Aus dem Unterricht des CAS Digital Leadership mit Dozent Florian Wieser berichtet Student Ronny Gazik:

Der zweite Tag im CAS Digital Leadership startet mit Florian Wieser. Florian stellt uns gleich vor die philosophische Frage, wie wir uns unseren 40. Geburtstag vorstellen und ob wir uns darüber Gedanken machen bzw. gemacht haben? Er schildert uns seinen Fall und sagt, dass 40 werden nicht so einfach war, aber wieso? Der 20. oder 30. waren kein Problem, dann aber mit 40 stellt man sich die “bedeutende” Frage, WHY??? …also, mache ich das, was ich jetzt mache, noch die nächsten 20 Jahre, sprich bis zu meiner Pensionierung? Das will wohl überlegt sein! Und jede und jeder sollte sich die folgende Frage stellen und für sich beantworten:

Meetings & die damit verbundenen Probleme

Wer kennt die sie nicht die Problematik bei so vielen Meetings:

Es ist unglaublich wie viel unsere Gedanken in Meetings herumwandern. Deshalb ist jede Form von Ablenkung zu vermeiden. Folgende Zahlen geben uns einen Überblick in den Alltag:

Was machen wir dann wenn wir in Meetings im Stress kommen? So ein sog. Social Threat löst im Gehirn den gleichen Stress aus, wie wenn wir von einem Tiger weglaufen müssen. Dann der Kampf mit der inneren Stimme, wollen die Leute hören, was ich erzähle? Amygdala in Aktion = Alarm, ich bin in Gefahr! Etwas wissenswertes nebenbei, 20% unserer Energie verbraucht unser Gehirn einfach so, ohne etwas wirklich gemacht zu haben ein “sog. Leerlauf”. Zurück zum Thema, wir bewegen uns also §ausserhalb unserer Komfortzone und was machen wir, wenn wir in Meetings im Stress kommen? Piloten z.B. setzen sich auf ihre Hände. Florian z.B. nimmt einen tiefen Atemzug lässt ein paar Sekunden verstreichen oder checkt den Tisch und sagt sich wow, der ist kalt. Diese Aktionen bringen den nötigen Abstand, um sich die Möglichkeit zu geben, sich kurz zu beruhigen und eine ruhige und überlegte Antwort zu geben. Anstatt du Sack, sagt man seinem Kollegen einfach ok, machen wir es doch so…

Die Atmungsmethode sieht im Übrigen wie folgt aus:

(Digital) Leadership ist der Schlüssel zur Emotional Intelligence

Je besser ich über mich Bescheid weiss, desto besser kann ich mich kontrollieren. Die Emotional Intelligence baut sich wie folgt zusammen:

  • Leadership: Führen mit Mitgefühl
  • Empathy: Die Gefühle und Erfahrungen anderer verstehen
  • Motivation: Seine Werte und die Arbeit aufeinander abstimmen
  • Self-Management: Seine Impulse und Reaktionen geschickt verwalten
  • Self-Awareness: Ein hochentwickeltes Bewusstsein für seine Gedanken, Emotionen und Gewohnheiten schaffen
  • Mindfulness: Die Wissenschaft und den Nutzen einer vollständigen Präsenz

Die 4 Pfeiler des Leaderships

Es bedingt vier Kompetenzen um führen zu können, diese sind zukünftig die wichtigsten Pfeiler für Leadership:

Damit wir bei VUCA alle vom gleichen Sprechen, gemäss business-wissen.de lautet die Denifition wie folgt:

  • V = Volatil (Volatility): Die Natur und die Dynamik des Wandels entfalten enorme Kräfte und sind Katalysatoren für radikale Veränderungen.
  • U = Ungewiss (Uncertainty): Der Mangel an Berechenbarkeit, das Maß an unkontrollierbarer Überrumpelung und ein fehlendes Gefühl von Bewusstsein und Verständnis für Themen und Ereignisse sorgen für Ungewissheit.
  • C = Komplex (Complexity): Die Dynamik unserer Systeme multipliziert sich, während die Vernetzung gleichzeitig für Chaos und Verwirrung sorgt. Gesellschaften, Unternehmen aber auch das individuelle Leben bieten Multioptionen und Multikomplexität.
  • A = Mehrdeutig (Ambiguity): Es gibt keine einfachen Ursache-Wirkungszusammenhänge mehr. Die Realität ist verwirrend, oft unverständlich und in keiner Weise mehr planbar. Missdeutungen und Fehlinterpretationen nehmen zu, denn sehr häufig bricht die Verbindung zwischen Handeln und Wissen ab.

Leadership im Detail

Damit wir uns zusammen arrangieren und zusammen auch arbeiten können, muss ich mir die Frage zu folgende Punkte stellen:

  • Wollen -> will ich
  • Sollen -> soll ich
  • müssen -> muss ich
  • dürfen -> darf ich
  • können -> kann ich

=> daraus folgt Psychological Saftey – das A & O um effektiv arbeiten zu können.

Und jetzt kommt endlich der spannende Teil, let’s get ready to LEGO 🙂

Aber bevor wir mit der Übung zu LEGO Serious Play kommen, müssen wir noch kurz den Flow Channel betrachten:

Zu viel Challange steigt die Anxiety -> schlecht für den Flow

Zu hohe Skills steigt Boredom…Arbeit is zu Langweilig -> schlecht für den Flow

Man muss die richtige Mischung zwischen Anxiety und Boredom finden. Dann erkennt man, dass es mich für diese Aufgabe, Arbeit oder wo auch immer braucht und ich deshalb im Flow bin.

Das eigentliche Spiel

Egal ob Strategie, Vision, Leitbild, Projektideen oder Prototypen mit LEGO serious play können diese auf einfache Art und Weise tangibel gemacht werden und als Grundlage für Gruppendiskussionen, Wissensaustausch, Problemlösung oder Entscheidungsfindung dienen. Für jede Aufgabe gibt es noch die eine oder andere Vorgabe, welche beachtet werden muss, wenn man seine LEGO-Lösung zusammenbaut.