Aus dem Unterricht des CAS Multichannel Management mit Marion Marxer berichtet Oktay Alan:

Nach einem spannenden und interessanten Morgen wurde am Nachmittag der langersehnte Study Case in Angriff genommen. Diese Fallstudie ist über vier Module aufgeteilt und erlaubt den Studierenden, den gesamten Multichannel-Prozess mit all seinen Facetten durchzuspielen.

Die Aufgabenstellung

Ziel ist, eine innovative und strategische Kooperationsmöglichkeit für die erfolgreiche Schweizer Firma «Freitag» auszuarbeiten.

Vorgehen

In Gruppen aufgeteilt, werden an vier Workshops die Ideen ausgearbeitet, vertieft und zuletzt präsentiert. Jeder Workshop beinhaltet Tagesziele, welche für die Gruppe als Leitfaden dienen und zu erreichen sind.

Tagesziele vom Samstag, 9.4.:

  • Shortlist von möglichen Kooperationspartnern mittels Consumer Trend Canvas identifizieren
  • Erster Entwurf Marketing-Essenz
  • Erste Gedanken zu Touchpoints

Tagesziele vom Freitag, 20.5.: Briefing durch Oliver Brunschwiler (Marketingleiter von «Freitag») mit Fokus auf Evaluation/Auswahl der Kooperationspartner und entsprechende Anpassung der Marketing-Essenz.

  • Evaluation Kooperationspartner und Produkt
  • Marketing-Essenz überarbeiten
  • Konzept-Ansatz mit Creative Rational

Tagesziele vom Samstag, 21.5.: Im Fokus stehen die Touchpoint Selection, die Basic Configuration und das Touchpoint Design mit KPIs.

  • Prototype Kampagnen-Architektur

Tagesziele vom Freitag, 17.6.: Beim letzten Workshop stehen die Präsentationen der ausgearbeiteten Ideen und/oder Innovationen im Zentrum.

  • Inhaltliches und fachliches Feedback durch Oliver Brunschwiler

Case Study «Freitag» – Chapter one

Im untenstehenden Text wird nun der Erfahrungsbericht von Gruppe IV geschildert.

1. Canvas – Quo vadis?
Nach einer tiefgründigen Unternehmensrecherche haben wir uns in erster Linie auf die Werte und ideologischen Aspekte von «Freitag» als globales Unternehmen fokussiert. Das Unternehmen «Freitag» verfolgt eine bestimmte Strategie, wie es seine Produkte positioniert, und hat klare Wertvorstellungen für die Firma bestimmt. Diese «Principles» sind in einem vertraulichen Booklet gesammelt und nicht für die Öffentlichkeit einsehbar. Dabei sind Stichworte wie Nachhaltigkeit und Ökologie wichtige Begriffe für das Unternehmen. Die Produkte sollen aus rezyklierbaren Materialien bestehen und eine hohe Funktionalität aufweisen – was nicht nötig ist, soll weggelassen werden! Die Produkte sollen durchaus einen non-konformistischen Ansatz aufzeigen. «Freitag» ist 1993 von den Grafikdesignern und Brüdern Markus und Daniel Freitag gegründet worden. Sie beschäftigen rund 160 Mitarbeitende und produzieren 300’000 Produkte jährlich.

Nachdem klar war, welche Werte zu berücksichtigen sind, haben wir im Brainstorming-Verfahren Ideen gesammelt und ausgetauscht. Spannend beim Brainstorming war der virale Effekt, wie sich die Gruppenmitglieder gegenseitig zu neuen Ideen anspornten. Letztlich konnten wir mittels Canvas-Modell (Blog Consumer Trend Canvas) unsere «Short List» von Kooperationspartnern und innovativen Produkten bestimmen.

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2. Entwurf Marketing-Essenz
Nachdem die Kooperationspartner ermittelt wurden, stiessen wir vor zur Marketing-Essenz. Als Hilfsmittel hatten wir die untenstehenden Raster zu Verfügung. Dabei wird nur die Essenz festgehalten mit dem Fokus auf Circles (Segmente), Insights, Value Proposition und Inspirationen.

Marketing Essenz

3. Erste Gedanken zu Touchpoints
Abgeleitet von den Informationen aus der Marketing-Essenz haben wir eine allgemeine Evaluation der Touchpoints gemacht. Mögliche Touchpoints sind Social Networking & Dating, Online, Mobile und Local Based (standortbezogene Dienste).

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Voller Zuversicht schauen wir auf den nächsten Workshop und sind gespannt auf die Weiterentwicklung!

To be continued …