Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management schreibt Jan E. Bolte:

Man möchte vermuten dieses HR-lastige Thema vorgetragen vom ganz in Schwarz gekleideten Leiter Personalmanagement der VBZ, verspräche nicht den spannendsten Samstagnachmittag. Nun, das Gegenteil ist eingetroffen. Mit seinem wohl platziertem verschmitzten Kichern zog uns Jörg Buckmann schnell in seinen Bann.

Während man mit Facebook eher das private Netzwerk pflegt, führt an den zwei bekanntesten berufsorientierten Netzwerken „LinkedIn“ und „Xing“ für die gezielte Verknüpfung mit Geschäftskontakten eigentlich kein Weg mehr vorbei. Allein in der Schweiz sind 850’000 respektive 500’000 User registriert. Einige interessante Grafiken in diesem Artikel zeigen die Verbreitung dieser Netzwerke in Europa auf. Zu anderen Netzwerken gehören beispielsweise Rezonance in der Romandie, Viadeo in Frankreich oder Tianji, sowie Ushi in China.

Wie dem auch sei, die Empfehlung lautet auf beiden Netzwerken ein Profil anzulegen. LinkedIn englischsprachig für die internationale Bühne, Xing deutschsprachig für das Netzwerken in der DACH-Region.

In der Diskussion wurde schnell klar, wofür die meisten diese Plattformen nutzen und wie mit diesen umgegangen werden sollte; wie eine Kontaktanfrage angenommen oder freundliche abgelehnt wird und wie man selber richtig anfragt. Wichtig ist, diese virtuelle Visitenkarte aktuell zu halten und sich mit regelmässigen Profiländerungen das Umfeld einen wieder in Erinnerung rufen zu lassen. In Themengruppen können gemeinsame Interessen verfolgt werden, wobei man sich selber auch gut vermarkten und positionieren kann.

Xing und Kununu

Xing bindet als exklusiver Kooperationspartner von „Kununu“ noch die mit 475’000 Arbeitgeberbewertung grösste Plattform in diesem Bereich im deutschsprachigen Raum. Mit Kununu werden Unternehmen als Arbeitgeber von Usern, sprich Mitarbeitenden, bewertet. Es hat an sich keinen Netzwerkcharakter, bietet Unternehmen aber die Chance zu Bewertungen Stellung zu nehmen und sich als Arbeitgeber zu positionieren. Kununu stellt einen Kontaktpunkt im Netz her, über welchen eine Firma unter Beweis stellen kann wie sie mit Kritik aus den eigene Reihen umgeht. Auf Xing werden damit die Firmen und Stelleninserate mit Informationen zu Bewertungen und bestätigte Mitarbeiterleistungen angereichert. Zusammen mit der Information, wen man aus den eigenen Kontakten bereits in einem Unternehmen kennt, ergibt sich für die Jobsuche ein ziemlich überzeugendes Tool.

Jörg Buckmann hat uns mit seinen Ausführungen klar gemacht, wie sich Human Resources Management ändert und wie wichtig dabei das persönliche professionelle Reputationsmanagement ist. Es sind einerseits neue Kompetenzen für Personalerinnen und Personaler gefragt; sie müssen lernen mit dem Verlust der Kommunikationshoheit umzugehen. Andererseits verlangt das Social Media Recruiting von den Fachkräften, neue Medien und Business Netzwerke als Chancen für das Personalmarketing zu ergreifen und zu nutzen.

Mitarbeitersuche

An diesem Samstagnachmittag hat uns Jörg Buckmann mit Witz und Überzeugung die Wertigkeit dieser Plattformen vor Augen geführt. Wäre schön, wenn wir in Kontakt bleiben könnten.