Aus dem Unterricht des CAS Disruptive Technologies mit Cornelia Diethelm berichtet Simon Morscher.

Wo finden Roboter in unserer Arbeitswelt ihren Platz?

Fast überall. Rast es mir spontan durch den Kopf. In der Schweiz ist die Akzeptanz von Robotern leider noch sehr tief. Geht es um künstliche Intelligenz oder Robotik werden oft Schreckensbilder beschworen. Terminator – oder so ähnliche Gestalten kommen einem in den Sinn.

Die European Commission führte im Jahr 2012 eine Umfrage durch, wo man in Zukunft das Einsatzgebiet von Robotern sieht. Daraus resultierte folgende spannende Erkenntnis: Die Weltraumforschung und das verarbeitende Gewerbe werden als ideales Einsatzgebiet für Roboter gesehen. Zwei Berufszweige, die für viele sehr weit weg sind. Dies zeigt die Haltung, dass man Roboter wenn überhaupt nur möglichst weit weg einsetzen will. Dass diese Haltung falsch ist, bin ich spätestens nach dieser Vorlesung, überzeugt. Die Roboticstechnologie ist für uns eine riesen Chance. Von Robotern ersetzt werden wir in Führungspositionen noch kaum. Wir Menschen können uns immer noch von den Robotern abheben.

Cornelia zeigte uns folgende sieben Fähigkeiten, die ein Roboter in absehbarer Zeit nicht hat und auch nicht haben wird:

  • Kommunikation (Storytelling)
  • Inhalt
  • Kontext
  • Emotionale Kompetenz
  • Weiterbildung
  • Netzwerke
  • Ethik

Roboter als Monster

Wie bereits im oberen Abschnitt beschrieben, ist diese Ansichtsweise in den Köpfen den Menschen. Es gibt auch viele niedliche Roboter. Das Erscheinungsbild von Robotern darf nicht grösser sein als das des Menschen. Dann kann er auf volle Unterstützung von uns zählen! Wichtig ist, dass den Menschen realistische Bildern von Robotern gezeigt werden:

Interaktion Mensch – Maschine

Wir können bereits mit einem Roboter eine Unterhaltung führen. Denken wir an Alexa, Siri oder Google Duplex. Sind diese Geräte Genies? Funktioniert diese Kommunikation mittels KI? Jein. Im Bereich der KI dominiert die “schwache KI” (Artificial Narrow Intelligence). Diese kann:

  • Maschinen darstellen, als ob sie intelligent wären
  • Suche nach der besten Lösung für ein konkretes Problem
  • Mittels Informatik und Mathematik

Ohne Training kann eine Maschine / Roboter heute nicht mit uns kommunizieren. Es ist zwar sehr eindrücklich zu sehen, wie Sophia eine Konversation führt. Hinter Sophia steckt jahrelanges Training. Diese Art von humanoiden Robotern sind besonders anspruchsvoll. Es steckt so viel Elektronik mit diversen Effekten und Sensoren in einem solchen Roboter. Ebenfalls ist es immer noch eine Meisterleistung dass “Atlas” so mobil und beweglich ist!

Wir lernten, dass die Bereitschaft von uns Menschen, einem Roboter zu vertrauen oder mit ihm zu kommunizieren, mit dem “Uncanny Valley” Prinzip zusammenhängt:

Dieses Prinzip besagt, je ähnlicher ein Roboter zu uns Menschen ist, desto grösser ist seine Akzeptanz bei uns. Jedoch falls er uns zu ähnlich ist, sehen wir in ihm einen Zombie.

In Japan gehören Roboter bereits zur Tagesordnung. Ihre Haltung dazu unterscheidet sich stark zu unserer Einstellung. Die Roboter sind dort alltäglich. Viele alte Leute kaufen sich ein Stofftierroboter oder auch in der Pflege holt man sich gerne einen Roboter zur Unterstützung.

In der Vorlesung ist Cornelia abschliessend nochmals auf die Fragestellung eingegangen, ob wir in Zukunft Roboter in der GL vorfinden. Sie ist der Ansicht, dass Roboter uns in Geschäftsleitungen unterstützen und bei gewissen Problembehandlungen sehr hilfreich sein können. Einen CEO ersetzen wird die Robotics in näherer Zukunft kaum. Sind wir gespannt was die Zukunft bringt!