Aus dem Unterricht des CAS Social Media Management mit Su Franke berichtet Ursina Lehmann

Public Relations (PR) beinhaltet vor allem von aussen wahrgenommen zu werden. Doch wie generiert man heutzutage Content auf Social Media für die gesamte Zielgruppe einer Firma?

Unter dem Begriff Public Relation verstehen die meisten die Kommunikation mit den Journalisten, beziehungsweise der Presse. PR umfasst jedoch alle Bereiche einer Firma zwischen der Öffentlichkeit und einem Betrieb. Der Austausch mit dem Kunden beziehungsweise der Community, stellt eine wichtige Zweigstelle dar.

In Krisensituationen das letzte Wort haben

Mit guten Inhalten kann man als Firma die bestehende Community ansprechen, aber auch neue Kunden dazu gewinnen.

Im Social Listening für die PR sind folgende Punkte zu beachten:

  • Trends erkennen
  • Entwicklungen beobachten
  • Krisen managen
  • Reputationen analysieren, und auf diese reagieren können

Besonders hervorzuheben ist der Punkt Kriese managen. Hier ist eine grosse Schadensbegrenzung möglich. Diese kann man mit Hilfe von proaktiver Kommunikation und Transparenz darstellen. Zum Abschliessen eines Themas ist es für einmal wichtig, das letzte Wort zu haben. So wird die Marke besser geschützt, als wenn die Diskusion noch offen im Raum steht. Die Worte des “Gegners” sollen genutzt werden, um zum Beispiel ein Statement abzugeben. Somit ist es möglich, dass bei einer Recherche nicht nur die Gegnerische Ansicht zum Vorschein kommt, sondern auch die Darstellung der eigenen Firma.

Kurzfristige und dauerhafte Inhalte der PR auf Social Media

Aber wie stellt sich nun die Verknüpfung von Social Media und PR dar?

Social Media ist ein schnelllebiger Kanal, welcher in der PR hauptsächlich für die kurzfristigen Inhalte genutzt werden kann. Die grosse Herausforderung liegt auf den Plattformen wie Facebook und Instagram darin, dass verschiedene Inhalte auf kleinstem Raum gepostet werden und diese anschliessend schnell, aufgrund des Algorithmus, verschwinden können. Daher muss jeder Post der auf Social Media für die PR genutzt wird, für sich selbst verständlich sein. Der Kunde muss mit einem kurzen Blick, denn Sinn des Posts verstehen.

Für dauerhaft auffindbare Inhalte sind Corporate Blogs besser geeignet. Mit den richtigen Keywords gepostet, sind diese SEO (Search Engine Optimization, dt. Suchmaschinen Optimierung) optimiert, in der  Suchmaschine auffindbar. Der Nutzer wird mittels Awareness auf die Marke aufmerksam gemacht. Somit kommt der See-Think-Do-Care Funnel zum Zug. Zuerst sehen potentielle Kunden anhand des Blogs, dass die Firma existiert. Dies kann dazu führen, dass er seinen Bedarf erkennt und anschliessend nach einer konkreten Möglichkeit für sein Handeln sucht.

See-Think-Do Care Funnel

Abb. 1: See-Think-Do-Care Funnel, more-fire.com

Ziele und Argumente für einen Blog

Um einen Blog für die Firma rechtfertigen zu können, sind folgende Argumente möglich:

  • Die Erstellung eines eigenen Archivs
  • mehr Sichtbarkeit
  • mehr Reichweite generieren
  • Themen besetzen
  • vertiefte Inhalte aufstellen.

Dies vermischt sich schnell mit den möglichen Zielen:

  • den Dialog mit dem Kunden aufbauen
  • Leads generieren
  • Kompetenzen unter Beweis stellen
  • Traffic generieren
  • Leads generieren

Wie spreche ich den Kunden in der PR genau an?

Um den Kunden in der PR genau anzusprechen, ist es wie in anderen Bereichen des Marketing wichtig, zuerst die Ziele und die Zielgruppe genau zu definieren. Anschliessend gilt es eine Story, also eine Idee, zu entwickeln. Diese kann und sollte für das posten des Inhaltes auf mehrere Beiträge und Formate aufgeteilt werden. Zu beachten ist, dass Storytelling Wissen, Spannung und einen Mehrwert für den Kunden bieten soll.

Zusammenarbeit ist wichtig

Ein Tipp den Su Franke uns auf den Weg gegeben hat und der sehr relevant erscheint ist: “erarbeite die Inhalte der PR wenn möglich zusammen mit dem Content Marketing, damit gewährleistet ist, dass die Themen und Ziele aufeinander abgestimmt sind.”