Aus dem Unterricht des CAS Digital Leadership mit Dozent Adrian Zwingli @AZwingli berichtet Michel André Villoz (@MichelVilloz)

Heute ist der erste Tag mit ausschliesslicher Online-Präsenz für unser Lehrgang “CAS Digital Leadership”. Absolut passend für uns Digital-Leaders… um was geht es? Agile Leadership beschäftigt sich mit dem Führungsverhalten. Methoden wie Scrum, Design Thinking, Lean Startup, Customer Development haben Konzeptionell und Operativ bewiesen, dass sie im Rahmen der Digitalisierung eine zentrale Rolle einnehmen. Immer mehr KMU adaptieren diese Methoden, welche ihren Ursprung im agilen Start-Up Umfeld haben und feiern damit grosse Erfolge.

Was ist Agile Leadership (AL) ?

Agile Leadership. In Deutsch „agile Führung“, beschäftigt sich mit der Veränderung des Führungsverhaltens und des Führungsverständnisses einzelner Mitglieder innerhalb einer Organisation. Das Ganze basiert auf dem Motto: Führung durch Vorbild. Durch eine klare hierarchische Stufe ergeben sich klare Ziele und Vorgaben sowie auch Motivationsanreize für Mitarbeiter immer bestes zu leisten. Heutzutage wird es nur von einer modernen und nicht mehr klassischen Perspektive aus beobachtet. Dies bedeutet, Führungskräfte leben es nicht mehr vor, sondern machen es vor und zeigen wie es geht. Daher wird auch oft von Harmonisierung oder dem englischen Wort „Alignment“ gesprochen. Des Weiteren werden durch geschickte Prozesse und klar definierte Ziele eine Orientierung geschaffen, in denen sich die Mitarbeiter selbst und Ihre Ziele wiederfinden. AL beschäftigt sich mit dem Führungsverhalten innerhalb einer Organisation.

Was muss ein guter „Leader“ also mitbringen? Ein guter Leader sorgt für eine angenehme Atmosphäre, er schafft ein Umfeld indem seine Mitarbeiter sich gerne aufhalten und wieder zurückkehren. Ein klares Ziel vor Augen hilft bei einer dynamischen Veränderung am Markt auf Kurs zu bleiben. Alles diese Gründe umfassen also die „neuen“ Führungsprinzipien des Agile Leaderships.

Wie relevant ist das Agile Leadership für Unternehmen? – Das Prinzip beruht auf Zusammenhalt, Organisation und Struktur. Nur wer eine Organisation zusammenhalten kann, kann mit Ihnen Erfolg haben. Nach dem Motto: „Alle ziehen am selben Strang“. Insgesamt haben sich über die Zeit folgende Prinzipien etabliert:

Veränderung:

Angefangen mit dem ersten Prinzip liegt hier der Fokus auf Veränderung. Man will etwas verändern, aber man muss aufpassen wie und wann in welche Form dieses geschehen soll. „Taten sind besser als Worte“. Das ist eine umschriebene Regel, welcher jeder Leader verinnerlicht haben sollte.

Denkweise:

Das zweite Prinzip handelt von der Denkweise der Leaders. Demnach sind die Ergebnisse umso besser, je kreativer und qualitativer die Ideen sind. Hochqualifizierte haben einen breiteren Blickhorizont und treffen Entscheidungen aus mehreren Perspektiven kommend. Dabei spielt eine gute Priorisierung von Ideen eine umso wichtigere Rolle.

Feedback:

Das dritte Prinzip: Feedback, Feedback, Feedback: Nachdem die hochwertigen Ideen umgesetzt worden sind, muss der Kunde dem Leader seine Meinung über das Produkt im Rahmen eines kritischen Feedbacks geben. Nur durch das Feedback erkennt der Leader die Präferenzen des Kunden, die dann wiederum grossen Einfluss auf zukünftige Entscheidungen des Leaders hat. Man muss sich diesen Prozess in einem Loop vorstellen, welcher sich immer und immer wiederholt.

Einstellung:

Im Rahmen des vierten Prinzips versucht der Leader die Einstellung seiner Mitarbeitenden zu analysieren und zu bewerten. Der Vorteil liegt daran, dass durch das Wissen der Leader bestimmte Probleme bewusst verhindern kann, wenn er die Präferenzen seiner Mitarbeiter kennt. Es hilft ihm also wieder in seinem ganzheitlichen Entscheidungsprozess nachhaltig Entscheidungen zu fällen.

Ehrlichkeit:

Ehrlichkeit untermauert das fünfte Prinzip. Ein Leader soll besonders starke Beziehungen zu seinen Mitarbeitern pflegen und sich gegenüber Ihnen öffnen.

Führung:

Das sechste Prinzip stellt fest, dass Führung auf allen Ebenen innerhalb eines Unternehmens stattfinden muss.

Zusammenarbeit:

Das letzte und siebte Prinzip konzentriert sich auf die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern. Bereits früh in der Schule bekommt man dieses zu spüren. Wer im Team Zusammenarbeit wird eher Erfolg haben als individuell handelnde Personen. Durch die Brainstorming Methode werden viele verschiedene Gedanken schnell miteinander verknüpft. Hier liegt das Ziel auf einer effizienten & zunächst selbstständigen Ideenphase, welche dann später vor der Gruppe präsentiert werden. Man gibt jedem Mitarbeiter die Möglichkeit seine Ideen einzubringen.

Wenn man also diese sieben Prinzipien verfolgt erhält man eine gute Übersicht zum Thema Agile Leadership und wie man damit umgehen sollte. Agile Leader werden im Rahmen dieser Prinzipien eine Reihe von Skills abgefragt. Oftmals ist es ein „Learning – by – doing“, vielmehr aber auch eine Erfahrungssache. Nur wer viel in der Welt verschiedene Menschen aus verschiedenen Kulturen und Branchen geleitet hat, kann sich diese Eigenschaften aneignen. Management Praktiken auch nur gut, wenn sie von den richtigen Personen implementiert werden. Daraus folgt, dass die Ideen noch so gut sein können, jedoch die Umsetzung von einer unqualifizierten Führungsperson zu einer völligen Katastrophe bzw. zum Entwicklungsstillstand des Unternehmens führen kann.

Gezieltes Vorgehen um überzeugen zu können, erfordert höchste Vorsicht als auch Professionalität – ein weiterer Punkt des Agile Leaderships. Viele weitere Methoden sind mittlerweile heute dem Agile Leadership zugeordnet. Man kann sie auch einfache Unter- bzw. Teilprozesse nennen, da sie aus mehreren Perspektiven dem Agile Leadership helfen zu überleben. AL beschäftigt sich mit dem Führungsverhalten.

Externer Link zu SwissQ:

http://www.swissq.it

http://www.agileleadershipday.ch

in diesem Sinne: Taten start Worte