Aus dem Unterricht des CAS Multichannel Management mit Marion Marxer berichtet Bodo Nuber.

In den vergangenen Wochen hatten wir vertiefte Einblicke in die unterschiedlichsten Touchpoints gewonnen. Nun war es an der Zeit, wieder auf eine höhere Flughöhe aufzusteigen und die einzelnen Elemente als Gesamtbild zu erkennen. Eine kurze knackige Repetition der wichtigsten Touchpoints, oder um bei den Fluganalogien zu bleiben: Eine Stratosphären-Überschallflug über Touchpoint Territorium.

Mehr als Kopfkino: Video

Ein Bild sagt mehr als 1’000 Worte. Was sagt dann erst ein Bewegtbild mit Ton? Videos haben sich zum King of Content gemausert – ob auf eigenen Plattformen wie Youtube oder als integraler Bestandteil in Social Media Feeds. Die audiovisuellen Botschaften kommen einfach besser an, denn es ist kaum möglich, sich dem Sog eines laufenden Videos zu entziehen.

Immer dabei mit Mobile Marketing

Dass das Smartphone unser aller Leben verändert hat, ist wohl unbestritten. Als ständige Begleiter und omnipräsente Vertraute haben sich mobile Devices fest in unserem Leben verankert. Damit stellen Sie quasi den idealen Touchpoint dar. Die zusätzlichen Funktionen der Sensorik und die neuen Entwicklungen in AR und Wearables machen Mobile Marketing in Zukunft sogar noch interessanter.

Mobile Marketing

Präsent im Web dank Online Marketing

Online Marketing überzeugt vor allem durch eine grosse Reichweite kombiniert mit interessanten Targeting Möglichkeiten. Im Netzzeitalter bietet Online Marketing ein effizientes Grundrauschen bei den relevanten Circles, sollte aber auf jeden Fall mit anderen Massnahmen kombiniert werden, um die nötige Merkfähigkeit zu erreichen.

Print und Presse – Quo Vadis?

Nein, das ist kein Vortrag eines Presseverbandes. Das ist eine ernst gemeinte Fragestellung. Die klassische Zeitung und ihre online Cousins stehen heftig unter Druck. Viele Medienhäuser haben den digitalen Wandel verschlafen und stehen nun mit veralteten Konzepten da. Dennoch hat die freie Presse nicht nur aus gesellschaftlicher Sicht, sondern auch aus einer Marketingperspektive ihre Daseinsberechtigung. Neue Konzepte für eine neue Zeit sind gefragt – Freiwillige vor.

Everybody plays

Games wurden lange als ein Medium für eine kleine isolierte Gruppe innerhalb der Gesellschaft gesehen. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben dieses Bild endgültig beseitigt. Alle spielen: Quer durch die Altersschichten, Geschlecht und Einkommen. Games haben es perfektioniert, uns zu unterhalten und zu motivieren. Die Adaption dieser Mechanismen auf andere Bereiche des Lebens liegt daher auf der Hand: Gamification heisst das Zauberwort. Der Touchpoint Games zeichnet sich durch hohes Engagement und eine einzigartige Begeisterungsfähigkeit aus, auch wenn die Nutzung in Marketing und Kommunikation erst am Anfang steht.

Soziale Medien für soziale Markenwelten

Kaum ein Netz umspannt die Welt so umfassend und so dicht wie das Netz der Sozialen Medien. Ob reichweitenstarke Plattformen wie Facebook oder kleinere spezifische Netzwerke für Fachthemen: Für fast jeden Circle und jede Zielgruppe finden sich passende Plattformen. Um aus dem Grundrauschen hervorzustechen, sind aber auch hier Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen und gute Ideen gefragt.

Einfach mal raus auf die Strasse

Trotzt digitalem Shift und online Fokus: Die reale Welt ist (noch) immer interessant und in unserer hochmobilen Gesellschaft ist die Strasse das neue Wohnzimmer. Im Gegensatz zu klassischem Event Marketing tritt Street Marketing für den Rezipienten oft völlig unerwartet auf – ein idealer Stopper für Passanten. Genau hier liegt die Stärke, oder vielmehr das Potenzial von Street Marketing. Mit einer guten Idee und etwas Kreativität entsteht ein realer und hochemotionaler Moment, der die Zielgruppe begeistern kann lange in Erinnerung bleibt. Gerade deswegen lässt sich Street Marketing auch hervorragend mit Sharing, Live-Streams und vielem mehr verknüpfen.

Street Marketing

Die Crowd: endlose Weiten

Ob als Helfer, Mitwirkende oder Spender – die Crowd ist aktiv. Crowdsourcing und -Funding Portale haben in den letzten Jahren einen Hype durchlebt und teilweise auch bereits einen kleinen Abschwung. Dennoch sind Sie hoch im Kurs. Das Engagement der Teilnehmer spricht für sich. Aus gutem Grund: Jeder Teilnehmer steht mit Geld oder geleisteter Arbeit voll hinter dem Projekt. Darüber hinaus bietet Crowd Collaboration noch etwas Weiteres. Etwas abseits der digitalen Welt: Das Gefühl gemeinsam etwas erreicht zu haben.

Die Stunde der Wahrheit: Point of Purchase

Die letzte Hürde vor dem Kauf, hier kann nochmals alles verspielt werden. Grund genug also, dem PoP die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Egal wo sich der Verkaufspunkt befindet: Er sollte es dem Kunden so einfach wie möglich machen seinen Kauf zu tätigen. Darüber hinaus bietet der PoP viele interessante Möglichkeiten für weitere Interaktionen mit Kunden. Ein Potential, das nur allzu oft ungenutzt bleibt.

Und was ist jetzt nochmal ein Touchpoint?

Bei all den Touchpoints verliert man schnell den Überblick, auch über den Begriff selbst. Was ist nun konkret der Toupoint? Ganz einfach: Der Touchpoint ist immer die tiefste betrachtete Stufe. Je nach Flughöhe ändert sich also auch die Flughöhe des Touchpoints. Er ist immer so spezifisch, wie sein muss. Also ganz einfach und ganz praktisch.