Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management bloggt Sibylle Schmuki:

HutterSchon seit längerer Zeit folge ich Thomas Hutter GmbH auf Facebook und freue mich daher auf viele Inputs, auch wenn bereits im Vorfeld gemunkelt wurde, dass die „Facebook“-Tage extrem anstrengend werden würden. Und tatsächlich, Thomas Hutter begrüsst uns zu zwei intensiven, kopflastigen Tagen mit dem Ziel, die vielen kommerziellen Einsätze von Facebook zu kennen. Na dann, legen wir los und freuen wir uns auf müde Köpfe am Abend.

Wenn ihr mehr über Thomas Hutter erfahren wollt, besucht seine Webseite oder folgt ihm auf Facebook. Es lohnt sich, auch wenn ihr es sehr wahrscheinlich nicht in seine Liste der „besten Freunde“ schaffen werdet. Vielleicht habt ihr Glück, landet in seiner “Business-Liste” und werdet viele spannende Inputs bekommen.
Freundeslisten und Interessenslisten seien ein Muss, sagt Thomas Hutter, damit Inhalte auf sinnvolle Weise mit den richtigen Personen geteilt werden können. Ebenso würde dadurch der Newsfeed entsprechend angepasst, was bedeutet, dass Inhalte von Freunden, Familie und eigenen Interessen immer zuerst angezeigt werden. Facebook ist benutzerfreundlich, merkt sich aber auch jeden Schritt, den ihr macht!

Ich könnte euch jetzt diverse interessante Folien bloggen, beschränke mich aber auf wesentliche Punkte zum Umgang mit Facebook für den kommerziellen Gebrauch.

Facts
Nutzer CH

Zurzeit nutzen ca. 1.44 Mrd. Menschen Facebook, wovon 1.24 Mrd. Menschen Facebook via Smartphone & Tablet nutzen. Facebook ist inkonstant. Für professionelles Facebook-Marketing ist es von hoher Wichtigkeit, dass der Manager immer auf dem neusten Stand ist, damit Änderungen nicht verpasst werden und das Unternehmen à jour bleibt.

Facebook Marketing: 4 stepsFB Marketing

  1. Connection: Ein Start gelingt nur mit der richtigen Verbindung von eigenen Kunden
    (z.B. durch Facebook-Hinweis im Newsletter auf Rechnungen etc.)
  2. Engage: Businessziele, Interaktion und Reichweite sind entscheidend
  3. Influence: Freunde von Freunden werden miteinbezogen
  4. Integrate: Crowdfounding, Crowdsourcing, Feedback

Wichtig: Es braucht Fans, die zu 100% hinter dem Produkt / der Dienstleistung stehen. Durch Wettbewerbe erreiche ich zwar Fans, aber keine Reichweite! Merke: Facebook hat sich sehr verändert, das Ziel ist nicht mehr das Total an Fans.

Wie soll ich vorgehen?
1. Erstelle eine soziale Strategie
2. Verwende eine authentische Markenstimme
3. Erstelle teilbare Inhalte
4. Pflege die Verbindungen!

Mögliche Ziele:

  • Produktentwicklung und Innovation fördern
  • Bewusstsein generieren
  • Präferenz und Differenzierung fördern
  • Loyalität bilden und Beziehungen vertiefen
  • Weiterempfehlung und Mund-Propaganda verstärken
  • Traffic und Besucherzahlen erhöhen
  • Erkenntnisse gewinnen
  • Vorreiterrolle einnehmen
  • Image fördern

Für eine unkomplizierte Verwaltung des Facebookprofils eignet sich:
der Business Manager / mit Seitenmanager App

Mit dem Business Manager können Unternehmen und Agenturen ihre Facebook-Seiten, Werbekonten und Apps von einem zentralen Punkt aus verwalten.
Dies bringt schnellere und unkompliziertere Arbeitsabläufe und eine bessere Kontrolle: Du hast einen genauen Überblick darüber, wer Zugriff auf deine Seiten und Werbekonten hat und kannst die entsprechenden Berechtigungen entfernen oder ändern.

Newsfeed

News Feed

Fotos haben eine bessere Chance, in den Newsfeed zu kommen, sofern das Foto nicht von Photoshop bearbeitet wurde.

Wichtig: Interaktionen sind notwendig, um überhaupt im Newsfeed wahrgenommen zu werden.

Hilfreiche Tipps für ideale Postings:

  • Postings müssen für die Zielgruppe relevant sein
  • Konstante Sprache verwenden
  • Corporate Language
  • Du/Sie-Form klären
  • Direkte Ansprache (du, Sie)
  • Keine komplizierten Satzgebilde
  • Kurz und prägnant
  • Texte < 240 Zeichen, optimal < 100 Zeichen
  • Fragen nur am Schluss
  • Bilder und Videos möglichst gross
  • Facebook-Videos werden grösser abgespielt als YouTube-Videos
  • Bilder im Format 3:4

Hier findet ihr zusätzliche Tipps für erfolgreiche Videos auf Facebook.

Zeitpunkt und Häufigkeit von Postings

Die Häufigkeit von Postings sollte von der Community und der Zielgruppe abhängig gemacht werden. Pendlerzeiten beachten (mobile Nutzung höher, keine Videos, nur Links, die mobiletauglich sind). Feierabend und Wochenende bringen häufig mehr Interaktionen.
Tagsüber eher „leichtere“ Inhalte (mehr Likes, weniger Kommentare und Sharings). Zielgruppentargeting erhöht die Interaktionsrate.
Weniger ist mehr, Qualität statt Quantität. Besser weniger posten, dafür gute (teilbare) Beiträge. Ideal wäre dreimal pro Woche.
Jede Community hat ihre eigenen besten Tage. Tipp: ausprobieren und Statistik beobachten.

„Social Design is a way of thinking about product design that puts social experiences at the core.”

Facebook Applikationen / Die drei Kernelemente von „Social Design“

  1. Vorhandene Community (Facebook) nutzen: Vorhandene Facebook-Profildaten verwenden, um eine App oder Webseite zu personalisieren und so ein Gefühl der Vertrautheit zu vermitteln. Einbeziehen von sozialen Kontakten der Facebook-User, um die App oder Webseite mit Freunden der jeweiligen User zu erweitern (Netzwerkeffekt) und so eine eigenständige Gemeinschaft zu bilden.
    Facebook-Authentifizierung, Empfehlungen verwenden, Connect Friends, sozialer Kontext anzeigen
  2. Konversation aufbauen: Durch das Einsetzen von Social Plugins wird den Menschen das Interagieren ermöglicht. Das Teilen von Inhalten und das Ermöglichen von Verbindungen zwischen den Usern erlaubt es, voneinander zu lernen und ins Gespräch zu kommen (Mundpropaganda).
    Zuhören und Sprechen
  3. Identität ermöglichen: Menschen teilen und interagieren miteinander, weil sie sich dadurch ausdrücken (Selbstdarstellung) können und dafür belohnt werden (Anerkennung, positives Image, etc.). Als Anbieter von Apps und Webseiten sollte man den Usern die Möglichkeit bieten, sich durch Interaktionen besser ausdrücken zu können, um ihr Selbstbild zu formen.
    Teilen und Storytelling

Facebook Ads gehören zu einem Social Media Konzept

Ads Typen

Targeting Stufen