Aus dem CAS Digital Masterclass mit Pascal Kaufmann zum Thema „Hacking the mind“ und der Paneldiskussion moderiert durch Patrizia Laeri mit Markus Iofcea zum Thema “Future View”, Barbara Josef fürs Thema “Um was geht es bei der Transformation und wie bleiben wir am Ball “und zum Abschluss Dr. Sarah Genner zum Thema „Wie digitale Masters uns in die frohe Zukunft führen“, berichtet Marilena Baviello.

Hacking the mind

Definition

„Hacking the mind“ berichtet über die Artificial Intelligence-Entwicklungsgeschichte als zentrales Element.
Pascal Kaufmann vermittelt, basierend auf aktuellen Erkenntnissen aus der Hirnforschung, wie Wissenschaftler seit Jahrzehnten Schritt für Schritt den „Brain Code“ entschlüsseln. Der Hirncode wird auf Maschinen technisch nachgebaut durch immer mehr zusammenhängende Layer-Logiken. Die Erläuterungen in der Präsenzveranstaltung lassen verstehen, wo wir heute im Thema Künstliche Intelligenz stehen.

Intelligenz

In der Präsenzstunde definieren wir gemeinsam Intelligenz und was der Unterschiede zwischen biologischer und künstlicher Intelligenz ist:

4 Unterschiede zwischen biologischer und künstlicher Intelligenz:

  • Biologische Intelligenz ist authentisch. Sie hat Bewusstsein. KI simuliert die Intelligenz ohne echtes Bewusstsein.
  • Biologische Intelligenz ist immer besser als KI. KI hat eine streng terministische Intelligenz. Sie kann nie besser sein als es dem Menschen gelingt, das Verhalten echter Lebewesen zu analysieren und mit einem Regelwerke zu beschreiben.
  • Biologische Intelligenz basiert auf neuronalen Netzen. KI basiert immer auf einem Algorithmus (Regelwerk).
  • Biologische Intelligenz kann Bekanntes auf etwas anwenden, dass es nicht kennt. KI hat diese Fähigkeit nicht.

Automat und Mensch

Digitalisierung und Automatisieren gehören zusammen. Es werden Dinge im Abbild der menschlichen Intelligenz mit künstlichen Source-Codes automatisiert.

Die Hirnforschung erarbeitet weiterführende statistische Daten. Dahinter ist die Absicht mit Erfahrungen und gebauten Maschinen zukunftsführendere, tiefere Modelle abzuleiten. In diesem Zusammenhang ist die als „Frank Rosenblatts Prinzipien’’ bekannte Theorie über «First Artificial Neural Network» weltweit in Forschungskreisen bekannt.

Deep Learning

“Deep learning is a class of machine learning algorithms that allows computational models that are composed of multiple processing layers to learn representations of data with multiple levels of abstraction“


Artificial Intelligence

„Artificial Intelligence“ wird für alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verwendet. Ziel ist, Maschinen “intelligenter“ zu machen.

Future View

In vielen Industrien entwickeln Leute sehr unabhängig ihr eigenes Geschäft. Sie schauen nicht gesamtheitlich was in ihrem Umfeld mitpassiert und sie früher oder später beeinflusst.

Present login: Der richtige Lösungsansatz bei Geschäftsanalysen ist, auch das Vorstellungsvermögen einzubinden und mit Einschliessung von gesamtheitliche internen/externen Umfeld-Umfragen antizipiert zu denken (Lateral Thinking Ansatz von De Bono).

Um was geht es bei der Transformation und wie bleiben wir am Ball?

Die technologische Innovation soll heute „in der DNA“ aller Unternehmen verankert sein. Die Transformation herkömmlicher Unternehmen muss die gesamte Firma umfassen und passiert nicht von heute auf morgen. Im Zentrum stehen die Mitarbeiter sämtlicher Ebenen und die Firmenkultur.

Heute stellen viele Unternehmen sich weiter alte Fragen. Dies bringt keine Organisation erfolgreich in die Digitale Transformation und ins Digitale Zeitalter. Auf allen Organisationshierarchien gibt es viel Widerstand gegenüber Veränderungen.

Die Gründe für den Widerstand liegen oft darin, dass führenden Köpfen zum Thema „neue Arbeitswelt „der Nutzen und die Notwendigkeit der Digitalen Transformation nicht klar ist.

Relevante Fähigkeiten in der neuen Arbeitswelt:

  • Fähigkeit, flexibel zu sein und sich neu zu formen und adressieren
  • Fähigkeit, Privat und Beruf bewusster abzugrenzen
  • Fähigkeit, sich selbstständig zu organisieren und anzutreiben
  • Fähigkeit, offen und neugierig zu sein und mit neuen Technologien umzugehen
  • Fähigkeit, sich immer wieder kurzfristig in neue Teams einzubinden für ein Projekt
  • Kritische Auseinandersetzung mit Themen und weniger auswendig Lernen
  • Leben selbständig und unabhängig meistern können
  • Fähigkeit, mit Bauernschläue und Pragmatismus für sich zu sorgen
  • Fähigkeit, mit komplexen Jobs umzugehen
  • Überzeugungskraft
  • Verhandlungsstärke
  • Soziale Wahrnehmung
  • Empathie

Um diesen Typ Mensch in Zukunft mehr und mehr auf dem Arbeitsmarkt zu haben, muss man heute beginnen, das Ausbildungssystem in der Schweiz gezielt umzugestalten.

Was kann man heute schon sagen, was in der neuen Arbeitswelt verändert sein wird:

  • Die Freelance Wirtschaft wird mehr sein
  • 40% der Gesellschaft wird sich in Zukunft selber am Markt bewegen
  • Ernüchterung: Ich werde bezahlt für meinen Auftritt und die Leistung am Markt und dann zieh ich mich wieder zurück. Die Arbeitnehmer werden nicht mehr bewusst getroffen.
  • Ressourcen werden am Markt genommen und wieder eingestellt, wenn man sie braucht. Dadurch wird es immer mehr terminierte Festanstellungen geben. Damit wird man immer das Beste und fitteste Arbeitnehmerangebot am Markt holen. Dadurch werden viele auf der Strecke bleiben.

Wie digital Masters uns in die Zukunft führen

  1. Vision: Der Digital Master sagt, was Digitalisierung ist.
  2. Vision: Digital Masters erkennen Hypes. Sie stossen innovative Prozesse mit Blick in die Zukunft an.
  3. Vision: Der Digital Master digitalisiert gezielt – nicht aus Prinzip. Angemessene Technologie wird dort eingesetzt, wo sie weiterbringt.
  4. Vision: Digital Masters wissen genau, was mit welcher Technologie gemacht werden kann.
  5. Vision: Der Digitial Master bleibt technologisch auf aktuellem Wissenstand.
  6. Vision: Digital Masters bauen Brücken. Sie treiben mit Freude neue Technologien eigenständig an und nehmen die Organisation mit.
  7. Vision: Digital Masters sind freundlich und fördern diesen Charakterzug. (Forschungen zeigen ganz klar: Menschen gehen mit Mitmenschen so um, wie sie mit Maschinen umgehen.)
  8. Vision: Digital Masters priorisieren und grenzen die Kommunikation rigoros ab. Sie vermitteln dieses Thema mit Ausblick auf ein gesundes Verhalten (iPhonefreie Zonen und Zeiten)
  9. Vision: Digital Masters vermitteln ein Menschenbild als Teil eines Netzes.
  10. Vision: Der Digital Master gestaltet eine Unternehmenskultur so mit, dass die Mitarbeiter und die Kunden ein Service-Erlebnis wahrnehmen.
  11. Vision: Digital Masters arbeiten interdisziplinär und vernetzen Sachen und Menschen.

Outlook

Die disruptive Auswirkung von “Künstlicher Intelligenz“ betrifft alle Wirtschaften, Gesellschaften und viele Organisationen. In Zukunft werden Unternehmen näher am Endkunden sein. Viele heute bekannte Firmenkulturen und Business Modellen werden transformiert.

Heute ist ein breites Ziel bezüglich “Künstlicher Intelligenz“ angedacht. Damit kommen viele Potenziale und Chancen daher in Wirtschaft, Politik, Mobilität, Gesundheit und Umwelt. Risiken und Chancen können kurz- oder mittelfristig eintreffen. Dies hängt davon ab, wieviel Zeit noch nötig ist, um starke künstliche Intelligenz in der realen Welt stabil einzuführen. Der Zeithorizont ist abhängig von finanziellen Investitionen in der Hirnforschung und technischen Entwicklung in jedem Anwendungsfeld.