Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management schreibt David Biedert:

Am offiziell letzten Blog-Tag des SMM 2013/2 Semesters war das Thema die Strategie und der Auftritt von Geberit im Social Web unter der Leitung von Olaf Grewe. Während Geberit bis 2012 nicht auf Social Media setzte, hat es in der Zwischenzeit die digitale Welt entdeckt und setzt Apps gezielt für den Sales Prozess sowie als Informationskanal erfolgreich ein.

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Das Traditionsunternehmen (seit 1874), welches das Monopol bei den Sanitäranlagen im B2B-Bereich bei knapp 90% hat, tritt auf Facebook sowohl mit einer Seite für die Endkunden wie auch für Sanitärfachleute in Erscheinung. Mit dieser Aufteilung können Inhalte je nach Zielgruppe (B2B/B2C) kanalisiert werden. Auch der Youtube-Channel wird vorbildlich genutzt und zählt bereits über 400 Abonnenten, was für ein B2B-Unternehmen sehr respektabel ist.  Hier werden primär zahlreiche Videos über ihre Unternehmenskultur, aber auch Hintergrundinformationen zum Geschäft oder Wissenswertes für die Installationsarbeiten der Fachleute in englischer und deutscher Sprache gezeigt. Während Olaf Grewe in Google+ kein Soziales Netzwerk sondern viel mehr ein soziales Nervensystem der neuen Version von Google sieht, setzt das Unternehmen auf die eigene sehr erfolgreiche Geberit ProApp. Alles, was Geberit bietet, können Handwerker auch im Handy jederzeit via App dabeihaben. Neben der Auflistung von sämtlichen Ersatzteilen und Umbausets unterstützt die App den Installateur mit vielen nützlichen Informationen und Arbeitshilfen.

Eine zentrale Frage des Tage, die uns in diversen Kurzübungen beschäftigte, war zum einen die Unterscheidung zwischen B2B und B2C Kommunikation sowie zum anderen das Zusammenspiel von global und lokal. Die Gruppen kamen dabei zum Schluss, dass es wohl für Geberit Sinn macht, den Fokus primär auf B2B zu richten und mit dem richten Tool sowie Social Media Plattform (Facebook, Youtube oder Google+) eine starke Community aufzubauen. Technisch ist Geberit in den Kanälen bereits sehr gut aufgestellt, jedoch fehlt es z.B. anhand von Praxisbeispielen noch an einer emotionalen Komponente. Da das Global Management primär damit beschäftigt ist Synergien aufzubauen, die Marktwarnehmung zu steuern und den Dialogaustausch mit dem lokalen Bereich zu fördern, ist der Aufgabenbereich im lokalen Bereich das Führen und der Informationsaustausch mit dem Markt selber.

Flipchart Google

Die letzte und grösste Gruppenarbeit über Zielgruppenansprüche sowie der Einsatz von Google+ (Ergebnisse siehe oben) schloss den interessanten Tag ab. Es wurde uns ein gutes Beispiel aufgezeigt, wie auch ein B2B-Produkt innerhalb kurzer Zeit im Bereich Social Media integriert und erfolgsversprechend eingesetzt werden kann.