Aus dem Unterricht des CAS Digital Real Estate mit Maurice Grassau berichtet Patrick Sommer

Vorstellung – das Unternehmen Architrave

Architrave wurde 2012 von Dr. Benjamin Staude und Maurice Grassau gegründet. Als erstes Unternehmen hat Architrave einen Datenraum mit ausschliesslichem Fokus auf die Immobilienbranche entwickelt, der im gesamten Immobilien Life Cycle Mehrwert bietet. Die Lösung wird permanent zur Asset Management Plattform weiterentwickelt, die in Form von digitalen Assets sämtliche Gebäuderelevanten Daten zur Verfügung stellt. Architrave beschäftigt momentan 60 Mitarbeiter an den Standorten Berlin, Frankfurt/Main und Dresden. Zu den Kunden gehören 40 namhafte Asset Manager im deutschsprachigen Raum. Sie managen in der Lösung über 3100 Assets im Wert von 60 Milliarden Euro. Architrave ist PropTech des Jahres 2018.

Zu den Ausführungen von Maurice

Der Unterricht fing schon gut an: eine Schätzfrage mit wieviel Dokumenten wir im Asset Management eigentlich täglich konfrontiert werden. Kurzes Nachdenken und glatt verschätzt. Die Aussage, dass ein Asset Manager pro Tag im Schnitt 127 bekommt, die er sortieren, zuordnen und ablegen muss.

Aber Architrave hat die Lösung

Sie haben es geschafft, einen Datenraum bereitzustellen, der es einem ermöglicht, sämtliche Dokumente abzulegen. Der Upload der Dokumente wird über eine Programmierschnittstelle zum eigenen System sichergestellt. Im Datenraum wird für jedes Immobilien Asset ein Avatar generiert. Diesem sind alle dazugehörigen Dokumente angehängt. Dies stellt sicher, dass die Dokumente zentral an einem Ort abgelegt und die Informationen daraus leicht zu finden sind. Ein weiterer Vorteil bringt die Aktualität der Dokumente.

Rechtegesteuert kann man die Zugriffe vergeben, das stellt bei einem Besitzerwechsel sicher, dass nur Personen, die das Recht an den Daten haben, darauf zugreifen können. Das Programm liest Dokumente ein und klassifiziert sie. Aus den eingelesenen Dokumenten wird der Text extrahiert. Die Bearbeitungszeit für 5000 Dokumente beträgt 7 Minuten. Die Klassifizierung wird anhand von Trainingsdaten, Know How, Autokorrektur und die Vorverarbeitung zugeordnet, was es auf eine erstaunliche Genauigkeit von bis zu 97% bringt.

 

Es wäre ein extremer Mehrwert, wenn die Branche mehr mit anstatt gegeneinander schaffen würde. Die Daten sind durch Kooperationen viel besser genutzt und optimiert.

Nur wenn es die Branche gemeinsam angeht, funktioniert es auch!

Dann stellte sich noch die Frage, warum so viele PropTechs scheitern.

Bei vielen PropTechs liegt es daran, dass ihre Produkte nicht durchgedacht und noch nicht marktreif sind. Die PropTechs haben sich zu wenig mit dem Markt beschäftigt. Was der Kunde haben möchte, zu wenig hinterfragt.

Bei Architrave kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass ihnen das nicht widerfährt. Mit dieser Lösung und als PropTech des Jahres 2018 sind sie definitiv ein Player, von dem man noch öfter hört in diesem Segment.