Aus dem Unterricht des CAS Multichannel Management mit Roger Staempfli berichtet Patrick Franco.

Live Marketing wird durch Begegnungen geprägt. Persönlichen Begegnungen.

Und so nimmt sich Roger Staempfli zu Beginn die Zeit, sämtliche Unterrichtsteilnehmenden persönlich mit einem Handshake willkommen zu heissen. Dann ist Rock n’ Roll angesagt – mit coolen Videos und vielen Praxisbeispiele, wird aus dem vollen Erfahrungsrepertoire geschöpft. You got my attention.

Ob wir über Live Marketing, Live Kommunikation oder Event Marketing sprechen: Es sind allesamt Oberbegriffe für Kommunikationsinstrumente, die eine persönliche Begegnung und aktive Erlebnisse ermöglichen. Mit deren Hilfe können die Zielgruppen durch die Hersteller und ihre Marken emotional angegangen werden.

Am Praxisbeispiel der Ski Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz, wird diese starke Emotionalisierung in Form des damaligen Wahrzeichens «Edy» aufgezeigt.

Diese gigantische Holzfigur schaffte es, Besucher und Einheimische gleichermassen zu begeistern. Als zentrale Figur dieser Meisterschaft wurden VIP-Plätze und Besucher-Foyers nach ihr gerichtet. Selbst die Pokale waren aus Holz und mit dem Edy versehen.

Live Marketing wird unterteilt in

  • Events
  • Messen
  • Roadshows
  • Sponsoring
  • Pop Up

Mit der entsprechenden Kreativität wird dabei auch bei geringen Budgets oder Einschränkungen der vorgegebenen Locations das Maximum herausgeholt. Hier wurde uns die bisher grösste Filmpremiere in der Schweiz als Beispiel aufgezeigt. Diese fand im Hallenstadion Zürich statt. Dabei wurden gekonnt Lichteffekte eingesetzt, um die tristen Innenwände aufzupeppen.

Grundregel des Live Marketings ist stets die Involvierung des Gastes. Das Publikum muss einen Teil des Events werden. Könnte dasselbe online oder mit Printmedien erreicht werden, macht ein Event keinen Sinn.

Die Events werden in Public und Corporate kategorisiert

Public Events vermitteln eine Information. Am Beispiel der Energy Challenge 2016.

Mit einer modernen Sprache, dem Einsatz neuer Medien und prominenter Unterstützung richtet sich diese an die breite Schweizer Bevölkerung. Im Social Media Zeitalter agieren bekannte Aushängeschilder als Multiplikatoren der Information. Dabei sollen die involvierten Personen fleissig Selfies machen – und so die Marke in die Welt hinaustragen.

Mit Hilfe von Wettbewerbs-Spielen bedient man sich eines Phänomens, dass wir von Restaurants und Clubs kennen. Leute ziehen Leute an! Dabei ist der zu gewinnende Preis des Wettbewerbes sekundär.

Beispiele für Corporate Events sind Generalversammlungen, Kundenpflege, Partnerpflege, Produktelancierungen und bei der Motivation der Mitarbeiter.

Exhibitions

Ein besonderes Erlebnis für die Kunden sind Exhibitions. Diese nehmen zur Zeit tendenziell zu und erlauben der Marke, ihr Image durch emotionalisierte Informationen (Infotainment) zu stärken. Ein gutes Beispiel dafür ist das Besucherzentrum einer Schoggifabrik.

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Frey Schoggifabrik 

Sponsoring

Nach wie vor gross ist das Sponsoring. Viele Events insbesondere im Bereich Public Events sind ohne Sponsoring nicht durchführbar. Für den Sponsoren ist es wichtig, zusätzlich zum investierten Betrag Mittel einzuplanen, um sein Engagement adäquat zu nutzen. Dabei gilt es zu beachten, dass mindestens so viel Geld investiert werden muss, wie für den Event selbst ausgegeben wird. Sonst geht man dabei unter. Ein Beispiel sind die vielen Music Open Airs in der Schweiz. Als Sponsor soll man am Event selber wahrgenommen werden und nicht nur  auf den Flyer aufgeführt sein.

Pop Up Stores

Definitiv im Mainstream angekommen sind die hiesigen Pop Up Stores. Dies auch über alle Branchen. Ein gutes Beispiel ist das Bikinis in Berlin oder auch die vielen Pop Up Restaurants und Clubs in Grossstädten.

Am Nachmittag hiess es dann Live Communication. Mehr dazu im Blogbeitrag von Michael Frischkopf.