Aus dem Unterricht des CAS Multichannel Management mit Marion Marxer berichtet Marcel Schiffmann:

Nach dem gegenseitigen Kennenlernen, allgemeinen Informationen zum Studienbetrieb und einer ersten Einführung ins Thema Multichannel Management am Freitag stand am Samstagmorgen bereits das erste Gastreferat von Sarah Genner zum Thema Medienpsychologie auf dem Programm. Abgerundet wurden die ersten beiden Tage mit einem detaillierten Ausblick zu den Inhalten des bevorstehenden Semesters.


Die Bedürfnisse der Menschen haben sich im Laufe der Zeit geändert. Während Nahrung bisher das unangefochtene Grundbedürfnis war, ist heute der Zugang – in einem digitalen Kontext beispielsweise zum Internet – die neue Basis der Bedürfnispyramide. Mehr Kanäle und Touchpoints bringen höhere Anforderungen und Erwartungen für die Disziplinen Marketing und Kommunikation mit sich. Doch trotz der höheren Komplexität ergeben sich auch immer wieder neue Chancen. Der CAS Multichannel Management hat zum Ziel, das Maximum herauszuholen. Sei es aus jedem Kanal, jeder Kampagne, jedem Franken, aber auch aus sich selbst!

Bedürfnisse


Für den roten Faden sorgt der modulare Aufbau vom CAS:

1. Insights

Im ersten Teil des Lehrgangs werden Gesellschaftstrends, die Mediennutzung sowie das Kommunikationsverhalten beleuchtet. Dabei gehen wir unter anderem der Frage nach, wie ein Tag im Leben eines Internetbürgers aussieht. Wie und wie oft werden die verschiedenen Kanäle verwendet? Die Veränderung des Verhaltens und somit auch die neuen Chancen und Herausforderungen spielen dabei eine wichtige Rolle. In einem weiteren Block werden die Auswirkungen von Trends auf den Menschen und dessen Bedürfnisse bzw. Erwartungen thematisiert. Dabei stellt sich auch die Frage, welchen Einfluss globale Trends auf ein Geschäftsmodell oder ganze Branchenstrukturen nehmen.

2. Touchpoints

Das zweite Modul befasst sich mit allen möglichen Kanälen und Touchpoints. Verteilt auf vier Tage werden die Elemente Live & Mobile, Online & Games, Broadcast & Social sowie Sales & Services behandelt. Auf uns warten Profis aus der Praxis mit wertvollen Inputs zum Einsatz der verschiedenen Kanäle, deren Beurteilung und deren Entwicklung. Mithilfe des Touchpoint Character Modells von Marion Marxer stellen wir uns im Anschluss die Fragen, welche Relevanz die einzelnen Touchpoints für unsere Zielgruppe haben, wie gross deren Engagement ist, welchen Mehrwert wir mit der Marke generieren, wie die zukünftige Einschätzung des Kanals ist und auch wie die Bewertung aussieht.

3. Story

Der Fokus des dritten Moduls liegt auf dem Erzählen einer Geschichte im geeigneten Umfang. Während uns der Ausflug an die Zürcher Hochschule der Künste eine eher kreative Sicht des Storytellings bescheren wird, dürfen wir uns beim Besuch des Ateliers für Sonderaufgaben der Riklin Brüder in St. Gallen auf einen inspirierenden, wenn auch vielleicht etwas verwirrenden Tag freuen. Mit Lena Thiele, einer Expertin auf dem Gebiet der transmedialen Medienformate, wird das Modul abgeschlossen.

4. Architecture

Wie eine Multichannel-Kampagne aufgebaut und anschliessend betreut werden muss, davon handelt das vierte Modul. Anhand des Multichannel Efficiency Management Modells lernen wir, wie eine konkrete Kampagne geplant, erstellt, umgesetzt und anhand von Kennzahlen auch beurteilt werden kann.

5. Frame
Mit dem fünften Modul wird der inhaltliche Teil des Lehrgangs schliesslich abgeschlossen. Betrachtet werden bei dieser Gelegenheit innovative Organisationsformen sowie kollaborative Prozesse. Der anschliessende Rückblick und die Essenz aus den vorgängigen Teilen runden das Modul ab.

Module


Am Ende des Tages stellt sich für uns Studierende immer wieder die Frage, wie wir all diese spannenden Inhalte aus dem Unterricht in die Praxis transferieren können. Und genau hier kommt Ana Stagljar von Plan8 Coaching ins Spiel. Im Rahmen von drei Best Practice Sessions à je 3.5 Stunden, verteilt über das Semester, gehen wir mit Ana genau dieser Fragestellung nach. Was bedeuten die behandelten Themen nun konkret für unseren persönlichen Arbeitsalltag bzw. unsere Position im Unternehmen? Was müssen wir tun, um innerhalb der Organisation mit Innovationen gehört zu werden? Die Best Practice Sessions wurden dieses Jahr aufgrund von Rückmeldungen früherer Multichannel-Absolvierenden zum ersten Mal ins CAS-Programm aufgenommen.

Als Teil des #hwzmultichannel 2016 wünsche ich uns allen eine tolle, lehrreiche und unvergessliche Zeit an der HWZ!