Touchpoints Mobile: Aus dem Unterricht des CAS Multichannel Management mit Michael Schranz berichtet Jonas Lang.

Alle lieben mobile. Das Handy ist überall mit dabei. Das bringt Larry Page, Co-Founder von google, zum simplen Schluss: «We are no longer in a mobile first world. We are in a mobile only world.» Einfacher wird’s dadurch nicht. Denn mobile ist nicht gleich mobile.

Es ist ein Kampf gewesen. Er hat Nerven, Beharrlichkeit und viel Überzeugungsarbeit gekostet. Doch nun sind wir angekommen: Wir leben in der grossen Datenwolke. Sie umhüllt uns, sie füttert uns und sie verbindet uns weltweit mit anderen Menschen.

Vom Bau der ersten Mobilfunkantenne bis zur Wireless World, in der wir uns heute bewegen, mussten viele Hürden genommen werden. Erste Proteste gegen das neue Medium wichen allmählich einer verhaltenen Akzeptanz. Schliesslich wurde auch diese weggeschoben und machte Platz für die neue Königin.

Mobile is the new queen!

  • Die Internetnutzung übers Handy ist höher als jene über Desktop
  • Mehr E-Mails werden übers Mobile gelesen als über Desktop-Computer
  • 95% der Jugendlichen und über 80% der Schweizer besitzen ein Smartphone.
  • 80% des mobilen Internet-Traffic kommt via Apps

Wearables auf der Überholspur

Doch werden die Geräte, die heute ganz oben auf der Wunschliste stehen, ihr Feld behaupten können? Bereits sind neue Anwendungen unterwegs, die auf neue Vorherrschaft aspirieren.

Tragbare Technologien

Funk-Technologien verstecken sich in vielen Objekten.

Die Möglichkeiten der kabellosen Kommunikation vergrössern sich ständig. Immer wieder quellen neue Buzzwords auf und sorgen für Gesprächsstoff.

Die aktuellen Trends

  1. «Chatbots»
  2. Instagram Ads / Snapchat als neuer Marketing-Kanal
  3. Mobile Video Ads
  4. Mobile Payment
  5. Native Werbung
  6. Proaktive personalisierte Infos und Ads (Google Now, Siri, etc.)
  7. das Ende der «One‐Size-Fits-All» Content Design Era (UX is Key)
  8. weniger Webpage-Optimierung – mehr Apps
  9. Customized UX
  10. Vertical Video Ads

Hype hin oder her, die Liste der aktuellen Trends ermöglicht einen Schwall an neuen Marketingmöglichkeiten. In dieser multiperspektivischen Welt bieten gemäss Michael Schranz die folgenden Fragen Orientierung.

  • Was passt zu eurer Kultur?
  • Was macht ihr gerne?
  • Wo ist eure Community?

Denn, so Schranz:

«Eine Firma verkauft nicht Produkte und Dienstleistungen. Sie verkauft Mehrwert im Kontext des Kunden.»

Die Sichtweise der User liegt Schranz am Herzen. Hätte er nicht ein Gespür dafür, so würde er heute vielleicht Funkantennen bauen (Schranz war in seinem ersten Beruf Maurer). Nun konzipiert er «Apps with love».

App Ja, Nein?

Bringt eine Apps nichts, so würde Schranz einem Kunden eine solche nie andrehen. Bringt sie potenziell einen Mehrwert, so gilt es, den richtigen Typen zu wählen. Grundsätzlich kann zwischen Native Apps, Hybrid Apps und Webpages unterschieden werden.

Unterschiedliche mobile Lösungen: Welches ist die beste?

Soll ich als Unternehmen in eine App investieren? Die folgende Checkliste hilft.

  • Steigert die App die Produktivität des Unternehmens?
  • Stärkt sie die Marke?
  • Erhöht die App die Anzahl Kunden / Besucher / Fans oder deren Commitment?
  • Verbessert die App den Kundenservice?
  • Erreiche ich meine Zielgruppe über eine App?
  • Bietet die App für meine Zielgruppe einen relevanten Mehrwert?

Wo steht die Technologie − wo stehen die Kunden?

Die Umstellung von der Festnetz-Telefonie auf die drahtlose Kommunikation war für die Telekomanbieter eine Herausforderung. Es galt, die Gesellschaft für die neuen Kommunikations-Möglichkeiten zu gewinnen (5).

Unternehmen müssen sich technologischen Trends anpassen

Inzwischen haben Jung und Alt die Mobilkommunikation umarmt. Ein Abseitsstehen (4) ist für Unternehmen kaum mehr möglich.

Die neuen digitalen Technologien durchdringen alle Touchpoints. Sie verändern sie, sie erweitern sie. Die alten Grenzen der Kommunikation sind weggewischt. Mobile is everywhere.