Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management zum Thema Personal Branding mit Sven Ruoss berichtet Jenny Beeler:

Sich selbst zu einer Marke machen? Geht das? Und wenn ja, wie?
Antworten auf diese Fragen haben wir an einem spannenden Samstagmorgen von Sven Ruoss erhalten.

Will man positiv beeinflussen, was hinter seinem Rücken über einen erzählt wird, gilt es, gleich zu Beginn folgende Grundsätze zu beachten:

  • Erwartungen und Ansprüche müssen erfüllt werden
  • Die Inhalte dienen nicht bloss der eigenen Werbung, sondern müssen einen Nutzen für die Zielgruppe aufweisen
  • Personal Branding braucht Zeit und bedeutet Arbeit

Bevor man mit Personal Branding beginnen kann, muss man eine digitale Identität schaffen. Dies gelingt unter anderem, indem man auf entsprechenden Plattformen wie z.B. Xing oder LinkedIn präsent ist. Zur Identität gehört auch, sich zu entscheiden, wie man mit den folgenden acht Punkten umgeht:

  1. Relevanz (wie hoch ist der Nachrichtenwert?)
  1. Kinder (poste ich Bilder meiner Kinder?)
  1. Politik (äussere ich mich politisch?)
  1. Darstellung (zeige ich bspw. nackte Haut?)
  1. Erlaubnis (habe ich die nötige Erlaubnis, ein bestimmtes Bild zu posten?)
  1. Zeitpunkt (poste ich auch nachts, von einer Party?)
  1. Indiskretion (zeige ich meine Freunde auch in einer unvorteilhaften Situation?)
  1. Risiko und Mut (ich poste nur, was ich am nächsten Tag als Blick-Schlagzeile lesen möchte)

Hat man seine Identität bereit, sollte man sich überlegen, wer (Zielgruppe) womit (Inhalte) angesprochen wird. Wo will ich Experte sein? Wo habe ich den grössten Nutzen für meine Zielgruppe? Sinnvollerweise befindet sich dies im „sweet spot“.

sweetspot

Die Inhalte können in verschiedensten Formen produziert werden: Powerpoint-Präsentationen, White Papers, Videos, Podcasts, etc. Der Königsweg ist aber der Blog. Auch wenn ein Blog eine der aufwändigsten Plattformen ist, so bietet er doch auf längere Frist am meisten Mehrwert. Man kann sich als Experte für ein Thema unabhängig präsentieren und es besteht die Chance, Anfragen für Referate, Workshops etc. zu erhalten.

Die Identität und die Inhalte nützen einem aber noch nichts, wenn man sie nicht verbreiten kann. Hier kommen die Beziehungen ins Spiel.

The new global currency isn’t made of paper, it’s made of relationships. Are you ready?
(Rohit Bhargava)

Wer gehört werden will, muss unter Leute. Man sollte sich Communities aussuchen, in welchen man sich einbringen kann und von welchen man profitiert. Das Wissen soll mit anderen Menschen geteilt werden.

Beachtet man die obenstehenden Punkte, ist man auf dem besten Weg, einen starken Personal Brand zu entwickeln. Ein starker Personal Brand ist:

  • fokussiert
  • authentisch
  • einzigartig
  • motivierend
  • klar
  • persistent
  • ehrlich

Wie bei jeder anderen Marke sollte man auch sich selbst überwachen. Z.B. mit Klout Score.

Und zum Schluss: Setzt man alles zusammen, erhält man das „Business Model You“.

Business Modell You