Aus dem Unterricht des CAS Multichannel Management mit Oliver Brunschwiler berichtet Thierry Kellerhals:

Nach einem spannenden Morgen mit Selina Steinmann von Migros zum Thema ‚Gesundheitsinitiative’ sind wir auch am Nachmittag im Bereich Retail geblieben und begrüssten Oliver Brunschwiler vom Trend-Unternehmen ‚Freitag’. Vor seinem Wechsel zu Freitag war Oliver für verschiedene Marketingagenturen unterwegs. Seit nun 3 Jahren ist er verantwortlich für die Wachstums- sowie Differenzierungsstrategie mit dem Ziel die Markenbekanntheit weiter zu erhöhen.

Erste spannende Einblicke von Oliver liessen schnell darauf vermuten, dass Freitag ein spezielles Unternehmen ist. Dies liess daraus erkennen, dass beispielsweise Freitag die Unternehmensführung der Holocracy verfolgt. Hierbei wird die Entscheidungsfindung, anders als bei traditionellen Management-Hierarchien, auf sich selbst organisierende Teams verteilt. Somit wird das Unternehmertum und die Eigenverantwortung gefördert.

Freitag konzentriert sich auf Städte und sucht dabei jeweils eine spezielle Location, wo heute vielleicht noch etwas weniger Traffic ist, Freitag jedoch ein Potential zu einem Trendquartiert sieht. Sowie beispielsweise der Freitag-Turm bei der Hardbrücke.

Danach ist Oliver mit uns in die DNA von Freitag eingetaucht und erörterte uns, was die zentralen Werte bei dem Unternehmen sind. So steht im Kern des unternehmerischen Handels immer die Frage ‚Warum etwas getan wird’ und nicht wie oder was sie erreichen wollen. Das heisst, die Produkte von Freitag verfolgen nicht nur einen Zweck, sondern wollen darüber hinaus immer etwas intelligenter werden. Das Unternehmen nimmt alte Materialien und haucht durch innovative Ansätze ein neues Leben ein. Dabei verfolgen sie den Ansatz von Simplexity, wonach sie ihre Produkte auf das Wesentliche reduzieren und das Überflüssige weglassen… Doch Qualität ist den Mitarbeitenden aus Freitag sehr wichtig und deshalb auch Bestandteil ihrer DNA. Au bei der Distribution differenzieren sie sich  klar von den anderen Marktteilnehmenden indem sie keine Werbungen schalten. Bei Freitag steht die Community im Mittelpunkt, worüber sie sich mit Ihren Produkten positionieren können (Own Media) oder anhand Mundpropaganda (Earned Media). Natürlich strebt auch Freitag unweigerlich und fortwährend nach mehr Rendite, diese wird jedoch immer wieder ins Unternehmen investiert. Der Unternehmenserfolgt hängt nach den Gebrüdern Freitag nur vom Erfolg der einzelnen Mitarbeitenden ab.

Freitag fokussiert sich auf zwei Geschäftsfelder: Zum einen biologisch abbaubare Textilien, wie z.B. Kleider und zum anderen die bekannten Taschen. Die Produkte von Freitag tragen dabei Namen von Comicfiguren, wie z.B. Kowalski oder Dexter

Nach dieser tollen Einführung waren wir begeistert und bereit loszulegen. Oliver hat uns eine Case Study mitgebracht, wo wir unser durch Marion Marxer vermitteltes Wissen direkt anwenden konnten. Bei dieser Case geht es um eine neue Freitag-Tasche, welche speziell für Studenten zugeschnitten ist. Dabei hat Freitag sich ein interessantes-Preismodell überlegt, welches sie im Markt testen wollen. Der Auftrag ist es eine Value Proposition mit einem entsprechenden Angebot auszuarbeiten. Weiter soll das Vermarktungskonzept ausschliesslich über owned und earned Media erfolgen. Marion gab uns für den Start wertvolle Tools an die Hand, wie z.B. der Innovation Circle, das Trend Canvas oder das Circle-Framework. 3….2….1…. und los geht’s!