Aus dem Unterreicht des CAS Mobile Business mit Daniel Muther berichtet Yves Ehrsam:

Nachdem wir in Daniel Muthers erster UX Session hauptsächlich Theorien kennenlernen durften, haben wir uns im zweiten Teil praktisch mit dem Thema Prototyping auseinander gesetzt. Ganz nach dem Motto „Man scheitert erst, wenn man aufhört es zu versuchen“ tauchen wir ein in die spannende Welt der App-, resp. der Mobile Webservice Entwicklung. Natürlich bringen wir, als Grundvoraussetzung, den nötigen flexiblen Mindset mit.

Wir starten den Vormittag mit der, teilweise bekannten Marshmallow Challenge. Mit dem Bau des höchsten freistehenden Spaghetti-Turms sollen wir uns in Kreativität, Statik sowie im Prototyping beweisen. Mit Eifer und ambitionierten Zielen nehmen wir die Herausforderung an und schnell sind eindrückliche Resultate zu sehen. Leider schaffte es nach Ablauf der vorgegebenen Zeit nur eine Gruppe einen standhaften Turm zu präsentieren. Die Aufgabe lehrt uns, dass ein Trial-and-Error Approach wohl erfolgsversprechender gewesen wäre als die eher analytische Herangehensweise, welche die meisten von uns gewählt haben.

Nachdem wir uns die beiden, Schweiz-spezifischen, best practise Beispiele Bring! und Smide kurz angeschaut haben, konnten wir in Gruppen einen eigenen digitalen Service entwickeln. Nach dem Konzept von User Centered Design soll ein Prototyp für eine App, resp. eine mobile Webseite entstehen. Wie oft im Leben, beginnt alles mit einer zündenden Idee:

  • Ideenfindung
  • Persona Definition
    5 potenzielle Benutzertypen werden identifiziert. Eine Persona davon wird ausgewählt und näher beschrieben und schubladisiert.
  • Konzept Entwicklung
    Die Idee wird nun anhand von Problemstellungen der ausgewählten Persona entwickelt und verfeinert.
  • Prototyping
    Die besprochenen Szenarien werden im nächsten Schritt visualisiert, indem ein Screenflow entworfen wird. Den Papierskizzen wird mit Hilfe der App Marvel interaktiv Leben eingehaucht (low-fidelity prototyping).
  • Testing
    Testpersonen (Mitschüler) lernen nun den digitalen Service kennen und der entwickelte Prototyp wird ausprobiert und getestet. Die UX wird genau beobachtet und abgefragt. Sofortiges Feedback ist dadurch garantiert und oft überrascht die Erfahrung und Nutzung der Testpersonen.

Das Ausarbeiten einer Idee und das ausleben der eigenen Kreativität hat grossen Spass gemacht. Zudem war es sehr spannend zu sehen, wie andere auf die Ideen und den Prototypen reagieren. Echt ein spezielles Erlebnis.