Aus dem Unterricht vom CAS Mobile Business & Ecosystems mit Lucia Yapi berichtet Christian Rufener.

Search Engine Marketing besteht aus zwei Bereichen: SEA (Search Engine Advertising) und SEO (Search Engine Marketing). SEA steht für die Schaltung von formatunterschiedlichen Werbeanzeigen auf Basis von Schlüsselwörtern, die zuvor festgelegt wurden. Wird eine Suchanfrage bei Google getätigt und ein relevantes Schlüsselwort verwendet, so wird die Anzeige geschalten. SEO umfasst die technischen und inhaltlichen Massnahmen, um die Positionierung einer Website in den Ergebnissen der Suchmaschinen zu verbessern und diese zu halten. Ziel ist, beim Suchmaschinenranking möglichst relevant und damit so weit vorne wie möglich zu sein. Fakt ist: Über 90% beachten nur die erste Ergebnisseite.

ROPO-Effekt

Suche und Kauf finden im Normalfall immer über mehrere Kanäle statt. Je nach Produkt oder Dienstleistung wird online nach Informationen gesucht und am Ende dann im Offline-Store gekauft (oder umgekehrt). Deshalb lassen sich beim ROPO-Effekt die folgenden vier mögliche Bereiche ausformulieren.

Funktionsweise

Die Google Bots tracken alle verfügbaren Websites und speichern die Ergebnisse im Google Index. Speziell für mobile Geräte und Website gibt es einen eigenen Bot. Wenn nun eine Suchanfrage auf Google eingegeben wird, startet der nachfolgende Suchprozess.

SEO Challenge

Für eine gute Position muss Google die Website
– finden
– „lesen“ und indexieren
– dem richtigen Begriff zuordnen
– qualitativ besser (relevanter) als andere Website bewerten

Technische SEO-Kriterien für Suchmaschinentauglichkeit der Website

– User Experience und Qualität einer Website
– Responsive Design, Dynamic Serving oder separate mobile Site
– schnelle Ladezeit
– Übersichtliche Navigation
– Verständliche URLs
– einzigartiger Content
– XML Sitemap
– Robots.txt Datei

Google bevorzugt dabei ganz klar Responsive Design, d.h. Inhalte für alle Geräte auf einer URL, Template mit Breakpoints und das CSS steuert die Darstellung und den Inhalt.

Inhaltliche SEO-Kriterien

Der Content auf der Site muss relevant sein. Also neuartig, aktuell, kurz und prägnant. Zudem sollte die Site wirklichen Text enthalten und nicht nur aus Stimmungsbildern bestehen. Mobile suchen Menschen anders als am Desktop. Deshalb gelten hier noch zusätzliche Kriterien wie Ortsangaben, Öffnungszeiten, Adressen und Anfahrtspläne. Lokale Stärken sollten ausgeschöpft werden, da dies der grosse Vorteil bei der Mobile-Suche ist. Ebenfalls wichtig sind Bewertungen und Reviews.

Immer wichtiger wird auch die Sprachsuche (Voice Search). Bereits 20% aller mobilen Suchanfragen wurden im letzten Jahr in dieser Form durchgeführt. Der Nutzer erwartet dabei klare und konkrete Antworten auf seine W-Fragen.

Keywords sollten strategisch sinnvoll eingesetzt werden. Es ist nicht nötig, das Keyword so oft wie nur möglich zu verwenden. Entscheidend ist die Platzierung, d.h. das Keyword im Titel und im Einstiegstext nennen. Und Varianten sowie Synonyme davon dann im restlichen Text einbauen. Jede Seite hat einen eigenen Title Tag, welcher beim Suchergebnis angezeigt wird. Wichtig beim Title Tag: max. 60 Zeichen, Keyword vorne platzieren, nicht mehr als fünf Worte verwenden und Gross-/Kleinschreibung beachten. Ähnliches gilt für den Description Tag: kurze Sätze mit max. 160 Zeichen, jede Site individuell in der passenden Sprache, wichtigster Begriff möglichst zu Beginn, Nutzervorteil im Fokus und bestenfalls eine direkte Ansprache des Users.

Gute vs. schlechte Backlinks

Backlinks sind andere thematische Links von hochwertigen Websites, die auf die eigene Seite verlinken. Dies sind z.B. Soziale Netzwerke, Blogs, Foren, Presseartikel und Empfehlungen. Backlinks gelten dabei als Referenz von anderen und sind deshalb wichtig und werden von Google auch entsprechend bewertet.

Bei Backlinks ist der thematische Bezug zur eigenen Website wichtig und die Links sollten innerhalb vom Fliesstext eingebaut werden. Quantität geht hier vor Qualität, d.h. möglichst viele Quellen werden bevorzugt. Backlinks sollten organisch wachsen und nicht einfach plötzlich da sein. Schlechte Backlinks kommen von Linkfarmen, sind eingekauft oder mit „Werbung“ gekennzeichnete Links.