Aus dem Unterricht des CAS Disruptiv Technologies mit Elias Zurbuchen berichtet Jan Grüebler.

Das Leben ist ein Spiel. Und das Spiel ist ein Geschäft. 2,3 Milliarden Gamer gibt es weltweit. Das heisst, dass jeder dritte Erdbewohner mindestens fünf Stunden pro Woche mit dem Smartphone oder dem Computer spielt. Der globale Markt beläuft sich auf 140 Milliarden Dollar. Die Hälfte davon wird in Asien erwirtschaftet.

Casual-Gamer / Core-Gamer

Es gibt Gamer und Gamer. Der Casual-Gamer spielt zur Entspannung oder Ablenkung einfache Spiele wie Candy Crush, Farmville, Solitaire. Meist auf dem Smartphone. Die Casual-Gamer sind für die Spieleentwickler die interessantesten. Mit ihnen lässt sich mit wenig Aufwand viel Geld machen. Aber Gamer mit gehobenen Ansprüchen wie Elias Zurbuchen bedauern diesen Trend. Sie verbringen Stunde um Stunde mit den grossen, teuren Entwicklungen. Red Dead Redemption 2 beispielweise soll 900 Millionen Dollar gekostet haben. Laut Gerüchten arbeiteten über 1000 Entwickler 8 Jahr an dem Spiel. Die Investition zahlt sich aus. In den ersten drei Tagen soll Red Dead Redemption 725 Millionen Dollar eingespielt haben.

Stadion-Gamer

Beeindruckende Zahlen. Was den Nicht-Gamer noch mehr verblüfft. Millionen schauen anderen beim Gamen zu: 127 Millionen haben den MSI Grand Final 2018 via Live-Stream gesehen (126 Mio der Zuschauer kamen aus Asien). E-Sport-Events füllen Hallen wie hier in Paris.

Das reicht noch nicht an die Zuschauerzahlen einer Fussball-WM oder Olympischer Spiele heran, aber der Markt wächst rasant. Die erfolgreichsten Youtube-Kanäle werden von Gamern betrieben. PewDiePie hat 72 Millionen Abonnenten. So erreichen E-Sportler heute viel mehr Publikum als klassische Sportler.

Trends im Gaming

  • Games as a Service: Fortnight macht 350 Millionen Umsatz pro Monat ohne ein einziges Spiel zu verkaufen. Nur mit dem Verkauf von Accessoires, schöneren Kleidern, cooleren Waffen. Auch die anderen Gameproduzenten steigen in diesen Markt ein.
  • Abos für Games: Analog zu Netflix sind in einer Abogebühr hunderte Games enthalten. Zudem erhält man früher Zugriff auf die Games als Käufer von einzelnen Spielen.
  • Battle Royal: Der Überlebenskampf alle gegen alle wird immer beliebter. Wer überlebt, gewinnt. Battle Royal ist auch bei E-Sport immer beliebter. Das Begriff kommt aus dem Wrestling.
  • Das Neuste: Die Gamer-Szene wartet gespannt auf  «Cyberpunk 2077». Das Spiel verspricht Entscheidungsvarianten, welche die Spielgeschichte massgeblich verändern. Wenn ich jemanden nicht töte, hat das Einfluss auf die Geschichte an einem anderen Ort im Spiel. Der Trailer.

Und Elias Zurbuchen? Er hat in anderthalb Jahren 850 Stunden mit Battelfield verbracht. Laut Statistik kam er dabei auf 37’000 Tötungen.

Empfehlungen von Elias Zurbuchen

  • Game Two Erklärt die aktuellen Trends (deutsch)
  • AlphaBetaGamer.com: Die neusten Infos über Betas, Indiegames, Studentengames und Alpha-Zugänge. Hier hat man immer wieder die Chance, auch grosse Games vor allen anderen zu spielen
  • Gamestar.de. so ziemlich die grösste deutsche Gaming-Seite. Nicht alles kostenlos.
  • Der Youtube Channel von Gameranx. einem englischen Gamerchannel der ca. 4,5 Millionen Abonnenten hat. Coole News und immer sehr aktuell.