Cornelia und Marco berichten von Tag #2 / 7.6.2016

Bereits am zweiten Tag der Study Tour geht es raus aus San Francisco, in einem bequemen Bus, mit einer charmanten Reiseleitung und einem verlässlichen Chauffeur.

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Beim Rundgang durch die Büroräume von Evernote wird schnell klar, dass hier Menschen mit einer grossen “Passion” für Evernote arbeiten (und teilweise sogar für Bier, siehe erstes Bild unten). Die Mitarbeitenden glauben, dass ihre Nutzer die gleiche Passion teilen und Evernote auch voll vertrauen, weil sie teils sehr persönliche Informationen auf Evernote speichern. Und deshalb unternimmt Evernote auch alles, dass diese Daten “dem Nutzer” gehören und nicht (wie bei anderen) für Werbung “zweckentfremdet” werden. Zugriff auf diese persönliche Daten haben nur 20 Mitarbeitende von Evernote!

Um auch ökonomisch erfolgreich zu sein, unternimmt Evernote grosse Anstrenungen, das Produkt laufend zu verbessern. Damit soll nicht nur eine immer grössere Fanbase (von 150 Mio. Nutzern) entstehen, sondern auch die Zahlungsbereitschaft für Premium Services erhöht werden. Das Motto ist schlicht: “Innovate or die”. In guter Erinnerung bleibt den Digital Leaders auch der grossartige Service an der Kaffee-Bar, der während dem Besuch eine magnetische Sogwirkung entfaltet hat.

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Und weiter gehts zu Hero City an der Draper University, einem Co-Working Space für Teams, die zeitlich befristet konzentriert an Themen wie Blockchain oder Virtual Reality arbeiten. Gründer und Investor  Tim Draper will mit diesem Angebot junge Menschen dabei unterstützen, ihre Ideen zu verwirklichen. Die Teams arbeiten nicht nur vor Ort, sondern sie leben auch gleich im Gebäude vis-à-vis – mit Swimming Pool. Herzstück der Förderung ist der Zugang zu einem umfangreichen Ökosystem inkl. Geldgebern. Ergänzend werden für junge Menschen unter 30 Jahren auch Bootcamps organisiert.

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Bei der Ankunft in Palo Alto, dem Herzstück des Silicon Valley, fällt als erstes das sommerliche Wetter auf. Für einmal bleiben die  Jacken im Bus. Sonnencrèmes und Sonnenbrillen dominieren das Gruppenbild. Nach einem köstlichen Mittagessen und einem ausgedehnten Bummel entlang der University Avenue steht das nächste Highlight an: The Hive Data bezeichnet sich als “Venture Studio”. Ihre Aufgabe ist es, Unternehmen finanziell und operativ so zu unterstützen, dass sie nach 12-18 Monaten für Venture Capital in Frage kommen. Zentral für diese “early stage innovation” ist auch hier der Zugang zum Ökosystem. Dabei konzentriert sich The Hive Data, auf die Bereiche Artifical Intelligence und Big Data. Rund 30% aller unterstützter Unternehmen werden von Hive Data selber initiiert, eine erstaunlich hohe Zahl! Und Co-Gründer T.M. Ravi ist überzeugt: “We will see a new brave world in the next 10 years!”

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Den vielseitigen Tag rundet der Besuch bei Adello ab, einem Schweizer Unternehmen. Ihr Ziel ist klar: Mach Werbung relevanter! Und wie soll das gehen? In dem man Milliarden von Daten auswertet, kombiniert mit Algorithmen, und täglich eine unglaubliche Menge an Prognosen produziert, basierend auf Wetter, Verkehr, Geräten und sehr vielem mehr. Ganz einfach, oder? Und ganz wichtig: Alles in Echtzeit! Komplexität, die in der Kürze gar nicht erfassbar war… 

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Fazit von Tag 2:

  • Der Konkurrenz- und Leistungsdruck im Sillicon Valey ist sehr gross.
  • Essen, Snacks und Getränke stehen bei allen Unternehmen jederzeit gratis zur Verfügung (bei Schweizer Unternehmen sind es u.a. Lindt-Kugeln).
  • Vor allem aber sind es Menschen, die das Silicon Valley ausmachen – vor und hinter den Kulissen.