Diesen Gastbeitrag aus dem Digital Society Report schreibt Felix Walker:

Viele Unternehmen sind nicht genügend auf den technologischen Wandel vorbereitet. In der Schweiz und weltweit stuft gut die Hälfte der Führungskräfte den digitalen Intelligenzquotienten ihres Unternehmens als hoch ein. Die zunehmende  Automatisierung ist nicht alleine massgebend für diese Einstufung; der Mensch und seine digitale Intelligenz prägen zunehmend den digitalen IQ in Unternehmen. Diese Fähigkeiten können sich entscheidend auf die Karriere eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin auswirken.

Die in der Einführung genannten Prozentzahlen stammen aus der neusten globalen PwC-Studie, die sich mit dem Thema digitale Intelligenz befasst. Dabei zeigt sich, dass sich die Digitalisierung längst nicht mehr nur auf Technologie bezieht. Menschlichen Denk- und Arbeitsweisen sind in diesem Zusammenhang immer noch wichtig und oft unabdingbar.

Auch im IT-Sektor selbst.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Trend zu “DevOps” in der Softwareindustrie. Der Begriff steht für die Verschmelzung von Softwareentwicklung und IT-Betrieb und erklärt den Einsatz von digitaler Intelligenz in diesem Sektor ziemlich perfekt: Das Ziel ist die Verbesserung der internen Geschäftsprozesse durch die Einführung einer Unternehmenskultur, die eine effizientere Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Administratoren ermöglicht und die prompte Implementierung von qualitativ hochwertiger Software garantiert – von der Konzeption bis zur Auslieferung an Anwender oder Kunden. Dafür werden Prinzipien zugrunde gelegt, welche die Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellen. Mit anderen Worten: Die digitale Intelligenz der Mitarbeiter wird gefördert und genutzt.

Die Gewichtung des digitalen Intelligenzquotienten in einem Unternehmen ist natürlich nicht branchenabhängig sondern fast überall wünschenswert. Nur noch 29 Prozent der von PwC befragten Führungskräfte verstehen unter dem Begriff digital ein Synonym für die IT. In den Fokus digitaler Transformation rücken vermehrt die Kunden und die Mitarbeiter sowie ihre Fähigkeit, sich den neuen digitalen Technologien anzupassen und diese effizient zu nutzen. Wer diese Fähigkeiten besitzt, ist auf der Karriereleiter auf dem Weg nach oben.

Der digitale IQ ist natürlich auch ganz oben in  der Teppichetage angekommen – aber es besteht auf allen Ebenen Nachholbedarf. Weltweit geben 62 Prozent der Befragten an, dass ihr CEO einen hohen digitalen IQ besitzt. Die Werte der Schweizer CEOs liegen mit 54 Prozent unter dem Durchschnitt, dafür bewerten Schweizer Unternehmen die Fähigkeiten ihrer CIOs leicht höher als die internationale Konkurrenz. Lediglich 43 Prozent der Schweizer Unternehmen  geben an, dass ihre Angestellten die nötigen Fähigkeiten besitzen, um dem digitalen Wandel beizukommen.  Weltweit sind es 65 Prozent.

Die menschliche Erfahrung ist entscheidend für den digitalen IQ.
Quelle PwC Studie “Digital IQ 2017”