Aus dem Unterricht des CAS Digital Finance mit Dozentin Cornelia Diethelm zum Thema Digitale Ethik berichtet Student Kristian Kleiber.

Wie jeder Tag des CAS Digital Finance, verspricht auch dieser heutige, fast zu warme April-Tag, äusserst interessant zu werden. Das Thema lautet Digitale Ethik. Doch was bedeutet dieser Begriff genau und was verbirgt sich dahinter? Das würde ich Euch gerne kurz in diesem Blog Beitrag erläutern.

Begriff im Trend

Der Begriff hat seit längerem die Chef-Etage erreicht. Eine Umfrage vom 2019 bei Schweizer Verwaltungsräte zeigt dies schön auf:

Zudem gehört die Digitale Ethik gemäss Gartner zu den strategisch wichtigsten technologischen Trends im 2019.

Tim Cook, CEO von Apple sagte:

We will never achieve technology’s true potential without the full faith and confidence of the people who use it.

Die heutige Technologie und Digitalisierung hat stark mit Vertrauen der Menschen und Nutzer zu tun hat. Digitale Ethik baut genau auf diesem Prinzip auf.

Begriff im Detail und Abgrenzung

Digitale Ethik beschäftigt sich mit Normen und Werte in einer digitalen Welt. Dabei geht es insbesondere auch um moralische Vorstellungen. Die generelle Frage dabei ist, wie sollen wir in einer digitalen Welt oder in einer digitalen Umgebung handeln?

Dabei muss klar abgegrenzt werden, was Ethik nicht ist:

Ethik ist …

…nicht dasselbe wie Gesetz oder Compliance

…kein Regelwerk

…kein bloss negatives Framework

…kein subjektives Gefühl von richtig und falsch

Wichtigkeit von digitaler Ethik

Die Digitalisierung ist in vollem Gange und stellt bestehende Marktteilnehmer vor grosse Herausforderungen. Durch die digitale Transformation gewinnt das Thema Digitale Ethik immer mehr an Bedeutung. Was dabei nicht vergessen werden darf ist der Mensch und damit verbunden auch entsprechende «soft Facts». Denn die Digitalisierung verändert auch das Verhalten und die Erwartungen der Menschen und führt zu vielen Veränderungen in der Gesellschaft.

Unternehmen investieren aus unterschiedlichen Gründen in Digitale Ethik:

  • Vertrauen als Teil einer guten Kundenbeziehung/-bindung
  • Akzeptanz und Sinnhaftigkeit entscheiden über Erfolg oder Misserfolg bei Innovationen und Veränderungen
  • Reputation/Image: Wir sind ein “gutes” Unternehmen!
  • Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz bzw. als Partner 1. Wahl für Kundinnen, Mitarbeiter, Lieferantinnen
  • Reduktion von Risiken: Reputations-, Betriebs- und Finanzrisiken
  • Misstrauen und Ängste bilden die Basis für neue Regulierungen. Selbstregulierung ist der schnellere und bessere Weg.

In einigen Unternehmen, insbesondere auch Schweizer Unternehmen, wurde bereits ein Ethik Board institutionalisiert. Hier werden Projekt in Bezug auf die Thematik beurteilt und entsprechend Empfehlungen abgegeben.

Fazit

Durch die digitale Transformation gewinnt das Thema Digitale Ethik immer mehr an Bedeutung. Der Kurs hat uns einen sehr guten Überblick über das Thema und das Bewusstsein zu digitaler Ethik gegeben. Während der Session hatten wir einige sehr spannende Diskussionen in Bezug auf die Thematik Digitale Ethik.

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