Aus dem Unterricht des CAS Digital Leadership fasst Philipp Bühler die fünf für ihn wichtigsten Aspekte zum Thema „User Experience in a Digital Context“ zusammen. Zudem erfährst du hier auch Nützliches und Unnützes über Club Sandwiches.

Beginnen wir ganz klassisch und fragen Google nach der Definition von User Experience. Das erste Suchresultat zeigt eine Anzeige an, die nicht angeklickt wird. Auf Platz zwei folgt der deutsche Wikipedia-Eintrag, der User Experience wie folgt definiert:

1. Definition User Experience

Der Begriff User Experience (Abkürzung UX) umschreibt alle Aspekte der Erfahrungen eines Nutzers bei der Interaktion mit einem Produkt, Dienst, einer Umgebung oder Einrichtung. […] Der Begriff „User Experience“ kommt meist im Zusammenhang mit der Gestaltung von Websites oder Apps zur Anwendung, umfasst jedoch tatsächlich jegliche, auch nicht-digitale Produktinteraktion.

2. Der User steht im Mittelpunkt

Eine userzentrierte Sichtweise steht im Mittelpunkt. Die Bedürfnisse und das Verhalten der Zielgruppe müssen berücksichtiget und verstanden werden, damit ein für den User positives Erlebnis geschaffen werden kann. Fehlt die kundenzentrierte Sichtweite in einem Projekt, so führt dies meist zu einer zu starken Innensicht.
Der User Centered Design Kreislauf, wie er beispielsweise an der HWZ im CAS Mobile Business vorgestellt wurde, zeigt, wie die Zielgruppe bei User Experience in den Mittelpunkt rückt.

User Centered Design Krieslauf

3. User Experience ist nie zu Ende

Wie der User Centered Design Kreislauf zeigt, ist User Experience ein Prozess der ständigen Optimierung. Auch die im CAS Digital Leadership vorgestellten sechs Pfeiler der digitalen User Experience bilden einen Kreislauf.

4. Die sechs Pfeiler der digitalen User Experience

Am Anfang steht die Strategie. Hier werden unter anderem die Projektziele und die User needs herausgearbeitet. Um die User needs abzubilden eignen sich sogenannte Personas oder User Journey Maps. Als nächstes folgt der Umfang. Dabei werden User Stories und Use Cases definiert. Weiter müssen die Inhalte bestimmt und deren Produktion geregelt werden. Im Struktur-Teil des Projekts werden die Informations-Architektur sowie das Interaktions-Design geschaffen. Erst dann startet die eigentliche Design-Phase. Auch diese Phase ist in mehrere Teile unterteilt. Neben abstrakten Wireframes wird in dieser Phase auch ein Gestaltungskonzept erstellt, das zum Beispiel beschreibt, wie Aufmerksamkeit für bestimmte Elemente geschaffen wird. Dann erst kann die Entwicklung beginnen. Erst werden beispielsweise Prototypen oder einzelne Module erstellt, die unabhängig voneinander getestet werden können. Es empfiehlt sich hier auf Agile-Entwicklung zu setzten. In sogenannten Sprints wird der Umfang einzelner Arbeiten festgehalten. Zum Schluss folgt die Analyse, die dem eigentlichen Testing entspricht. Auch hier können unterschiedliche Formen, wie zum Beispiel A/B-Testing, Eye-Tracking, Website Analytics oder Expert Reviews zum Einsatz kommen. Die Resultate aus der Analyse-Phase können zu Optimierungen der anderen Phasen führen. Somit beginnt der Kreislauf von neuem.

5. Was User Experience nicht ist

•    User Experience hat nicht nur mit Technologie zu tun.
•    User Experience hat nicht nur mit den Usern zu tun.
•    User Experience ist nicht eine 1-Personen-Stelle.
•    User Experience ist nicht einfach.
•    User Experience ist nicht eine Disziplin.
•    User Experience ist nicht Usability.
•    User Experience ist nicht UI.
•    User Experience ist keine Wahl.
•    User Experience ist nicht teuer.
•    User Experience ist nicht ein Schritt im Prozess.

Nach der leichten Kost der User Experience widme ich die folgenden Zeilen wie Eingangs versprochen dem Club Sandwich – einem Klassiker auf Room Service Speisekarten.

1. Das original Club Sandwich besteht aus Toastbrot, Pouletbrust, Speck, Lattich, Tomaten und Mayonnaise. Natürlich gibt es heutzutage eine Vielzahl an Variationen. Immerhin finden sich auf Google 5’220’000 Rezeptvorschläge.

2. Die populärste Theorie besagt, dass das Club Sandwich 1894 im berühmten Saratoga Club-House erfunden wurde. Das Saratoga Club-House war ein Gentlemen only Gambling House, das neben dem Club Sandwich auch Geburtsstätte der Potato Chips gewesen sein soll.

3. Das erste Rezept eines Club Sandwich findet sich in Isabel Gordon Curtis Kochbuch von 1903 mit dem Namen „The Good Housekeeping Everyday Cook Book“:
Club Sandwich – Toast a slice of bread evenly and lightly butter it. On one half put, first, a thin slice of bacon which has been broiled till dry and tender, next a slice of the white meat of either turkey or chicken. Over one half of this place a circle cut from a ripe tomato and over the other half a tender leaf of lettuce. Cover these with a generous layer of mayonnaise, and complete this delicious “whole meal” sandwich with the remaining piece of toast. (http://whatscookingamerica.net/History/Sandwiches/ClubSandwich.htm)

4. Der 2013 von Hotels.com lancierte Club Sandwich Index (CSI) besagt übrigens, dass Genf die teuerste Club Sandwich Stadt der Welt ist. Durchschnittlich 30 Dollar muss ein Gast dafür bezahlen. Am anderen Ende der Rangliste liegt Delhi mit 9 Dollar. Grundlage des Club Sandwich Index bilden die Speisekarten von weltweit 840 Vier- und Fünf-Sterne Hotels.

5. Für alle FoodTuber verrät euch DJ BBQ hier sein Rezept für das Turkey Super Club Sandwich.