Aus dem Unterricht des CAS Mobile Business berichtet Wolfgang Thell:

Wir leben in einer Welt, in der sich das Informations- und Kommunikationsverhalten innerhalb von wenigen Jahren stark verändert hat. Ein kleiner Versuch in der Klasse ganz am Anfang der Lektion zeigt dies sehr schön auf. Die Frage lautete, was wir mit 15 Minuten freier Zeit machen:

MM

Das Resultat hat keine Überraschung gebracht: Surfen im Internet und „Besuch“ Social Media haben die Rangliste klar angeführt.

Mobile ist der grosse Treiber der digitalen Revolution. Wir sprechen hier von sogenannten „Game Changer“, die da sind:

  • Fragmentierte Medienlandschaft
  • Mobile
  • Social Media
  • Technologisch getriebene Konvergenz
  • Parallele Nutzung der Medien

Die Zeit ab 2010 wird als das Zeitalter der Konsumenten, als „Age of the Customers“ bezeichnet, in der sich die Machtverhältnisse praktisch vollständig zu Gunsten der Konsumenten verschoben haben. Sie nutzen Technologien und verfügen über sehr viele Informationen, die ihnen zu mehr Transparenz verhelfen. Sie setzen dieses Wissen ein und erwarten, dass sie sich zu jedem Zeitpunkt mit Anbietern austauschen können. Sie bestimmen dabei die Zeit und den Interaktionskanal. Dabei erwarten sie auch gute und konsistente Erfahrungen für den Fall, dass sie den Kanal wechseln möchten. Sie vergleichen Bewertungen und geben ihre eigenen Eindrücke ebenfalls weiter.

Die eingebauten Sensoren in den Smartphones ermöglichen ganz neue Mobile-Interaktionen. Es ist davon auszugehen, dass in den Geräten künftig noch mehr Sensoren eingebaut werden.

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 Definition mMarketing

Unter mMarketing versteht man Marketingmassnahmen unter Verwendung drahtloser Telekommunikation und mobiler Endgeräte mit dem Ziel, Konsumenten möglichst direkt zu erreichen und zu einem bestimmten Verhalten zu führen.

Aktivitäten, bei denen die Anbieter Leistungen auf Basis mobiler Endgeräte wie digitale Inhalte (Spiele, Songs, Videos, usw.), Informationen (News, Alerts, Produktinformationen) und/oder Transaktionen wie Shopping, Videostreaming, Zahlungen aufbauen, um damit bei potenziellen Kunden Aufmerksamkeit zu erzielen, die im Idealfall zu Verkaufsabschlüssen führen. Ziel: eine nachhaltige Kundenbeziehung aufzubauen und dabei die Erlaubnis abzuholen, dem Kunden möglichst massgeschneiderte Angebote zu unterbreiten.

Es braucht für den Konsumenten stets einen Mehrwert, mit einer Unternehmung in Kontakt zu treten. Mobile Marketing benötigt immer andere Kanäle wie z.B.:

1:1 Marketing

Sämtliche Marketingaktivitäten werden ganz konkret auf jeden Kunden zugeschnitten.

Pull- und Push-Massnahmen

Während sich der Kunde bei Pull holt, was er benötigt, gehen die Unternehmen bei Push mit spezifischen Kampagnen auf den Kunden zu (Permission vorausgesetzt).

Permission Marketing

Opt-in ist zwingend nötig im mMarketing. Ansonsten kann der Konsument eine Kampagne als Eingriff in seine Privatsphäre verstehen.

 Verschiedene mInteractions:

  • SMS, MMS
  • Push Notifications
  • Sound Recognition
  • QR-Code
  • NFC
  • Augmented Reality (AR)
  • Bluetooth

Daraus leiten sich ganz konkrete mMarketing-Services ab:

Arten Beispiele
mSolution News, Messaging, Chat-Foren
mCommerce Buchungs- und Bestellsysteme, Bezahlsysteme, After-Sales-Infos, Location Based Services, mPayment
mMarketing Mobile Direct-Dialogmarketing, Interaktive Kommunikations-Reminder, Tacking, Votings, Wettbewerbe, Couponing (Rabatt-, Gutscheinsystem), Ticketing
mAdvertising Profil- und permissionbasierte Werbung, Push-Werbung
mEntertainment Logos, Ringtones, Games, Musik-Downloads
mMultimedia Video-Telefonie/-Messaging/-Streaming, Live-Radio, Live-TV

Konkrete Anwendungen dazu sind:

  • SMS mit/ohne Response
  • MMS als Produktinformation
  • Providing Mobile Info Services
  • Discounts / Coupons
  • mNewsletter
  • Location Based Marketing
  • 2D/3D Barcodes
  • NFC Stickers
  • mSearch
  • Apps
  • Videos
  • mContent
  • Portal Advertisement

Fazit

Der Siegeszug der Mobile-Nutzung setzt sich weiter fort. Die Bedeutung von Mobile Marketing wird immer wichtiger.