Von der Study Tour des CAS Digital Leadership in San Francisco bloggen Andi Huggel und Bruno Pedro Mettler:

Am dritten Tag der HWZ Study Tour geht es wieder ins Silicon Valley – diesmal mit einem vollen Programm Food for Thought, aber auch Kulinarisch.

Highlights

  • Deutschen Bank Labs in Palo Alto
  • In and Out Burger
  • Cisco HQ in San Jose
  • Ridge Vineyards in Santa Cruz

Deutsche Bank Labs – Fintech aus erster Hand

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Fintech erschüttert die Banken und Versicherungen. Die Branche ist gezwungen sich zu wappnen und gleichzeitig nach Geschäftsmodellen umzusehen. Nicht nur hier im Silikon Valley, auch bei uns. Dazu passend hat der Bundesrat entschieden, die Spielregeln für die Fintech zu lockern. «Bankenlizenz light»: Ueli Maurer senkt Hürden für Fintech-Firmen im Blick. Dies soll der Schweizer Finanzbranche ermöglichen, selber Fintech Startups in der Schweiz zu unterstützen und zu fördern.

Als gutes Beispiel will die deutsche Bank bis 2020 1 Mia in Startup investieren. Jährlich sollen in den Labs in Berlin, London und im Silicon Valley 500 Startups geprüft werden.

Wil Koenig, Mitbegründer und Leiter des DB Labs, empfing uns zusammen mit Rose, die für das Tagesgeschäft zuständig ist, herzlich im topmodernen Lab und erklärte, was sie hier tun. Das Lab wurde 2013 hier lanciert mit dem Ziel im Silicon Valley zu sein und das Netzwerk zu Startups und Unternehmen aufzubauen.db-labs-praesi-1
Im Gegensatz zum Beispiel zu Renault ist hier kein Lab zu finden, sondern ein Ort für den Austausch „A share platform for innovation with Discover, Connect and Execute.“

  • Discover heisst, interessante Technologien, Ideen & Startups finden und kennenlernen.
  • Connect heisst, die gefunden Potenziale mit den internen Stellen und anderen Startups zu verbinden.
  • Execute heisst, die gefundenen Potenziale in der deutschen Bank zu realisieren.

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Der Fokus des Netzwerk der Labs ist unterschiedlich:

  • Hier in SV & San Francisco ist der Schwerpunkt in Discovering und Connecting über Technologien und Modelle.
  • In Ireland ist „The Hive“ für Data Analyses zuständig, das in Partnerschaft betrieben wird.
  • In Washington DC ist das Security Lab der Deutschen Bank.
  • In London ist der Schwerpunkt in Fintech mit Themen wie Blockchain.
  • In Berlin natürlich die Unterstützung der deutschen Fintech Startup Szene.
  • Geplant ist ein Lab in Tel Aviv für den Bereich Security.
  • Ein weiteres in Singapore, dem asiatische Zentrum der Finanzwelt.

Das Hauptziel alle dieser Labs ist die Transformation der Kultur, die die digitale Transformation mit sich bringt. Wie es Peter Drucker schon vor zig Jahren treffend formulierte: „Culture eats Strategy for Breakfast“.  Was nutzt die beste Strategie, wenn die Kultur nicht mehr stimmt?

Wie es Wil schön formulierte: „We need to go well beyond what we know and look for the unknown.“

In-n- Out Burger – Unser erstes Kulinarisches Highlight des Tages

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Seit 1948 gibt es in Kalifornien und nur hier die In-n-Out Burger. Heute noch als Familienunternehmen organisiert wird auf regionale Produkte gesetzt, die in der Filiale verarbeitet werden. USPs sind das Fleisch, das nicht gefroren wird, die “the old fashioned way” gebackenen Buns oder die Pommes aus Kartoffeln, welche frisch geschält und geschnitten werden. Aktuell wird über eine Ausdehnung des Angebotes nachgedacht. Ein Vegiburger als erst VIERTES Produkt. Und es wird diskutiert. Auch in der Bevölkerung…

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P.S. Derek got the Job for 12.50 $ per hour.

Cisco

Unser Programm

  • Schweizer Intro
  • Social Media
  • Digital Sales Strategy live aus Hettlingen
  • HR Stephen Powell
  • Clare Markovits – Chief Digitization Office

Social Media Strategie

Didier Rombaut leitet das Social Media im Digital Marketing Team. Er zeigte uns, wie Cisco Social Media in Ihrer DNA verankert. Nicht Firmen treffen Entscheidungen, sondern Personen. Personen verhalten sich im digitalen Netz und Entscheiden im Business gleich wie Privat, d.h. „Business is Social“.
Dank dem neuen CEO Chuck Robbins und dem neuen Chief Digital Strategy Officer Kevin Bandy ist Digital das Zentrale Element der Strategie. Einer der ersten Sätze zum Thema Social Media war: „I’m on Twitter and the tweets are mine.“ Das heisst, der CEO tweeted selber (cooles beispiel: https://twitter.com/ChuckRobbins/status/793810503868919808) und nicht sein Personal Assistant.

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In Social Media ist Timing alles. Es muss schnell gehen. Cisco hat dazu die folgende Frameworks entwickelt. Auf allen Kanälen wird zugehört – Listening – um die Themen die „On“ sind aufzunehmen und auf potenzielle Fragen, Leads, Ambush zu reagieren. Die Inhalte werden priorisiert und sehr schnell beantwortet:

  • Priority 1 heisst innerhalb von 12 hours (same day)
  • Priority 2 heisst innerhalb von 24 hours (next day)
  • Priority 3 heisst innerhalb von 72 hours (in 3 days)

Aktuell werden Mitarbeiter über alle Abteilungen und Länder zu Social Botschaftern für Cisco ausgebildet. Hier werden viele Gamification Elemente für das Personal Branding genutzt.

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Die Wall zeigt was aktuell auf der Welt zu Cisco auf Social Media läuft. Beeindruckend wieviele Tweets, Posts, etc. irgendwo auf der Welt gepostet und noch viel heftiger von Cisco gehört werden. Anhand der Social Media Streams können Trends erkannt und Leads identifiziert werden. Heute leider auch Shitstorms.

Thomas Winter – Digital Sales Strategie

Live aus Hettlingen!

Als Digital Worker hat Thomas seine Arbeitstage der Zeitzone „New York“ angepasst. Im Dorf führt das immer wieder zu interessanten Diskussionen. Für Thomas war aber klar, dass er lieber von Hause aus arbeitet und die Zeiten anpasst, als in die USA umzuziehen.

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Hauptziel seiner Tätigkeit ist die Digitalisierung der Verkaufs von Cisco. Gemäss dem Autor Daniel Pink in ‘to sell is human’ sind. Heute sind 8 von 9 Personen im Sales. Soll heissen, mit seinen Aktivitäten, vor allem im Social Media Bereich, „verkauft“ er Cisco. Nur schon das ist eine Herausforderung. Nun ist der Kunde heute und in Zukunft noch viel mehr, mobile, digital, connected und empowered, Das bringt auch die Chance, dass er immer mehr selber erledigt. Die Erwartung von Cisco ist, dass der Kunden im Jahre 2020 70 % Selfservice betreibt. Das heisst, verkaufen bleibt eine Kunst, aber ist immer mehr eine Technologie enabled Art. Um mit den Worten von Thomas zu sprechen.

Der Verkauf von Cisco ist heute eher weniger als mehr digitalisiert. Von den zur Verfügung stehenden Tools werden gemäss einer Studie von Accenture und CSO insights gerade einmal 13% wirklich genutzt. Das sind 2 bis 3 von 20. Diese Tatsache kam bei der Suche nach dem „Digital Sales of the Year“ an die Oberfläche. Verschiedene Initiativen sind gestartet und werden noch lanciert, um einerseits den Verkauf zu digitalisieren, aber auch die „Self-Service“-Modalität von allen Aspekten aus aufzunehmen. Die Idee von Cisco ist eine Art App-Store für Verkäufer und deren Tools. Auf Kundenseite wird mit AI gearbeitet, um vor allem repetitive Fragen abzufangen und vor dem Kontaktcenter bereits zu beantworten. Grosse Themen die da angegangen werden. Sicher nicht nur von Cisco. Entsprechend sind hier auch viele Optionen für starke Lösungen. Um nochmals Thomas zu zitieren: „Action is the functional key to all success.“

Human Ressources, Stephen Powell

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Wer wie Cisco die Nummer eins weltweit sein will, muss auch für die Mitarbeiter die Nummer eins der Welt sein. Die Cisco HR-Agenda ist vollbepackt mit Initiativen und Angeboten welche nach dem Prinzip:

  • Innovate
  • Benefit
  • Connect

aufgebaut ist und stetig weiterentwickelt wird. Ziel ist, dass die Mitarbeiter von Anfang an aus der Komfortzone geholt werden. Sie sollen rausgehen, entdecken und „the dots connecten“. Vor allem zu Beginn einer Anstellung hat Cisco auf einer Zeitschiene die „Moments that Matter“ evaluiert und unterstützt damit die Mitarbeiter bei der Entfaltung ihrer Qualitäten zu Gunsten von Cisco. Wie Pascal Tscharner ergänzte, hat Cisco die Mitarbeiterbewertung durch eine Art Verhandlung zwischen Manager und Mitarbeiter ersetzt.

Auch im HR ist das Ziel klar: Durch zufriedene, motivierte Mitarbeiter das Erlebnis für die Kunden in ihrer Zusammenarbeit mit Cisco zu maximieren.

Der Weg der Digitalen Transformation für Cisco

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Clare Markovits zeigt uns wie Cisco die digitale Transformation meistert. Die grosse Frage für jedes Unternehmen, dass sich für die Digitale Welt von Morgen vorbereitet, ist welchen Mehrwert für Kunden unser Unternehmen entwickeln und liefern kann. Bestehende Businessmodelle werden auch bei Cisco in Frage gestellt und neue Wege für die Kreation von digitalen Angeboten müssen her.
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Cisco hat zu diesem Zweck für sich fünf Digitalisierungs-Prinzipien aufgestellt:

    • den Kunden zuhören
    • die Regeln neu schreiben
    • die Transformation geht über die Funktionen weg
    • Investitionen in die Zukunft
    • Geschwindigkeit und Ausdauer

Die operativen Ziele sind in die folgenden vier Phasen gegliedert:
Drive: Die unternehmensweite Kohärenz in Produkten & Preisen
Leverage: Dank bestehenden Kunden und Daten die Optimierung der Margen
Capture: Unterentwickeltes Potential in Effizienz, Marge und Produktivität entwickeln
Articulate: Erstellung einer Roadmap für die Transformation

Cisco ist mitten im Prozess und es ist eine grosse Herausforderung mit vielen Rückschlägen, aber der Weg ist gezeichnet und der Support von der obersten Ebene ist gegeben.

Ridge Vineyards – Montebello (Danke sehr Gabriele)



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Das ist ein Spitzenweingut und ein Pionier in Kalifornien. Der Paradewein ist der Cabernet Sauvignon Montebello. Man spricht vom Ridge Montebello, wenn man ihn meint. In der Zwischenzeit hat es auch andere Brands bzw. Linien von anderen Lagen. Besitzer ist Paul Draper, eine Ikone und sicher schon über 70. Der Ridge Montebello hat als einer der ersten Neue Welt Weine die klassischen Bordeaux und Burgunder in einem Blindtasting geschlagen. Das Weingut liegt auf der Spitze der Santa Cruz Mountain direkt am St. Andreas Graben, mitten im Erdbebengebiet. Klapperschlangen soll es auch viele haben.
„Thanks Tom for the amazing way you were hosting us.“

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Danke für diesen grossartigen Tag.

Bruno & Andi