Aus dem Unterricht des CAS Digital Real Estate mit Martin A. Meier berichtet Philipp Roth.

In Science Fiction Filmen werden Realitäten fleissig vermischt und die Zuschauer immer öfters vor grössere Denkaufgaben gestellt. Spielt die Story in der echten, einer virtuellen oder gemischten Welt? Schon der Terminator im Jahr 1984 bekam Umgebungsinformationen in seiner Sonnenbrille angezeigt. Martin A. Meier zeigte uns auf welche Realitäten es gibt, welche Herausforderungen zu meistern sind und was gerade angesagt ist.

Von welchen Realitäten sprechen wir heute?

Neben den für uns echten Welt im hier und jetzt, sind vor allem die Begriffe Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und Mixed Reality (MR) verbreitet. Unter AR ist eine erweiterte Realität zu verstehen. Bekannteste Beispiele sind Pokémon Go oder für alle Fussballfans FCZ Run. Ein Device zeigt die reale Umgebung und bei Bedarf werden zusätzlich virtuelle Informationen oder Gegenstände eingeblendet. Raumgleiter nutzt dies bei Immobiliendokumentationen und verbindet die klassische Broschüre mit interaktiven Elementen.

Quelle: Raumgleiter AR App

Bei der Virtuellen Realität (VR) ist die Aussenwelt komplett ausgeblendet. Heute geschieht dies mehrheitlich über die VR-Brille, oft schon integriert mit Kopfhörern und teilweise mit Handschuhen ergänzt. In der Zukunft sollen möglichst alle Sinne des Menschen angesprochen werden können. Genau da setzten die Ideen für Ganzkörperanzüge an, wie beispielsweise der an der CES 2018 vorgestellte Teslasuit.

Bei der Mixed Realität werden VR und AR vereint. So sollen in VR Devices auch Elemente aus der realen Welt ersichtlich sein. Als prominentestes Beispiel ist die Microsoft Hololense zu nennen, jedoch sind auch bereits neue VR Brillen wie die VIVE Pro mit Kameras ausgestattet die es in Zukunft zulassen, die reale Welt mit der virtuellen Welt zu verknüpfen.

Martin A. Meier ist es wichtig, dass egal welche Technik eingesetzt wird, dem Menschen ein positives Erlebnis mitgegeben wird. Mit dem Grad der Immersion wird aufgezeigt, wie stark ein Nutzer in die virtuelle Welt eintaucht. Je höher dieser Grad ist, umso wichtiger wird das positive Erlebnis, da das Erlebte stärker haften bleibt und dies ist ja vor allem im kommerziellen Bereich das primäre Ziel.

Welche Herausforderungen sind bei VR und AR zu beachten?

Der Mensch muss im Fokus stehen! Neuer Technik steht das Gewohnheitstier Mensch grundsätzlich skeptisch gegenüber. Die soziale Akzeptanz wird durch den richtigen Einsatz der Technik erreicht. Positive Erlebnisse müssen angestrebt werden und die Technik so schnell als möglich in noch besserer Qualität zur Verfügung stehen. Beispielsweise müssen Bildauflösungen, Tragkonform und Bedienung der Geräte verbessert werden. Kabellose Versionen müssen bezahlbar werden oder auch das Inside out Tracking muss zum Standard werden. All diese Punkte und noch vieles mehr werden kommen, erinnern wir uns doch noch sehr gut an die Anfänge der Mobilfunktelefonie und den doch sehr grossen Unterschieden zu den heutigen Smartphones.

Quelle: Siemens, 1986

Welche Trends sind zu sehen?

Alle Realitäten werden in der Werbe-, Game- und Filmindustrie vermehrt angewendet. AR und VR werden ein fester Bestandteil der Mobile Technologie und wird in den Bereichen Social Media und Kommunikation verstärkter Einzug finden. Dadurch werden die Inhalte rasant ansteigen und mehr Nutzer zur Anwendung von VR und AR bringen.

Egal in welcher Realität Du Dich gerade befindest, wichtig ist, dass Du Dich bewusst für eine Realität entscheidest und hoffentlich auch in Zukunft selber entscheiden kannst, wo Du gerade sein möchtest und dies auch richtig wahrnimmst. So bin ich überzeugt am 17.11.2018 den Samstagvormittag und die spannenden Impulse von Martin A. Meier live im Decision Room bei Raumgleiter erlebt zu haben und nicht mit der VR Brille zu Hause auf dem Sofa verbracht zu haben. Jedenfalls hat der Prosecco zur Pause geschmeckt und dies kann die VR Brille noch nicht imitieren.