon Valley – Whats that?

Chuck Darrah, der analoge Professor aus dem Silicon Valley. Ohne jegliche digitale Hilfsmittel hat uns Chuck auf eine Reise durchs Valley mitgenommen. Das Hauptmerkmal des Silicon Valleys ist: „Make things better“. Aus diesem Grund zählt das Valley als grosse Jobmaschine, wofür Leute bereit sind, Abstriche in ihrem Lebenskomfort zu machen, nur dass sie die Region nicht verlassen müssen. Das Silicon Valley steht für „cool, hip und sexy“. Aber auch für Social Media, Business Service und Software.

Zu dem lautet die Lebenseinstellung: Wir sind hier zum Arbeiten nicht zum Leben. Diese Aussage hat Chuck nach einer 1-jährigen Analyse von Verhaltensweise mehrfach bestätigt.

Mit dem grossen Elan wo die Innovativen Menschen im Valley arbeiten, ist es auch kein Problem, wenn aus dem failing eines Projekt die Kündigung droht. Weil an der nächsten Türe wartet schon der nächste grosse Job. Neben den sind aber trotzdem Auszeiten für die Nerds von enormer Bedeutung. Das Silicon Valley bietet sehr interessante Ausflugs ausserhalb der Bay Area, welche unabdingbar für die Work-Life-Balance der Tech Genies ist.

Der Nachittag steht unter dem Motto „Swissness“ am Pier 17.

 

Intro to Swissnex

Benjamin Bollmann, Head of Science Programs & University Affairs, stellt uns Swissnex (https:/Swissnexsanfrancisco.org) vor.

Die Hauptaufgabe von Swissnex ist „Connecting Switzerland & the World in Science, Education, Art and Innovation“ sowie die Visibilität der Schweiz als führenden Standort für Bildung, Forschung und Innovation im Ausland zu erhöhen, sowie die internationale Präsenz und den Austausch international zu fördern.

In San Francisco ist Swissnex seit 2016 am Swisspier (Pier 17), direkt neben der Schweizer Botschaft, domiziliert. Dort stehen rund 70 Co-Working Arbeitsplätze, unter anderem für Outposts von Schweizer Firmen zur Verfügung.

Im Rahmen ihres Auftrags unterstützt Swissnex auch Schweizer Startups und Firmen, die im Valley ansässig werden wollen im Bereich Fundraising, Trendscouting und mit ihrem Netzwerk für Partnerschaften in Projekten.

Zu den Erfolgsstories gehört zum Beispiel das bekannte Startup Bildly (http://www.swissnexsanfrancisco.org/event/flylikeabirdly/)

Swiss Business Hub USA

Der SBH setzt sich aus einem privaten und öffentlichen Teil zusammen, welches in einem globalen Netzwerk agiert. Die Hauptaufgaben des SBH liegt in Hilfestellung für Export und Investment Promotion für Schweizer/ Lichtensteinische Unternehmen.

Opportunities Entering U.S. Market

Strengths
Highly specialized skills in specific areas make it easy to sell the USP
Highly skilled workforce (dual education / leading universities)
Positive reputation / Swissness

Opportunities
USA are Switzerland’s 2nd trade partner
2nd destination for Swiss exports (CHF 36.4B/12.2% in 2016)
2nd source of imports (CHF 23.6B/ 8.9% in 2016)

Weaknesses
Cultural differences
Swiss companies lack of financial and human resources
Swiss companies are risk-averse

Threats
U.S. regulations and governmental system
High Swiss production cost and strong Swiss Franc
Potential Border Adjustment Tax (BAT)?
TTIP on the table again?

So konnte das SBH Benteler (Rothrist) und Starmind erfolgreich in begleiten.

Swisscom

Was macht ein Schweizer Traditionsunternehmen im Silicon Valley? Mit dem Swisscom Outpost (since 1998) möchte man die Trends für new (digital) Businesses mit einem Revenue +/- 50 Mio. CHF aufspüren und kreieren. Dies kann am besten im Netzwerk der Zukunft passieren (Lukas Peter, CEO Outpost Lab).

Aber erstmal zur Geschichte des Silicon Valley, welche grundlegend von Frederick Terman geprägt wird. Er ist der DNA Geber welcher früh den Thinking Change der Unternehmen und Universitäten verinnertlichte.

Das was Terman wollte ist traditionelle Branchen zum umdenken zu bewegen. Genau das was im Silicon Valley durch die Disruptionen unserer Zeit in einer grösseren Form stattfindet. Im Valley profiert man von einer langjährigen History, Bündelung von Wissen und eines sehr ausgeprägten Mindsets, welcher für die Digital Transformation von Bedeutung ist.

Die Wettbewerbsvorteile des Silicon Valley:

Diversität (40% Ausländeranteil)
Alles innerhalb einer Stunde von San Francisco erreichbar
Alle zukunftsorientierten Unternehmen kommen ins Valley
Der grösste C-Level Treffpunkt der Welt

Vorsicht ist geboten

Die Digitalisierung wird so viele Jobs fressen wie sie keine andere Revolution davor getan hat. Deshalb ist es für viele Unternehmen existenziell schnell Antworten auf die kommenden Entwicklungen parat zu haben. Weil das was heute noch entfernt scheint, ist schneller da als man denke. Beispiele hierzu gab Lukus mit Facebook (AR/ VR) oder Goggle und Tesla (selfdriving cars) welche enorme Summen in die Zunkunft investieren. Diese Unternehmen sind heute viel weiter als die meisten Managementebenen denken. Nicht nur das Silicon Valley ist ein enormer Innovationstreiber, sondern auch China in einem rasanten Tempo die digitale Zukunft gestaltet.

Um diese „Big Visions“ voranzutreiben geben die Unternehmen und ihre Mitarbeiter alles. Das hat natürlich auch seine Schattenseiten:
Es geht alles nur um Tech > Bildung von einer Bubble
Bildung von Tech Sekten zur Mitarbeiter Loyalität (War for Talents)
Viele Arbeiten mehr unter sehr hohem Druck > Burnout Rate steigt exponentiell

Lukas hat einen spannenden Überblick über die ganze Entwicklung des Silicon Valley gegeben.

AI Plattforms for enterprise

Zum Abschluss besuchen wir den Event „AI plattforms for Enterprise: Startup, IBM & VC perspectives“, bei Google Launchpad, wo wir nach einer kurzen Verpflegung noch einen, doch eher technischen, Input zum Thema „Artificial Intelligence: Plattforms“ erhalten.

Verkartest Yadav, Senior Director Data Products and Applications Engineering @ H2O AI präsentiert die Open Source Math Plattform H2O und im Anschluss gibt John Cutter, Product Manager IBM Watson for AR/VR einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen und Use Cases.

Leider fällt der Beitrag zum Thema Venture Capital kurzfristig aus, was für uns den Vorteil hat, dass wir uns ein paar Minuten früher als geplant, nach diesem intensiven Tag, auf den Heimweg machen. Diejenigen, die noch den Jetlag in den Knochen haben, dürften darüber nicht allzu unglücklich gewesen sein.

It was an awesome start to the #hwzsv