Aus dem Unterricht des CAS Multichannel Management zum Thema Best Practice schreibt Miriam Cianciola:

Ana Stagljar baut am zweiten Blocktag „Best Practice“ auf bereits erarbeitetem Wissen auf. In einem ersten Workshop wurden allgemeine Themen aus der Praxis definiert, welche die Studierenden in der alltäglichen Arbeit beschäftigen. Diese Themen wurden dann in Gruppenarbeiten analysiert und die jeweiligen Teams haben nach möglichen Lösungsansätzen gesucht. Die Lösungsansätze wurden wiederum im Plenum präsentiert und erstaunlicherweise wurde festgestellt, dass alle mit den gleichen Herausforderungen und Spannungsfeldern in der täglichen Arbeit zu kämpfen haben – egal ob in Agenturen, KMUs oder Grosskonzernen.

Bestpractice

Die Ergebnisse des ersten Blocktags wurden kurz repetiert, danach ging es gleich wieder in kleinen Workshops weiter. Die häufigsten Formen von Widerständen bei Veränderungen wurden zusammen erarbeitet. Folgende Formen sind in allen Unternehmen die meist verbreiteten:

  • Ängste (Veränderungen werden als bedrohlich angesehen)
  • Reaktanz (Handlungsspielraum wird eingeschränkt)
  • Eigeninteresse (materielle oder soziale Besitzstände werden bedroht)
  • Sachliche Vorbehalte (eingeschlagener Lösungsweg überzeugt nicht)
  • Taktische Erwägungen (Vorhaben wird aus Motiven bekämpft, die mit der Sache nichts zu tun haben – “politisches” Interesse dahinter)
  • Rache & Vergeltung (Verantwortliche sollen noch bestraft werden)

Auch hier waren die Gründe für Widerstand erstaunlicherweise durch alle Arten von Unternehmen die gleichen. In kleinen Teams wurden mögliche Strategien erarbeitet, wie gegen diese Veränderungsängste im Unternehmen angekämpft werden kann.

Generell gilt folgender Prozess im Umgang mit Widerständen:

Veränderungsprozess

Um eine Veränderung im Unternehmen anzutreiben, müssen natürlich auch gewisse Kompetenzen vorhanden sein. Kategorisch können diese Kompetenzen folgendermassen eingegliedert werden:

  • Ausführungskompetenz
  • Informationskompetenz
  • Mitsprachekompetenz
  • Entscheidungskompetenz
  • Weisungskompetenz
  • Kontrollkompetenz

Nicht immer haben die Mitarbeitenden die nötigen Kompetenzen für eine Veränderung. Fakt ist allerdings, dass jeder Mitarbeiter, der nicht zufrieden ist, sich für eine Veränderung einsetzen sollte. Wenn er die benötigten Kompetenzen nicht hat, sollte er mit seinem Vorgesetzten oder einer anderen Person im Unternehmen darüber sprechen, um den Prozess – wenn auch nur langsam – voranzutreiben.