Aus dem Untericht des CAS Digital Leadership mit Patrick Comboeuf berichtet Erik Krumdieck:

Nach gemeinsamer Vorstellungsrunde wurden wir gleich mit den „Essentials“ des „Digitial Leadership Kurses“ vertraut gemacht:

„training of your mind to think …“,
„eat your own dog food…“,
„sharing is caring“

Die Idee: jeder darf, soll, muss sich zukünftig exponieren (Twitter, Linked in, Snap Chat, etc.). Die Kernbotschaft des Digital Leadership manifestiert: „get out of your comfort Zone and be more dog …“

Fünf Thesen zum Einstieg


1) Die Digitalisierung in der CH ist noch nicht sehr weit fortgeschritten
2) Die Zukunft ist nicht aufzuhalten -> im 2020 werden die Digital Natives auf der Konsumentenseite in der Mehrheit sein
3) Die grösste Bedrohung für etablierte Branchen kommt von ausserhalb („Gang of Four“)
4) Die heute gelebten Führungsmodelle haben ein baldiges Ablaufdatum
5) “Disrupt yourself or be disrupted”

Waren früher Marketing und High Tech alles sind heute Digital und Disruption ausschlaggebend. Open Data, Plattformen & API‘s sind die grossen Hebel. Keine Branche bleibt verschont und ist direkt oder indirekt von der digitalen Entwicklung betroffen. Beispiele wie Facebook, Whatsapp, airbnb, Uber oder Snapchat verdeutlichen die Entwicklung. Wir stehen mit über 50 Jährigen Managern auf der Anbieterseite und einer baldigen Mehrheit von unter 30 Jährigen Konsumenten vor einer fundamentalen Machtverschiebung. Der Kunde steht im Zentrum des Geschehens. WIFI und Strom gliedern sich in der Maslow Pyramide unter den physiologischen Bedürfnissen ein.

 

Was uns in den nächsten Wochen erwartet …
Von Leadership zu Agilität, Kultur und „Diversity“, Business Model Generation, UX, Value Capturing, Digital Marketing und Design Thinking werden wir von renommierten und praxiserfahrenen Leadern im Thema unterrichtet. Medienmetamorphose, Coding, Digitale Ecosysteme, Netzpolitik, „next generation campaigning“ und „Personal Branding“ sind weitere spannende Themen welche uns auf unserer Wegstrecke im Digital Leadership erwarten. Abgerundet wird unser Programm mit einer Reise ins Silicon Valley bevor wir uns mit vollem Elan unserer Zertifikatsarbeit widmen.

Hintergrund und Motivation für den MAS in Digital Business
Manuel Nappo, Gründer des Center of Digital Business, berichtet das der digitale Reifegrad in der Schweiz noch Einiges an Handlungsspielraum offen lässt. Die grössten Hemmschuhe im Kontext sind: fehlende Finanzkraft, fehlendes Fachwissen, fehlende Veränderungskultur, fehlende Technologie sowie unklare Rollen und Verantwortlichkeiten. Eine Antwort darauf: das 2014 geschaffene „Center“, neu „Institut für Digital Business“. Im Vordergrund der Ausbildung stehen Business, Technologie und Kulturaspekte vor dem Hintergrund der Digitalisierung.

Digital Leadership – eine exakte Wissenschaft?
Digital Leadership ist keine exakte Wissenschaft. Das Thema verdeutlicht uns vielmehr die Möglichkeiten und Grenzen in einem neuen Handlungsfeld. Ein Handlungsfeld, welches mit konsequentem Kundenfokus, also der Fokussierung auf wirkliche Grundbedürfnisse, Agiler Organisation, Geschäftsmodell Orchestrierung, einem Wandel vom Silo zum Ecosystem und Kultur, als nur schwer kopierbarer Innovationsquelle, einhergehen. Wie in den folgenden Grafiken illustriert können Unternehmen mit dem Verbinden zentraler Elemente und dem Einsatz von digitalen Hebeln (Comboeuf) entsprechende Mehrwerte in einer digitalen Welt erreichen.

Das WAS wird zur „globalen Gattungsware“, das WIE unterscheidet zukünftige Gewinner von den erfolglosen Mitläufern im Digitalen Zeitalter.

Und wie werden wir zum digitalen Leader?
Konsequenter Kundenfokus, also „User Experience over Features“, Raum vom ‘Warum?’ zum ‘Warum Nicht!’. Geschäftsmodell-Orchestrierung über die Skalierung von digitalen Hebeln ist angesagt. Das Ecosystem schlägt den Egobrand und die Kultur als gelebte Innovationsquelle sorgt für die notwendige Differenzierung.

Ganz nach dem Motto „Engage or Die“ müssen wir die Bereitschaft und den Mut fassen unsere Karrieren zu beenden und den Wandel bewusst und vernetzt zu leben und aktiv vorwärts zu treiben. Deshalb: „Get out of your comfort zone and be more dog!”