Aus dem Unterricht des CAS Multichannel Management mit Roger Stämpfli berichtet Tanja Jovanovic:

  • POS – Point of Sale
    Der Verkaufsort, der Ort an dem der Kauf einer Ware oder Dienstleistung vollzogen wird.
  • POP – Point of Informations
    Informationsvermittlung
  • POE – Point of Emotions
    Image und die nachhaltige Verankerung einer Botschaft steht im Vordergrund

Ziele: Abverkauf & Umsatz, Bekanntmachung & Neulancierung, Image, Emotionalisieren, Informationsvermittlung, Flowmanagement

Best of Euroshop – die Messe der Messen für Retailer
Euroshop – grösste weltweite Messe Retail mehrere hunderttausende Besucher welche nur alle 4 Jahre stattfindet!

Best Case -> Eigenen Brand erfunden! (The Village)
Besondere Aufmerksamkeit erhalten aus der einzigartigen Idee eine Verbindung aufzubauen des Stationären Handels & Online Vitra hat einen eigenen Shop in der Mall gebaut (The Village) und diverse Brands entworfen – zB Artemis Auto.
Alle Shops haben auf clevere Art und Weise die Verknüpfung des stationären Handels mit der Onlinewelt.
Hier entdecken: https://www.vitra.com/de-ch/retail/euroshop
Vitra hat den Kundenfluss gezielt analysiert und die Daten gesammelt & ausgewertet wie viele Personen sich auf der Fläche befanden und Ihren Internetauftritt 1:1 dem Aufbau von “the Village” übernommen. Alle Besucher wurden in der Nachbearbeitung mit einem Dankensmail nachgefasst.

Nicht zu vergessen: Die Ausstellung an einer Messe allein reicht nicht aus – man braucht mindestens nochmal so viel Geld für die Nachbearbeitung der Kontakte um davon zu profitieren.

Aroma Toolbox:
5 Stufen system – Konzeption, Umsetzung und Erfolgskontrolle.
A – Aufmerksamkeit/ anregende Gestaltungsprinzipien
R – Rock’n’roll / Emotionen die bewegen
O – Orientierung/ Merkmale zur Orientierungshilfe
M – Mitmachen/ interaktive Module
A – Aktion/ mögliche Anreize zwischen Marke und Kunde

Aroma

Allgemeine Bewertung
Ziel – sind die Promotionsziele erfüllt?
Standort – Ist der Standort passend?
Ware – Kommt die Ware angemessen zur Geltung?
Personal – Ist das Personal erkennbar, freundlich?
Licht – Sind die Waren und Botschaften gut erkennbar?

Emotionale Bewertung
Aufmerksamkeit – Sind Gestaltungsmittel vorgesehen, welche die Aufmerksamkeit der Mallbesucher wecken?
Roch’n’roll – Spricht die Gestaltung positiv-emotional an? Sind entsprechende Impulsgeber vorgesehen?
Orientieren – Ist die Gestaltung klar und verständlich?
Mitmachen – Sind Elemente vorgesehen die zum mitmachen einladen?
Aktion – Ist der Kundennutzen ersichtlich? Wird der Kunde aktiv?

Ausblick:
Der Detailhandel steht vor grossen Herausforderungen – Retail auf der Fläche wird ein Problem haben, wenn online oder das Ausland das bessere Angebot bietet
Prognose: Mitte “0815” wird wegbrechen, bestehen bleibt wer Einzigartig ist.
Fakt: Zwei Drittel der Schweizer Einkaufszentren buchen 2015 einen Umsatzrückgang, 17 Prozent melden eine Stagnation – und nur noch 17 Prozent gelang es das Verkaufstotal zu steigern. Zu den notorischen Begleitern Minus-Teuerung, Einkaufstourismus und Digitalisierung kam 2015 die Aufhebung der Euro-Mindestkurses. Minus 3 Prozent Umsatz bei den 195 Schweizer Shopping Centern 2015.

Für die Zukunft – der richtige Mix wird ein Erfolgsfaktor sein:

  • Multichannel Management
  • Digitalisierung – Digitale oberflächen werden immer wichtiger (auch transparent screens) BSP: Informationen über scheiben oder screens auch wenn reale ware dahinter steht – wird in die Gestaltung integriert
  • Bargeldlos – wird sich durchsetzen – Selfcheckout in verschiedenen Systemenweil finanzieller Vorteil für Umsetzer
  • Regional for Ever ->Gegentrend – lokal wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen Produkte/Standort

Angebot passt sich dem Kunden an – Angebot muss der Zeit angepasst sein Das allerwichtigste ist die Kundensicht einzunehmen!
More is more entscheide dich für etwas und ziehe das durch!

Und noch ein kleiner Tipp von Roger: am 17. & 18. Juni findet das Forward Festival für Kreativität statt, was eine schöne Inspirationsquelle ist.

Liebe Grüsse Tanja