Aus dem Unterricht des CAS Multichannel Management mit Marion Marxer berichtet Linda Gamper.

Was ist ein Touchpoint? Als Touchpoint werden alle möglichen Berührungspunkte und Schnittstellen zu den verschiedenen Stakeholdern bezeichnet.

Der Nachmittag beginnt mit einer Feedbackrunde zu den bereits behandelten Unterrichtsblöcken, Themen und Dozenten. Verschiedenste Feedbacks gehen bei Marion ein – als durchaus positiv wird das Trend Canvas bewertet, welches sich bei vielen schon nach kurzer Zeit in der Praxis bewährt hat. Ebenfalls sehr positiv ist die Breite der behandelten Themen, woraus jeder seine Essenzen für den Arbeitsalltag ziehen kann. Da die Themen auf grosses Interesse stossen, wird von verschiedenen Seiten der Wunsch nach etwas mehr Tiefe der einzelnen Themen und weniger Dozentenwechseln geäussert.

Im Anschluss an die Diskussion werden ein paar letzte Fragen bezüglich Zertifikatsarbeit geklärt. Marion bietet an, dass sie bei Fragen am Nachmittag bis um 16.00 Uhr persönlich zur Verfügung steht oder Fragen per Facebook-Nachricht bei ihr eingereicht werden können.

Der Austausch war sehr wertvoll und wurde von allen geschätzt. Nach dem Austausch leitet Marion in den abschliessenden Unterrichtsblock zum Thema «Touchpoint Profiles / Touchpoint Summary» über.

Während den letzten Wochen haben uns Dozenten aus unterschiedlichen Branchen verschiedene Impulse und Sichtweisen bezüglich Touchpoints vermittelt. Der Wissensreichtum ist gross und die Anwendungsgebiete enorm vielseitig. Marion hat an diesem Nachmittag nochmals das Wichtigste aus diesem Unterrichtblock zusammengefasst und aufgezeigt, wie sich die passendsten Touchpoints schnell und einfach ableiten lassen.

Es gibt viele verschiedene Touchpoints. Doch es geht nicht darum so viele Touchpoints wie möglich zu schaffen, sondern die geeignetsten herauszufiltern. Ganz nach dem Motto: Qualität statt Quantität!

Das bedeutet für jede Branche, für jeden Trend, für jedes Produkt etc. etwas anderes. Doch die Auswahl der Touchpoints erfolgt immer nach dem gleichen Prinzip und in mehreren Schritten, welche anschliessend erläutert werden.


Touchpoint Profiles. Der Vergleich der Kanäle.

Als erstes werden die zur Verfügung stehenden On- und Offlinekanäle unter die Lupe genommen. Für einen repräsentativen Vergleich müssen die Kanäle in eine vergleichbare Form gebracht werden, dies geschieht mithilfe des «Touchpoint Profiles»:

Die Kanäle werden in 6 verschiedenen Kategorien auf einer Skala von 1-5 bewertet. Durch die Bewertung und Betrachtung der Kanäle aus verschiedenen Sichtweisen können die geeignetsten daraus ausgewählt werden.


Touchpoint Selection. Auswahl und Einsatz der passendsten Touchpoints.

Die ausgewählten Kanäle werden nun in der sogenannten «Touchpoint Selection Map» abgebildet. Zu jedem Kanal werden passende Touchpoints (Massnahmen) definiert. Durch die Spiegelung der Touchpoints aus verschiedenen Perspektiven können ihnen Eigenschaften zugeteilt und deren Wirksamkeit beurteilt werden.

Folgende Eigenschaften werden mit der «Touchpoint Selection Map» bewertet:

  • Impact auf Menschen in der entsprechenden Situation (Intensität Erlebnis)
  • Nachhaltigkeit des Kontaktes (Eindruck/Verhalten)
  • Wahrscheinlichkeit, dass das Erlebte persönlich weiter erzählt wird
  • Wahrscheinlichkeit, dass das Erlebte online geteilt wird

Nach Bewertung der Eigenschaften, werden die passendsten Touchpoints nach folgenden Kriterien herausgefiltert und der Einsatz der einzelnen Touchpoints definiert:



Freitag Case. Übung macht den Meister.

Dieser Ablauf wird mit dem Freitag Case direkt in die Praxis umgesetzt. Jede Gruppe hat den Auftrag im Team die geeigneten On- und Offlinekanäle für den Freitag Case zu definieren und die passendsten Touchpoints mithilfe der «Touchpoint Selection Map» herauszufiltern.


Ausblick.

Es bleibt spannend! Die Kanäle und Touchpoints für den Feitag Case wurden definiert und nun dreht sich alles um die Frage «Welcher Touchpoint wird in welcher Phase und wie eingesetzt?» Diese Frage wird Ende April mit dem ‚Touchpoint Mapping & Planning‘ beantwortet.


Begriffserläuterungen:

  • Live Marketing. Erlebnisorientierte, interaktive, inszenierte Geschichten, die an einem Veranstaltungsort stattfinden.
  • Street Marketing. Unkonventionelle Präsentation von Marken oder Produkten an öffentlichen Plätzen, Shopping Centern und weiteren Orten mit vielen Besuchern.