Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management zum Thema Corporate Blog mit Karin Friedli berichtet Iris Blättler:

Ein Definitionsversuch

Der grundlegende Unterschied von einem Blog zu anderen Websites liegt darin, dass ein Blog artikelbasiert aufgebaut ist. Die Seite setzt sich aus Artikeln zusammen, sie ist dynamisch und der neuste Eintrag ist immer zuoberst. Jeder Blogeintrag sollte auf anderen Social Media Plattformen teilbar sein (idealerweise stehen die relevanten Share-Links unter jedem Beitrag). Auf einem Blog bleiben auch alte Blogposts erhalten, ganz im Gegensatz zu einer statischen Seite. Ein Blog muss responsive sein und er sollte die Möglichkeit haben, Ads zu integrieren. So kann sich ein Blog refinanzieren. Damit Sharing gut funktioniert, sollte man mit Permalinks arbeiten. Dadurch werden die Leser direkt auf den relevanten Beitrag verlinkt. Auf einem Blog gibt es Kommentarfunktionen. Denn ein Blog ist ein Dialogversprechen. Und: Keine Kommentare zuzulassen ist auch eine Aussage!

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Oftmals besteht eine Angst vor Kommentaren.
Entwarnung: Es wird nie so schlimm wie man es erwartet!

Ein Blog widmet sich einem bestimmten Thema und gibt die persönliche Meinung des Autors wider. Es ist subjektiver als eine klassische News-Seite. Die Nähe zum Leser wird durch eine direkte Sprache erreicht. Wichtig ist, dass auf einem Blog regelmässig etwas passiert. Es werden regelmässig neue Posts veröffentlicht. Übrigens: Deshalb mag Google Blogs, denn aktuelle Inhalte werden hoch gewichtet. Gibt es Aktivität auf einer Seite, d.h. passiert immer wieder etwas, dann findet das Google interessant. Ein Blog hat mehr Traffic als herkömmliche Websites.

My home is my castle

Wir haben heute so viele Möglichkeiten, uns via Social Media kundzutun. Wofür also brauchen wir also überhaupt noch Blogs?

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Ein Blog ist ein Zuhause für unseren eigenen redaktionellen Inhalt. Wir entscheiden, wie lange ein Text ist. Wir haben die technologische Kontrolle, sind unabhängig. Wir sind frei in der Gestaltung, entscheiden selber über statische und dynamische Inhalte.

Wir sprechen von unserem eigenen Zuhause. Und genau so vielfältig wie Häuser sind, so vielfältig sind auch Blogs. DAS Blog gibt es nicht. Ein klassisches Blog ist umgekehrt chronologisch aufgebaut, d.h. der neuste Artikel erscheint immer zuoberst. Daneben gibt es Blogs, die sind magazinartig gestaltet.

Was man nicht tun sollte bzw. was ein Blog NICHT ist

Das Wichtigste ist, dass einem Blog ein Konzept zugrunde liegt.

Daher gilt: keine Schnellschüsse! Ein Blog sollte nicht einfach von heute auf morgen lanciert werden. Es braucht (eine) verantwortliche Person(en). Kontinuität und Regelmässigkeit sind enorm wichtig. Das Thema Ressourcen ist ein Knackpunkt. Genug hat man sowieso nie, den mehr geht immer.

Ein Blog sollte KEIN Promoinstrument (keine reine Produktwerbung) sein. Es sollte dem Leser einen Nutzen bringen.

Und worum geht es wirklich?

Content – content – content!

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Für wen schreibe ich?

Für welches Problem?

Was haben meine Leser davon?

Was soll es bewirken?

Je nachdem, was man mit einem Blog erreichen will, muss man an einem anderen Punkt des Entscheidungsprozesses ansetzen.

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Will man potenziell neue Kunden ansprechen, so gilt es bei der Awareness anzusetzen, mit seinen Lesern eine Idee teilen. Will man hingegen jemanden erreichen, der im Entscheidungsprozess schon weiter ist, so schreibt man anders.

Und nach dem Veröffentlichen?

Sharen – sharen – sharen!