Von der Study Tour des CAS Digital Leadership in San Francisco bloggen Tobias Gläser, Beat Bieri und Simon Bühlmann:

Good morning in the morning! Ein guter Tag startet bestenfalls mit frisch geröstetem Kaffee im trendigen Café „Sightglass“. Wie könnte der vierte Tag der Study Tour (follow us on Twitter) noch besser weiter gehen? Mit einem Besuch bei Airbnb!

Airbnb

AirbnbDort wurden wir von Roman Fuchs, Schweizer Software Engineer, herzlich begrüsst. Er begann vor vier Jahren bei Airbnb, als das Engineering-Team erst 30 Personen zählte. Was insgesamt vor acht Jahren mit einer Luftmatratze („Air“) und Bed and Breakfast („bnb“) begann, beeindruckt heute mit einem Headquarter und rund 1’500 Mitarbeitenden vor Ort – darunter unterdessen 450 Engineers.

Drei sehr unterschiedliche Eindrücke bzw. beeindruckende Eigenschaften von Airbnb nehmen wir von dem 90-minütigen Besuch als Learnings mit:

  1. „Champion the mission“ lautet das ambitiöse Motto, das zur gelebten Unternehmenskultur gehört.
  2. Corporate Architecture und Collaboration: Das Arbeitsumfeld ist designmässig ein Ausdruck der Firmenkultur und die Art der internen Zusammenarbeit widerspiegelt den kulturellen Kern von Airbnb.
  3. Mit drei kostenlosen Mahlzeiten und attraktiven Anstellungskonditionen bindet das Unternehmen seine Mitarbeitenden, auf dem Markt gesuchte Fachspezialisten.

Kleiner Kritikpunkt aus Schweizer Sicht am Rande: In der gelebten Positivität kommt manchmal eine auch kritisch-konstruktive Haltung zu kurz. Aber damit lässt sich leben ☺

WeWork

WeWork: Why Startups Fail – Are You the Missing Link?

Über Mittag hatten wir die Möglichkeit, an einem Lunch-Event teilzunehmen. Dabei teilte Sean Sheppard seine Erfahrungen als Investor zur Frage, warum Startups oft scheitern. Sean Sheppard ist ein Fachmann in strategischer Planung und deren Umsetzung. Seine oberste Priorität ist Wachstum. Er verfügt über grosse Erfahrung in der Beurteilung von Startups, Produkten, Marketing, Verkauf sowie deren Kommerzialisierung. Er ist ein Experte in der Begleitung und Überwachung eines Startups. Sein Ziel ist es, die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Markteinführung zu erhöhen. Sean Sheppard beschreibt sich selbst als unterstützender, charismatischer Leader mit einer klaren Vision und viel Enthusiasmus. Er ist Unternehmer, Investor, Verkäufer und Mitbegründer von GrowthX.

Der Event selbst war nicht wesentlich aufschlussreich und der Informationsgehalt zumindest für uns eher dürftig, wir waren jedoch auch nicht die Zielgruppe für den Event. Die Zusammenfassung der Kernaussagen zur Frage, warum ein Startup scheitert, fällt daher auch sehr kurz aus:

  • Einführungszeitpunkt ist suboptimal
  • Personen können nicht miteinander arbeiten
  • Zu wenig Geld
  • Falsche Priorisierung
  • Zu wenig schnell

Sean

Viel interessanter hingegen war, zu sehen, wie ein solcher Event aufgegleist ist und wie sich die (Jung-)Unternehmer dafür interessieren. Diese nutzen die Mittagspause, um weiteren Input zu generieren, weiter an der Idee zu feilen und sich möglichst weiter auf eine erfolgreiche Marktlancierung vorzubereiten. Jeder Teilnehmer benötigt Rat und Informationen für sein spezifisches Startup und die Fragen sind dadurch sehr heterogen. Zusammenfassend war es einmal mehr eindrücklich, zu sehen, wie das Silicon Valley tickt und sich die Gedanken immer und jederzeit um das Startup drehen.

Als Abschluss zwei prägnante Aussagen von Sean:

  • There is no better investor than your customer.
  • If you focus on human behaviour, rather than on markets, you’re more likely to succeed.

Gert Christen

Gert Christen

Gert Christen, ehemaliger Dozent an der HWZ  (CAS General Management) und Gründer der Startupfair in Zürich, begeistert mit seiner anders denkenden Art. Obwohl er für verschiedene Startups in der Schweiz arbeitete, zog ihn der Spirit von San Francisco wieder zurück in die USA.

Seine Passion widmet er nun der Cityinnovate (“The Digital Revolution coming to a city near you”) und treibt so die Digitalisierung von Städten voran. Die Ausgangslage für eine digitale Revolution in Städten ist eine ganze andere als in der Privatwirtschaft, es bestehen Gesetze, Regulierungen, es benötigt Ausschreibungen, die Politik mischelt mit. Die Vision ist , ein internationales Netzwerk von Städten aufzubauen. Ideen können durch Städte eingegeben werden. In San Francisco werden die Ideen dank der Zusammenarbeit mit den Startups weiterentwickelt und pilotiert. Über das Netzwerk der Städte kann dann der Output in andere Städte skaliert werden.

Der Innovationsprozess sieht wie folgt aus:
Innovationsprozess

Die Städte sowie grössere Firmen, die bei  Cityinnovate mitarbeiten wollen, zahlen einen Beitrag und so wird die Non-Profit-Organisation Cityinnovate finanziert.

Joanna

MetaDesign

Mitarbeitende von MetaDesign erzählen von ihrem Leben, ihrer Herkunft und den High- und Lowlights ihrer Arbeit. Sie erzählen, was sie für MetaDesign, vorher und neben Metadesign geschaffen und designt haben. Es zeigte sich, dass der Kreativprozess bei allen drei Mitarbeitenden unterschiedlich ist und ein Termindruck nötig ist. Nur so kommen die Ideen auch aufs Papier. Neben Kurzfilmen und Logos gaben sie auch noch amüsante Statements von sich.

  • “I was writing a book which you today can buy on Amazon for $0.01.”
  • “I am playing in two bands.”
  • “I did design the Batman-Logo for the ‘Make a wish’-Foundation.”
  • “The reason why we have a footballtable in our office is that we were always beaten at a clients office.”