Aus dem Unterricht des CAS Digital Leadership mit Moritz Adler berichten Philippe Schelling und Anna Sutter:

Eat, Sleep, Do Things, Be a Rockstar, Repeat – so lautet der vielversprechende Titel unserer heutigen Vorlesung #HWZDIGITALLEADER.

@moritzadler gewährt uns Einblicke in die Welt von @Google, wie sie arbeiten, was sie unter Leadership verstehen, wie die Zukunft aussehen könnte und vor welchen Herausforderungen sie stehen.

@moritzadler über eat, sleep, do things, be a rockstar, repeat:

      Eat: Gehe niemals alleine Lunchen! Nie! (Nur ein Schwein luncht allein…)
      Sleep: Geht auch vor dem Apple Store -> Teambuilding.
      Do Things: But Do It Fast and Break Things.
      Rockstars: Be a rockstar – es kann nie das Ziel sein, einfach nur “okay” zu sein. Kunden lieben nur den, der TOLL ist. Sei also ein guter Mensch mit dem jeder gerne zusammenarbeiten möchte.
      Repeat: AND IMPROVE – ständig!

Was wirklich dahinter steckt:

  1. Act Like An Owner (Übernimm immer die volle Verantwortung für deine Produkte)
  2. Take risks (minimum, viable, products, move fast & break things)
  3. Earn the Love of your Customer (Man muss seinen Kunden zuhören – immer! Direktes Kundenfeedback ist unbezahlbar / customer centric culture)
  4. Diversity (Versuche möglichst viele Kulturen, Ethnien, etc. im Unternehmen vereinen, Vielfalt ist der Schlüssel)
  5. Have Fun

How Google works:

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Google pflegt eine spezielle Art der Zusammenarbeit. So lautet eines der Credos: “Sei jemand, mit dem man gerne zusammenarbeitet – jeden Tag!”. Statussymbole sind zwar unwichtig, dennoch ist die Struktur klar hierarchisch, wobei Google auf “Distributed Leadership” setzt. Kommunikation findet bei Google fernab vom E-Mail Verkehr statt – es sei denn, es sollen konkrete Aufträge verteilt werden.

  • Distributed Leadership: People Management ist verteilt auf verschiedene Personen, zu den People Managern hat man relativ wenig Kontakt, dafür gibt es ein Team aus Experten als Sparring Partner. People Manager haben deshalb auch wenig mit dem Business zu tun.
  • Mails: E-Mails werden nur verschickt um konkrete Aufträge zu erteilen –> Aufträge werden in Bulletpoints aufgelistet, diese Aufträge müssen dann abgearbeitet werden, die E-Mails dienen also nicht zur Kommunikation wie in vielen anderen Unternehmen.
  • Recruiting: Same day feedback ist oberste Prämisse, es werden etwa 6-7 Gespräche geführt. Google bekommt rund 3 Mio. Bewerbungen pro Jahr, der Prozess ist dabei sehr transparent, die Tests und Interviews sind zum Teil auf YouTube veröffentlicht.
  • Management: Jeder weiß zwar wer die “hohen” Manager sind, es wäre rein äußerlich nie sichtbar, Statussymbole spielen keine Rolle, keiner hat ein fancy office oder trägt Anzug.

A Google Thing:

Google liebt Moonshot Projekte und hat dafür einiges an Budget, wohlwissend, dass viele dieser Projekte es nicht weit bringen werden – sie alle haben aber etwas gemeinsam, sie sind sehr innovativ und verfolgen meist einen “guten” Zweck (Internet für alle, selbstfahrende Autos)…

Die nächsten Projekte:

Trotz all dem Erfolg, den tollen Projekten und zufriedenen Mitarbeitern steht auch Google vor Herausforderungen mit denen sie umgehen müssen.

Die Herausforderungen für Google:

Google geht es nicht anders als anderen Unternehmen, auch für sie stellt die neue Innovationsgeschwindigkeit vor neue Herausforderungen. Weiter wird mit einem Hockeystick-Effekt beim Thema Connectivity gerechnet, es wird sogar über eine Verzehnfachung in den nächsten paar Jahren spekuliert.

Digital is everywhere – Offline & Online verbinden und vermischen sich immer mehr:

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Neue Technologien müssen immer schneller adaptiert und optimiert werden. Zusätzlich spielt Mobile eine immer wichtigere Rolle (Think mobile first).
Relativ neu ist auch, dass mehrere Screens und Geräte gleichzeitig genutzt werden, was sich natürlich auf das Medienverhalten auswirkt.

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6 Screens (Desktop / Mobile / Tablet / TV / Wearables / In-Car) bedeutet damit auch kürzere Aufmerksamkeitsspanne pro Gerät, verteilte Aufmerksamkeit. Gleichzeitig aber auch die Macht des Teilens, so werden Beispielsweise Sportevents auf Twitter kommentiert usw. Es findet damit auch eine Erweiterung der Realität statt.
Für Google bedeutet dies, dass sie auf die neuen “Gewohnheiten” der Kunden eingehen müssen und Services anbieten, die sie unterstützen.

Hier gilt des Prinzip des Zahnbürstentests: Ziel ist es Produkte zu schaffen, die mindestens 2x täglich benutzt werden.

Nachmittagsprogramm:

Zur Auffrischung des Agile Leadership Tages gab’s zum Abschluss einen Scrum / Agile Workshop. Ziel des Workshops war es, das perfekte Papierflugzeug unter erschwerten Bedigungen zu bauen und weiter zu verbessern.

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…und weil auch der Spaß nicht zu kurz kommen darf, gabs am Ende der Veranstaltung ein #freebeer

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Danke @moritzadler