Aus dem Unterricht des CAS Digital Risk Management zum Thema Fake News mit Konrad Weber berichtet Barbara Sulzer.

Was sind Fake News?

Fake News sind manipulativ verbreitete, vorgetäuschte Nachrichten, die sich überwiegend im Internet und  insbesondere in sozialen Netzwerken verbreiten.

Wieso wurde der Begriff in den letzten Jahren so gross?

Fake News sind kein neues Phänomen, es gab sie schon immer. Durch das Internet gelangen jedoch nicht nur Journalisten viel schneller an neue Quellen für Informationen, sondern auch Rezipienten. Nebst den neuen Quellen gibt es auch eine Vielzahl von neunen Kanälen, über die News mit Höchstgeschwindigkeit verbreitet werden. Eine amerikanische Studie von YouGov zeigt auf, dass 35% der Amerikaner innerhalb von 30 Minuten von News hören und nach zwei Stunden sind es sogar bereits 70%. Die Studie zeigt eindrücklich auf in welcher immensen Geschwindigkeit Informationen verbreitet werden.

Oft werden Inhalte auf Sozialen Medien geteilt, ohne dies gross zu hinterfragen. Informationen werden in einem falschen Kontext verwendet oder von Bildern wird nur ein Ausschnitt gezeigt.

First Draft, eine Organisation die Journalisten im digitalen Zeitalter unterstützt, hat aus diesem Grund sieben Arten von Fehl- und Desinformationen definiert.

Grundsätzlich gelten Fake News nur als effektive Fake News, wenn bewusst Veränderung von Informationen vorgenommen wurden. Sei dies durch betrügerische, überarbeitete oder erfundene Inhalte.

Rund um die Wahlen von Donald Trump hat sich gezeigt, dass die meisten Fake News nicht durch Journalisten produziert wurden, sondern dass diese sehr bewusst gestreut wurden. Der Treiber hinter dem Erstellen und Verbreiten von Fake News ist zum einen der Moment vom kurzen Ruhm und zum anderen Geld, dass damit verdient werden kann.

Insbesondere ältere Menschen fallen oft auf Fake News herein. Dies, weil sie nicht so geübt darin sind mit den neuen Medien umzugehen. Positiv ist zu erwähnen, dass jüngere User News viel kritischer hinterfragen.

Was kann dagegen gemacht werden?

Im Unterricht haben wir anhand von Beispielen und Übungen selber versucht Quellen von News und Bildern zu finden und Deep Fake Videos zu erkennen. Hierfür gibt es einige Tools und Tricks, die uns Konrad Weber vorgestellt hat.

Faktoren zur Verifikation von Inhalten

  • Quelle –> Social Media Accounts, Kontakt suchen und aufnehmen, Rechte einholen
  • Ort –> Bildinhalte analysieren, Satellitenbilder und Metadaten analysieren, Cross check mit Ursprungsquelle machen
  • Zeitpunkt –>  Metadaten, Social Media, Wetter, Sonnenstand und weitere Bildinhalte analysieren

Zu beachten sind zudem landestypische Mermale wie Strassenschilder, Kleidung, Landschaft, Wetter, Bauweise, Natur und Fahrzeuge.

Bei Videos ist es noch schwieriger aufzuzeigen das ein Video falsch ist. Es muss noch viel mehr auf Details geachtet werden, um ein Video als Fake zu verifizieren.

Deep Fake Videos

Deep Fake setzt sich aus den Wörtern Depp Learning und Fake zusammen und ist keine neue Technologie. Neu ist aber, dass es von uns allen sehr viel Bildmaterial im Netz gibt und dass dieses für alle zugänglich ist.

Der technologische Fortschritt geht weiter und die Videos werden immer besser. Gleichzeitig wird es dank der Technologie umgekehrt aber auch einfacher werden dies Deep Fakes aufzudecken.

Viele Medien schliessen sich bereits jetzt zusammen, um Fake News besser zu erkennen und diese nicht mehr zu veröffentlichen.

Fazit

Abschliessend kann gesagt werden, je mehr perspektiven man von einem Bild oder einer Aufnahme hat, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit der Echtheit dieser.

Sicherlich müssen wir uns hier auch selber bei der Nase nehmen und Inhalte, die nicht von uns erstellt wurden, vor dem Teilen nochmals kritisch hinterfragen und idealerweise verifizieren.