Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management schreibt Patrick Schneider:

Kernziel Monitoring: Interessante Beiträge über meine eigene Marke, meine Konkurrenz finden und damit etwas machen und daraus lernen. Denn „Social Media Engagement ohne professionelles Monitoring ist wie ein Sichtflug bei Nebel.“ Ethority

Gründe für Monitoring

1. Es gibt keine klaren Leitmedien mehr, alle Personen können zu Meinungsmacher werden. Meinungsmacher entstehen und verschwinden wieder. Mit Monitoring soll versucht werden, die heutigen Meinungsmacher, welche über mich, meine Marke und über meine Konkurrenz schreiben, zu entdecken.

2. Durch Monitoring sollen Beiträge gefunden werden, die womöglich auch die Google-Suche beeinflussen. Wenn der Beitrag gefunden wurde, kann darauf Einfluss genommen werden.

3. Monitoring hilft zu verstehen, warum viele Kunden auf meine Website kommen, aber dann keine Transaktion tätigen. Dank Monitoring kann verbessert werden.

4. Ohne Monitoring endet man in einem Blindflug. Monitoring bildet die Basis des Social-Media-Auftritts. Was möchten meine Kunden? Was vermissen sie? Was ist nicht zufriedenstellend, was würden sie sich ändern wollen?

5. Kunden erwarten eine rasche Antwort. Mit Monitoring werden Beiträge auf Social Media Sites gefunden.

“Monitoring heisst zuhören, interagieren, lernen und adaptieren. Social Media Monitoring ist Wettbewerbsbeobachtung, Marktforschung und Customer Insight Study in einem.”

Beobachtet werden der eigene Markenname (1. Priorität), Untermarken, Produkte, Produktgruppen, Modelle, Labels, Slogan, Personen (Management, VR, Influencer), Mitbewerber und wichtige Partner.

 Valora

Bild: Beispiel einer möglichen Setup-Struktur bei Valora (Dominic Stöcklin)

Oft wird das Potential unterschätzt. Man darf sich nicht entmutigen lassen, Konversationen über die eigene Marke oder das Unternehmen sind nur die Spitze des Eisbergs. Kommuniziert das Unternehmen nur selten, wird auch weniger über das Unternehmen gesprochen.  Wichtig ist, nicht nur auf Plattformen zu beobachten, wo man selber tätig ist, sondern auch auf anderen Plattformen.

Valora

Bild: Anwendungsbereiche für Social Media Monitoring

Klassische Fehler, die beim Monitoring auftreten:

I. Abstimmung mit strategischen Ziele nicht erfolgt, II. Wertvolle Plattformen nicht berücksichtigt, III. Reaktionen auf Beiträge sind nicht angemessen, IV. Konkurrenz wird nicht in Beobachtung einbezogen, V. Daten werden nicht ausgewertet

Suchbegriffe finden

Um gute und geeignete Suchbegriffe zu finden, sind dieses Ansätze empfehlenswert: Brainstorming, Website, SEO, SEA-Kampagnen, Marketing-Kampagnen oder Google Keyword-Tool. Unter Umständen müssen bei den Suchbegriffen gewisse Keywords eingeschlossen und/oder ausgeschlossen werden, bis man zum gewünschten Ergebnis kommt.

Tools

Um das geeignetes Tool zu finden, spielen Faktoren wie Bedürfnisse, Ziele und das Budget die Hauptrolle. Je komplexer das Tool, desto besser, aber auch teurer. Es gibt über 300 Premium Tools.

 „Musts“ zum Aufsetzen von Monitoring-Tools

 Ein Bewusstsein schaffen, dass viel Handarbeit und Geduld nötig sein wird. Im Kleinen und mit dem Wichtigsten anfangen. Im Vornherein klare Ziele aufstellen und sich an diesen messen lassen.Viel testen, pilotieren und mit iterativen Vorgehen arbeiten. Setup des Tools und damit die Ergebnisse fortlaufend verbessern.