Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management schreibt Jürgen Deininger:

 

Der Nachmittag mit Livio Dainese (im Bild), der über seine Erfahrungen punkto “Ideenfindung und Konzeption von Inhalten” berichtete, war sehr kurzweilig und beinhaltete viele Video-Beispiele und interessantes Geplauder aus dem Nähkästchen eines Profis (seit Neuerem bei Hinderling Volkart, vorher bei Jung von Matt).

 

Im Folgenden habe ich die wesentlichen Learnings zusammengefasst:

Integrierte Kampagnen:

Content-Is-King

Es kommt auf die Idee an. Diese muss berühren und bewegen, so als ob man Schmetterlinge im Bauch spürt.

Content is king” – wenn es was zu sagen gibt, dann sag was, sonst nicht.

Versuche Loyalität und Treue der Consumer anzupeilen.

 

Die gute Idee …

… benötigt Intelligenz und Magie. Intelligenz ist die aus der Marktbeobachtung gewonnene Strategie. Magie ist die kreative Umsetzung der Strategie und gibt der Idee den Drive.

 

Leitlinien für Social Media Kampagnen:

Erzähl Menschen eine gute Geschichte, wobei du das Social Media-Erlebnis mit dem echten Leben verbindest. Belohne und respektiere deine Fans. Sei bereit für Improvisation, denn Kampagnen laufen nie wie geplant.

 

Im letzten Teil zeigte uns Livio Beispiele guter Social Media Kampagnen:

Intel und Toshiba lancierten mit The Inside Experience eine Kampagne, deren Promotion interaktiv und digital angekurbelt und über 50 Millionen online aufgerufen wurde.

 

Ariel2-0OFE

 

In Stockholm lancierte Ariel einen “Fashion Shoot“, bei dem Users via Social Media App ein T-Shirt zuerst mit einem Flecken-Werfer beschmutzen konnten und es später frisch gewaschen nach Hause geschickt bekamen.

 

 

Livios persönliches Projekt Obermutten– ein kleines Dorf in den Bündner Bergen, das als Teil der Tourismus Kampagne für’s Graubünden gedacht war, beeindruckte. Es zeigt gut, dass es hinter aller strategischer Zielsetzung, immer auch eine Prise Glück braucht, respektive nie alles kommt wie geplant.

Zum Schluss besprachen wir Trends: Hier glaubt Livio, dass Werbeaktionen wie “David on Demand” wohl noch an Beliebtheit gewinnen. David wurde von Usern über Social Media gesteuert bestimmte Dinge zu tun. In diese Werbe-Kategorie gehört auch die Ariel-Kampagne.

Alles in allem empfand ich den Nachmittag als sehr guten Input rund um Ideen und Konzeption von Social Media-Kampagnen und stellte eine Art Leitfaden für unsere Praxis dar. Dennoch frage ich mich, können die präsentierten Beispiele von Toshiba, Ariel etc. tatsächlich in unserem Umfeld umgesetzt werden?