Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management mit Philipp Sauber berichtet Nadine Gloor:

Ein einfaches Plakat zeigt Content Marketing dem Betrachter, dass der Käse XY der beste überhaupt ist. Beim Content Marketing läuft das etwas anders. Die Leserin z.B. eines Blog-Artikels lernt beim Lesen, dass der Käse XY der beste der Welt ist. Dies ist der Grund für den Erfolg von Content Marketing.

Philipp Sauber von INM hat uns das Thema Content Marketing nähergebracht. Er ist auf insgesamt acht Punkte eingegangen, welche im Zusammenhang mit Content Marketing wichtig sind. Grundsätzlich gilt, dass sich ein Blog ideal als Content-Gefäss eignet.

  1. Strategie: Für guten Content braucht es ein Fokusthema. Dieses sollte an die Unternehmensstrategie angelehnt sein. Anschliessend wird ein Redaktionsplan aufgesetzt sowie bestimmt, über welche Kanäle der Content geteilt wird. Zudem werden KPI’s,  Ziele und Zielgruppen (z.B. mit Hilfe von Personas) definiert.
  2. Technik: Hinter einem Blog steht ein CMS, ein Content Management System, wie z.B. WordPress. Bei der Wahl eines CMS sollte v.a. darauf geachtet werden, dass es einfach und verständlich ist, auf Open Source basiert, ein zuverlässiges Release-Management sowie ein gutes Hosting mit skalierbarer Bankbreite hat, sich in Social Media einbinden lässt und dass die Overall-Performance stimmt. Gut ist eine HTTPS-Zertifizierung, da dies einerseits eine sicherere Verbindung ermöglicht und andererseits das Ranking bei Google verbessert.
  3. Design und Front-End: Mobile First oder mindestens Responsive Design sind längst Pflicht. Deshalb sind die Gliederung und die Länge des Contents ebenfalls wichtig. Der Text darf nicht zu lang sein und ist im besten Fall mit Akkordeons oder Ankern ordentlich strukturiert.
  4. Texten: Um Ideen für Texte zu finden, eignet sich eine Keyword-Analyse. So können die relevanten Keywords gleich in den Text eingearbeitet werden. Google arbeitet mit einer semantischen Suche. Der Text sollte idealerweise Fragen beantworten, die die User stellen könnten.
  5. SEO: Wie bei einer Website sind auch Faktoren wie Backlinks, Meta-Descriptions, Title Tags, Barrierefreiheit usw. wichtig für den Ranking-Faktor eines Blogs.
  6. Social Media: Es gilt: Ohne Content kein Sharing. Und man sollte den Usern das Sharen erleichtern, z.B. mit Social Media Buttons auf dem Blog.
  7. Content: Guter Content ist emotional, authentisch, transparent, einzigartig, inspirierend und persönlich. Es kann nach dem COPE Grundsatz gehandelt werden: Create once, publish everywhere. 1’000 Worte pro Text sind gut und Bilder sagen mehr als 1’000 Worte – allerdings sollten die Bilder etwas aussagen. Rechtschreibung ist Pflicht, ebenso wie ein Call2Action. Videos bringen nachweislich langfristig Traffic. Drei Stufen führen zu gutem Content:
    • Stufe 1: Lockmittel (Zitate, Tipps, Fotos…)
    • Stufe 2: Substanz (Checklisten, How-To’s, Anleitungen…)
    • Stufe 3: Prunkstück (Infografiken, Bilder, Videos…)
  8. Analytics: Um zu lernen, muss gemessen werden. Deshalb gehört die Analyse der zuvor definierten KPI’s zwingend dazu.

Jetzt bleibt nur noch eines zu sagen: Viel Spass und Erfolg beim Blog-Artikel schreiben!