Aus dem Unterricht des CAS Digital Real Estate mit Frank Bolten zum Thema „Blockchain & Revolution mit smarten Verträgen“ berichtet Victor Eisen

Blockchain – was ist das?

Unterrichtsbild: V.Eisen, 07.10.2017

Im Grunde ist die Definition relativ einfach: Blockchain ist die dezentrale Speicherung verschlüsselter Daten in aneinanderhängenden Datenpaketen.

Der folgende Film gibt eine einfache Erklärung: https://www.youtube.com/watch?v=m13mEw96nP8

Alle Daten werden gleichzeitig auf allen, sich im Blockchain Netzwerk befindlichen Rechnern gespeichert. Folglich wird eine gigantische Speicher- und Rechenleistung benötigt.

Die sogenannten «Miner» entschlüsseln den Grundcode des jeweiligen Blocks, ohne dabei Zugriff auf den privaten Schlüssel, also das private Passwort und somit auf die eigentliche Informationen zu erhalten. Für jeden entschlüsselten Block erhalten sie eine entsprechende Vergütung. Sie bestätigen dadurch lediglich, dass die enthaltenen Informationen tatsächlich vom jeweiligen Ersteller zu einem definierten Zeitpunkt erstellt und abgelegt wurden. Den Code stellen sie dem Netzwerk zur Verfügung, welcher durch die anderen Miner bestätigt werden muss. Wenn dies über 50% des Netzwerks tuen, wird der Block als Wahrheit anerkannt. Das heisst, erst wenn die Mehrheit die Richtigkeit bestätigt, hat der Inhalt Richtigkeit.

Diese Methode ermöglicht es, Daten absolut sicher abzulegen, da zum Ändern der Daten nicht nur ein einzelner Rechner oder Server gehackt werden muss, sondern mehr als 50% Rechner.

Möglichkeiten der Blockchain? Mietverträge? Zukunft? Wieviele nutzen das schon?

Bitcoin – die Mutter der Blockchain-Technologie

 

Bitcoins sind eine Kryptowährung, deren Transaktionen ausschliesslich über eine Blockchain, gehandelt werden. Aus diesem Grund geht man davon aus, dass Bitcoin die bislang einzige absolut sichere und nicht manipulierbare Währung der Welt gilt, welche auch nicht von Banken oder Regierungen beeinflusst werden kann.

Ein Bitcoin besteht im Kern aus einem Zahlungssystem und einer Geldeinheit, welche dezentral in einem Rechnernetz mit Hilfe eigener Software verwaltet bzw. geschöpft wird. Das System basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam verwalteten dezentralen Datenbank, in welcher alle Transaktionen in einer Blockchain aufgezeichnet werden. Die einzige Bedingung für die Teilnahme ist ein Bitcoin-Client oder die Nutzung eines diese Funktionalität bereitstellenden Onlinedienstleisters. Dadurch unterliegt das Bitcoin-System keinen geographischen Beschränkungen – außer der Verfügbarkeit einer Internetverbindung – und kann länderübergreifend eingesetzt werden.
Quelle: Axel Kannenberg: Kryptogeld-Regulierung in Deutschland: “Bitcoins fair behandeln”. In: heise online, 27. September 2014. Abgerufen am 9. Oktober 2014. 

Das ganze Thema Blockchain bringt viele Chancen aber auch Risiken mit sich. Zum einen ist es sehr sicher und je mehr Teilnehmer dabei sind umso sicherer und umso stabiler. Allerdings ist es natürlich alles virtuell vorhanden und kann daher nicht mit einem physischen Gegenwert hinterlegt werden.

In Zukunft wird sich dennoch die Entwicklung der Blockchains und Kryptowährungen weiterentwickeln und immer mehr in unserem Leben verankern.