Vom vierten Tag der Silicon Valley Tour in San Francisco – im Rahmen des CAS Digital Leadership – berichten Peter Herger und Kristian Kleiber.

Es ist Swiss Day am vierten Tag der Study Tour in San Francisco. Wie ist die Schweiz im Silicon Valley vertreten und wie werden Schweizer Unternehmen unterstützt? Diese und noch viel mehr Fragen werden heute beantwortet. Zudem steht am Abend ein äusserst interessanter Event an, also stay tuned und unbedingt weiterlesen. 

Swiss Business Hub

Der Morgen eröffnen Karine Wittmer und Josephine Graf vom Swiss Business Hub in San Francisco. Der Swiss Business Hub hat in den USA verschiedene Standorte hat und drei Personen sind in San Francisco.

Die Aufgabe des Swiss Business Hub ist zum einen Türöffner für Schweizer und Liechtensteiner Firmen in den USA und in 20 weiteren Ländern weltweit zu sein und gleichzeitig machen sie Standortmarketing für die Schweiz, mit dem Ziel Firmen für Investitionen in der Schweiz zu motivieren.

Der Schlüssel um in den US Fuss zu fassen ist in erster Linie das Kommitment und zwar ein nachhaltiges. Die US sind ein harter Markt, den man gut kennen muss. Man muss seine Mitbewerber kennen und man braucht gut ausgebildete Personen, die das Produkt kennen, um auch einen Kundenservice zu bieten. Die Verfügbarkeit von Personen und Produkten muss jederzeit, 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag, gewährleistet sein. Dieser Markteintritt wurde an einem Beispiel eindrücklich erläutert. Dies konnte unsere Kommilitonin Christina Kistler aus Ihrer Erfarhung mit Kägi in Asien bestätigten.

atlasGO

Als nächster Gastreferent tritt Olivier Käser, Co-Founder von atlasGO, auf die Bühne. Nach seiner Lehre sowie rund 9 Jahre Arbeit bei der Swiss Re, absolvierte Olivier den Zivildienst in einem internationalen Projekt in Kambodscha wo er ein Bookbridge-Lernzentrum mit aufbauen durfte. Diese Erfahrung prägte Olivier und sollte noch einen starken Einfluss auf seine spätere Idee haben.

Nach seinem sozialen Einsatz in Kambodscha, zog der ehemalige Bachelor-Student der HWZ nach San Francisco um sein Master-Studium zu absolvieren. Mit seinen Studienkollegen gründete Olivier das startup atlasGO. Die Idee hinter atlasGO ist, dass Menschen und Mitarbeitende, währenddem sich diese sportlich betätigen, Geld für verschiedene non-profit-Unternehmen, sogenannte NGO’s, sammeln. Mit dieser Idee möchte atlasGO, dass Unternehmen und ihre Mitarbeitenden, aber auch Privatpersonen, ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahrnehmen (Stichwort Corporate Responsibility). 

Das Ziel bzw. die Vision von atlasGO: “The world’s leading fitness for good movement”

Ein super spannendes Unternehmen für einen guten Zweck, also App herunterladen und los gehts: atlasgo.org

Swissnex

Swissnex ist das nächste Unternehmen, welches den Weg zu unserer Homebase «The Vault» gewagt hat. Benjamin Bollman, Debuty CEO und Head of Science & Academic Programs ist bei uns und erklärt uns die Aufgabe von Swissnex. Das Swissnex Netzwerk verlinkt die Schweiz in Bildung, Forschung und Innovation in der ganzen Welt.

Das Swissnex Netzwerk ist eine Initiative des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation und ist Teil des Aussennetzes des Bundes, unter der Federführung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten. Die Tätigkeiten des Swissnex-Netzwerks gründen in einem kooperativen Ansatz sowie auf öffentliche und private Partnerschaften und Finanzierung. Die Niederlassung in San Francisco wird vom Bund gemietet und ist ein Teil des Schweizer Konsulats. Sie  dient auch als Co-Working Space für Schweizer Unternehmen, allerdings nur für Forschung und Ausbildung, nicht für Sales. Das Angebotvon Swissnex ist sehr breit und entsprechend ist es schwierig, genau zu definieren, was Swissnex genau ist.

Swissnex arbeitet auch eng mit dem Swiss Business Hub zusammen und so entstehen viele Synergien für eine starke Präsenz der Schweiz in San Francisco und dem Silicon Valley. Zum Abschluss machten wir einen Abstecher um Swissnex vor Ort zu sehen, ein sehr eindrückliche Lokalität.

Silicon Foundry

Nach dem Mittagessen querten wir San Francisco und durften wieder erfahren, wie nah alles zusammen ist. Ludovic Ulrich, Partner von Silicon Foundry begrüsst uns in ihren eindrücklichen Räumlichkeiten. Silicon Foundry ist eine Innovationsberatung Plattform, die mit ausgewählten führenden globalen Unternehmen zusammenarbeitet und gleichzeitig als Ressource für die gesamte Start-up- und Investment-Community dient. Das Unternehmen hilft also anderen Unternehmen in Amerika Fuss zu fassen, dieses in Amerika bekannter zu machen sowie ein entsprechendes Ökosystem aufzubauen. Dabei agiert Silicon Foundry als Koordinationsstelle zwischen allen verschiedenen Parteien wie Startups, Unternehmen, Investoren (VC’s) etc.. Das Unternehmen betreut Kunden aus sämtlichen Branchen und berät diese über alle möglichen Technologien. Bekannte Kunden sind unter anderem Royal Bank of Scottland (RBS), Ford, Ernst&Young und Deutsche Telekom.

Okera Inc.

Verantwortungsvoll mit Daten umzugehen, ist die Mission von Okera.  Wir treffen Amandeep Khurana, CEO und Co-founder im Co-Workingspace von WeWork in San Francisco. Verschiedene Stakeholders haben verschieden Ansprüche an Daten. Die Ansammlung von vielen Daten sind zusammen ein Data Lake. Diese sind spannend für all die neuen Big Data Ideen, diese sind jedoch oft sehr individuell und verstreut, was es jedoch schwierig macht, diese Daten zu nutzen.

Okera demokratisiert den Zugang zu den Daten und schaut gleichzeitig, dass der Datenschutz gewährleistet ist. Dafür bieten sie einfache und schnelle Schnittstellen (APIs), welche mit dem vom Anwender favorisierten Tool angesteuert werden kann. Gleichzeitig befolgt es Regeln, damit der Schutz und die Regeln der Unternehmung gewährleistet wird. Zum einen basiert auf Rollen und einem entsprechende skalierbaren Managementtool und zum anderen auf einer Logik, welche sensible Daten erkennt und vorsorglich schützt.

PlayTable

John Dempsey, Founder & CEO Blok Party zeigt uns, wie man Brettspiele digitalisiert und mit der Blockchain eine Historie aufbaut. Das Brettist ein Prototyp. Und entsprechend sind die Games umgesetzt um interaktiv zu sein. So ist es auch möglich das Mobilephone zu integrieren, am Beispiel von Poker.

Geld Transaktionen können direkt mit Kryptowährungen verwaltet werden und so weiss man später auch im direkten Duell, wie man gegen Spieler in der Vergangenheit gespielt hat. Die Idee ist, das ganze als Monatsabo (ohne Hardware) für Familien und Spieler ($12/Monat) anzubieten und dabei sind alle vorhandenen Spiele jederzeit verfügbar. Die Firma ist am Anfang, aber die Idee und das bereits vorhandene Netzwerk und der wieder spürbare Silicon Valley Enthusiasmus sind ansteckend und ein weiteres tolles Beispiel.

Der krönende Abschluss des Tages ist der Besuch eines äusserst spannenden Events: “A Crypto Hedge Fund’s view on Crypto Market Making” an welchem Kevin Zhou, head trader bei Galois Capital, seine Ansichten und Meinungen zum Krypto Markt wiedergibt.