Aus dem Unterricht „An den Horizont der Fantasie“ am Samstag, 14. April mit Frank und Patrik Riklin im CAS Multichannel Management schreiben Sandra Simic und Patrick Schneider.

Willkommen im Atelier für Sonderaufgaben. Frank und Patrik Riklin laden uns ins ihre Welt voller Geschichten und Inspirationen zum Storytelling ein. Seit 20 Jahren zelebrieren die beiden Brüder den „Freestyle“ im Storytelling.

„Freestyle Storytelling bedeutet für uns, Kunst zu produzieren, wo keiner sie erwartet.“

Was bedeutet das?

„Storytelling ist ein Prozess, die Lust am Abenteuer, dessen Ende am Anfang nicht bekannt ist – oder gar kein Ende hat…“, so die Geschwister. Illustriert wird diese Perspektive mit drei anschaulichen Arbeiten.

Die Riklin-Brüder mit ihrem wortwörtlichen Gipfeltreffen im Jahr 2004:

Die Idee des Nullstern-Hotel hinterfragte kritisch die Vielsterne-Hotellerie. Mit dieser Story wurden die Riklin-Brüder weltweit berühmt:

Ein Unternehmer sucht einen Weg, seine Insektenpestizide zu vermarkten und endet damit, ein weltweit erstes Label zum Insektenschutz zu gründen. Dank Storytelling:


„Matchentscheidend ist es, Emotionen zu vermitteln.“

Die beiden scheinen ihren Weg gefunden zu haben. Sie schaffen einen Mehrwert an der Schnittstelle Kunst und Wirtschaft… Sie nennen dies „Artonomie“, eine Wortschöpfung aus Art und Economie. Wichtige Prämisse; die Kunst darf sich dabei weder verbiegen noch Kompromisse eingehen. Für ein Unternehmen bedeutet dies, ihr reason why/DNA als wertvolles Kapital zu verstehen. Und wie gelingt es, die Inhalte eines Unternehmens in eine spannende Geschichte zu erzählen? Der Fokus wird auf den emotionalen Inhalt gelegt, nicht auf das Produkt.

„Kunst erträgt kein Kompromiss. Kunst mit Kompromiss ist Werbung.“

Um als zukünftige Freestylestoryteller in unseren Unternehmen erfolgreich zu sein, gilt es sich mit den folgenden Skills aufzurüsten.

STILMITTEL

  • Mit den gängigen Erwartungen brechen
  • Emotionen und Begeisterung erzeugen
  • Starke Bild- und Videosprache verwenden (Kopfkino)

VORAUSSETZUNGEN

  • Persönliche Protagonisten
  • Ernsthaftigkeit
  • Authentizität der Geschichte
  • minutiöse Dokumentation der Story in Bild, Film, Text

KOMPETENZEN

  • Faible für Ungewöhnliches
  • Freude an der Provokation
  • Sinn für Dramaturgie

Die Klasse bedankt sich für einen fair-rück(t)en Tag!