Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management mit Angie Born berichtet Simone Orsinger:

Im heutigen Blogbeitrag lernt ihr, was „Content Curation“ ist und wieso das Kuratieren von Inhalten ein gutes Werkzeug für die Content-Marketing-Strategie sein kann. Die Tipps und Tricks der Dozentin Angie Born werden durch weitere Experten-Meinungen ergänzt und mit Praxisbeispielen veranschaulicht.

Was ist Content Curation?

Content Curation bedeutet das Sammeln, Organisieren und neu Aufbereiten von fremden Informationen zu bestimmten Themen. Bildlich kann man dies mit einem Sommelier vergleichen. Dieser orientiert sich bei der Auslese eines passenden Tropfens anhand des persönlichen Geschmacks und Vorlieben (Sammeln von Informationen). Diese Informationen ordnet er mit seinem Fachwissen ein (Organisieren von Informationen) und macht am Schluss eine Empfehlung (neue Aufbereitung von fremden Informationen).

Wieso wende ich Content Curation an?

Die Experten des Blogbeitrags „Content Curation: Experten verraten, wie es richtig geht!“ bringen es auf den Punkt: Beim Kuratieren geht es nicht darum, Inhalte zu bestimmten Themen bequem zusammenzutragen und diese unangetastet und ungefiltert weiterzugeben. Es geht vielmehr darum: „Sichtweisen und Stellungnahmen anderer Experten zu einem Thema zu präsentieren und auf diese Weise euren Inhalt mit Mehrwert anzureichern.“

Wie kuratiere ich?

  1. Inhalte finden
  2. einordnen
  3. verteilen

Man nehme fremde Inhalte von News-Seiten, Blogs, Potcasts etc. und fügt diese als Bereicherung – verlinkt zur Originalquelle – zu den eigenen Inhalten hinzu. So erhält das Zielpublikum einen wunderbaren Perspektivenwechsel.

Praktische Hilfsmittel

Um beim Zusammentragen von fremden Inhalten den Überblick nicht zu verlieren, könnt ihr verschiedene Tools anwenden:

  • feedly.com: Ein RSS-Reader, der immer die aktuellsten Artikel zum Suchwort liefert.
  • getpocket.com: Dient als Linkablage. Hier arbeitet man auf einzelner Artikelbasis.
  • refind.com: Die „Lies mich später“-App. In dieser App können Links abgelegt, kategorisiert und unterteilt werden.
  • instapaper.com: Artikel, Videos etc. können mit einem Klick hier gespeichert und verwaltet werden.

Was ist wichtig beim Kuratieren?

Die gefundenen Quellen müssen immer auf Echtheit und Qualität überprüft werden. Zudem gilt es, sich folgende Fragen zu beantworten:

  1. Länge des Artikels: Hat der Inhalt genug Tiefgang?
  2. Quellen/Referenzen: Ist die Studie benannt und seriös?
  3. Impressum: Kenne ich die Kontaktangaben von Autor, Absender etc.?

Für wen und wo kuratiere ich?

Beim Kuratieren ist es sehr wichtig, seine Zielgruppe zu kennen. Stellt euch folgende Fragen im Vorfeld:

  • Was ist für eure Zielgruppe relevant?
  • Auf welchen Kanälen wollt ihr den Content teilen?
  • Stimmen Zeitpunkt und Format?
  • Besteht überhaupt Bedarf, und wenn ja, wo?
Content Verteiler

Sind die Inhalte fertig erstellt, geht es an die richtige Verteilung. Hierbei orientiere ich mich an den Kanälen, wo meine Zielgruppe zu finden ist. Der Einsatz von diversen Tools ist auch hier empfohlen. Talkwalker, Buffer und Hootsuite eignen sich wunderbar für ein einfacheres Channel-Management.

Erfolgsmessung

Auch der Erfolg von kuratierten Inhalten lässt sich mit sogenannten BI Tools wie statsbot, Google Analytics oder mixpanel messen.

Welchen Mehrwert hat nun Content Curation für das Unternehmen?

Der Einsatz von Content Curation kann euch helfen, von euren Lesern als Experten wahrgenommen zu werden. Dies stärkt wiederum das Markenimage und die Kundenbindung. Aber klärt zuvor ab, ob das Kuratieren von Inhalten für eure Zielgruppe überhaupt Sinn macht.