Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management mit Milos Radovic berichtet Michèle Tisch.

#mobilefirst

«If you are not thinking about how to tell your story on a mobile device first you are going to lose. » Und das sagte Gary Vaynerchuk bereits im Jahre 2013!

https://www.youtube.com/watch?v=KBccoDxbwmU

Vier Jahre später scheinen viele Firmen diesen Punkt immer noch nicht verstanden zu haben. So auch Nintendo. Nintendo mit seinem Game Boy oder der Nintendo 64 – wahrscheinlich das «muss-ich-haben-Spielzeug» im Jahr 1997 – hat den Wechsel zur mobilen Nutzung verschlafen. Kein 15-Jähriger interessiert sich heute noch für Super Mario, Peach und Bowser.

#micromoments

«A mobile moment is a point in time and space when someone pulls out a mobile device to get what they want in their immediate context. »

Mobile Moments oder wie Google es nennt, Micro Moments, sind also frei übersetzt, all die Momente, wenn jemand das Handy hervorholt um das zu erledigen, was sie grade wollen. «Warte, wir googeln es schnell, dann wissen wir die Antwort.» «Oh so schön, davon mach ein Foto.», «Ich sende es dir via Whatsapp» oder «Kannst du für mich zahlen? Ich habe grad kein Bargeld mit dabei, aber ich schicke dir das Geld sofort via Twint». Wenn all diese Micro Moments zusammengezählt werden, kommt man auf eine unglaubliche Zahl. So oft wird auf das Handy geschaut oder es für eben einer diese Micro Moments gebraucht.

#mobilebusiness

Das Mobile ist so präsent wie nie, und ist für ein Unternehmen die direkteste, persönlichste und relevanteste Verbindung zu den Kunden. Wusstet ihr z.B., dass in der Schweiz 69 % das Haus nie ohne Ihr Handy verlassen?

Milos Radovic fragte uns, wer alles noch ein Taschenrechner zuhause hat – und ihn auch noch benutzt. Die Antwort muss ja wohl nicht erwähnt werden. :).

Heutzutage hat sich die Anzahl der benötigen Geräte massiv reduziert. Brauchte man früher im Auto noch ein TomTom, um den Weg von A nach B zu finden. Den Discman oder der MP3-Player um die Lieblingssongs abzuspielen. Oder einen USB-Sticks mit wenigen 128 MB um Daten zu transportieren.  Heute zückt man das Smartphone und nutzt Google Maps, Spotify und die Cloud.

Das Smartphone ist allgegenwärtig! Das beantwortet somit eigentlich auch schon die Frage weshalb Mobile Business so wichtig ist. In der Schweiz suchen 81 % auf Ihrem Smartphone nach Produkten oder Dienstleistungen. Ganze 44 % kaufen danach auch direkt via Smartphone ein – Tendenz steigend. Im Vergleich zu den 33 % die dann das Produkt im Geschäft kaufen. Eine stolze Zahl.

#apps vs. #browser

Am Schluss wurde es noch technisch. Native Application, Hybrid Application oder Web Application? Klingt kompliziert, ist es aber im Grunde genommen nicht. Jede benutzte App läuft auf einer dieser drei Arten. Hier eine kurze Erklärung:

Ist es eine native App, läuft diese direkt auf dem Device selber und ist in der selben «Sprache» wie das Smartphone geschrieben. Das heisst, wenn es ein Android-Telefon ist auf «JAVA». Ist das Telefon aus dem Hause Apple in der Sprache «Objective-C».

Der Vorteil einer Native Application ist die, dass mit der App Gerätefunktionen aufgerufen werden können. Das heisst die Kamera kann bedient werden oder die Knöpfe auf der Seite des Telefons können gesteuert werden.

Die Webapplikation läuft nicht auf dem Gerät selber, sondern öffnet sich via einen Browser (welcher wiederum eine native App ist – aber das lassen wir mal so stehen :)) Wenn eine Webapplikation benutzt wird, gibt es keinen direkten Zugriff von der App auf das Gerät.

Die Mittellösung ist dazu die Hybrid App. Das heisst die App wurde in einem «nativen Container» aufgebaut, um so den Zugriff auf das Gerät sicherzustellen, die App läuft dann aber über einen WebCode. Hier einige Details zu dieser App-Art:

  • Multi-Channel / Multi-Device mit geringerem Aufwand (“nur” Container) für die nativen Plattformen
  • App in den App-Stores
  • Voller Hardware- und Software API-Support
  • Updates auf “Web-Module” ohne App-Updates
  • Wiederverwendung von bereits erstelltem Web-Content

Nachteile:

  • Komplexität im Bereich der technischen Konzeption steigt.
  • Multi-Plattform / Multi-Device-Optimierung auch im Web-Teil potentiell teuer.

#saywhat?

Und was heisst das nun für mich als Unternehmen? Was ist die beste Lösung für mein Business?

Vorneweg: Für die User ist eine App (Hybrid oder Native) ganz klar besser.  85 % der Smartphone-Benutzer ziehen Apps den Webapplikationen vor. Sei es, weil auf die Daten zugegriffen werden kann, welche zuletzt geladen wurden, obwohl man jetzt offline ist. Die Apps meist schneller laufen. Oder weil die sogenannte «Fluidity» schlicht besser ist als auf einer mobilen Website.

Aus Sicht der Technologie geht der Punkt ebenfalls an die Mobilen Apps. Vor allem bezüglich der Security. Und doch sieht es aus der unternehmerischer Sicht anders aus. Da hat die Webapplikation einen riesen Vorsprung. Und das alleine wegen den Kosten. Also, was ist es dir wert?

Danke, dass du mein Blog-Artikel gelesen hast! #gomobileorgohome