Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management schreibt Jürgen Deininger:

 

Mit der zunehmenden Digitalisierung pflegen wir nicht nur private Beziehungen über Social Media Plattformen, sondern verknüpfen auch geschäftliche Kontakte. Business-Kontakte können wir im Netz gezielt aufbauen und pflegen.

Wie das am besten geht und wie auch HR-Spezialisten die Business Networks für’s Recruiting benutzen, zeigte uns Jörg Buckmann (im Bild), HR-Verantwortlicher bei den VBZ, den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich.

 

XingMarktführer im deutschsprachigen Raum ist Xing. Xing wurde vor zehn Jahren in Hamburg gegründet und ist mit weltweit zwölf Millionen Usern recht dick im Geschäft, davon sind zirka eine halbe Million aus der Schweiz. Für die internationale Geschäftswelt ist LinkedIn das Mass aller Dinge. Dieses Business Network wurde ebenfalls 2003 gegründet und hat weltweit zirka 200 Millionen User, davon sind etwa 850’000  aus der Schweiz.

 

Jörg Buckmann empfiehlt, Profile auf beiden Plattformen anzulegen, aus zeitlichen Gründen mache es jedoch Sinn nur ein Profil pro-aktiv zu bewirtschaften. Für’s persönliche Branding bietet Xing ausführlich Platz für den schulischen und beruflichen Werdegang. Hier kann man sich als Experte/in positionieren indem man sich in den Gruppen engagiert. Gruppen kann ohne Hürde beigetreten werden, oder aber man gründet auch eine eigene. Und natürlich sind Jobanfragen möglich.

Eine vernünftige Kontaktstrategie ist das A und O in Business Networks: Wie frage ich einen neuen Kontakt an, wie lehne ich jemanden ab? Mögliche Vorgehensweise: zuerst bereits bestehende Kontakte online verknüpfen und anschliessend neue, noch unbekannte Kontakte höflich anfragen. Sollte eine Anfrage eher unpassend sein, darf man auch freundlich ablehnen. Jörg Buckmann meinte, er persönlich nehme Anfragen an, wenn er die Person mindestens einmal auch offline gesehen habe.

Aufgrund der demografischen Veränderungen – Stichwort Überalterung der Gesellschaft und fehlende jüngere Arbeitskräfte – ist Xing auch für Unternehmen interessant: Beim Recruiting kann es sich als attraktiven Arbeitgeber präsentieren oder Stelleninserate aufgeben.

Apropos Unternehmen: Das noch junge Portal Kununu erlaubt es Usern, Unternehmen analog z.B. Hotels zu bewerten. Firmenchefs und HR-Verantwortliche sollten diese neue Art der Unternehmensbewertung unbedingt im Auge behalten um zu vermeiden, dass negative Kommentare über ihre Firma unkommentiert im Netz kursieren.

 

Die Tweets of the Day zeigen, wie einfach Networking über Social Media geht: