Alles begann mit einer Frage

Ist es in absehbarer Zeit realistisch, dass Roboter in der Geschäftsleitung von Unternehmen Einsitz nehmen? Dieser Fragestellung ging Cornelia Diethelm im Rahmen ihrer Abschlussarbeit innerhalb des CAS Disruptive Technologies nach. Im Dschungel neuer Technologien fand sie die Wichtigkeit des Menschen.

«Im Guten, wie im Schlechten. Es ist an uns zu entscheiden, wozu und wie wir die neuen disruptiven Technologien einsetzen.» schreibt sie im Yea(h)rbook 2019.

Die Erkenntnis aus dem CAS Studiengang ist mittlerweile ein richtiger Hype geworden. Digitale Ethik nimmt gerade gewaltig Fahrt auf und gehört zu den Top-Themen 2019.

«Natürlich passt es auch zum Zeitgeist, weil wir zu wissen glauben, wie einzelne Technologien angewendet werden können. Mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU wurde ebenfalls ein wichtiger Grundstein gelegt.» Cornelia Diethelm

Mit der Gewissheit, dass digitale Ethik auch für Unternehmen strategisch relevant ist, gründete sie Mitte 2018 die Shifting Society AG sowie das Centre for Digital Responsibility (CDR) – woraus später die Shift 2019 Konferenz entstand. Ein ambitioniertes Vorhaben, das ihr mehrere schlaflose Nächte beschert hat. Doch es hat sich gelohnt: Als Expertin in digitaler Ethik hält sie Referate, leitet Seminare, betreibt Forschungen und beratet Unternehmen.

Ihr neustes Projekt?

Das Whitepaper Digitale Ethik – Wie die Gesellschaft ihre Werte mit den Möglichkeiten der Digitalisierung abgleicht, welches in Kooperation mit dem Institute for Digital Business und der HWZ Academy realisiert wurde. Darin beschäftigen sich Cornelia und der Autor Peter Sennhauser mit den Chancen und Risiken neuer Technologien auf den Menschen und werfen aktuelle Beispiele in die neu eröffnete Debatte: Gilt ein Gemälde, “gemalt” von einer künstlichen Intelligenz, als Kunst? Mit welchem Prognoseprogramm arbeitet die Zürcher Stadtpolizei, um tägliche Einbruchs-Vorhersagen zu machen? Dürfen japanische Männer offiziell ein Comic-Hologramm heiraten? Wie setzen Armeen sogenannte “Slaughterbots” als Verteidigungsmassnahme ein? Kann man Roboter “bestrafen”?

Wir finden: Ein Must-Read für 2019!