Diesen Gastbeitrag aus dem Digital Society Report schreibt Felix Walker:

Es sind vor allem die ganz jungen Smartphone-User, die ihre Handys und anderen Geräte sehr intensiv nutzen. Experten wissen, dass der Übergang von der starken Nutzung bis zur Sucht fliessend ist. Das gilt nicht nur für Jugendliche; User, die mit dem Smartphone aufgewachsen sind, lassen sich fast nicht davon trennen. Fast zwei Drittel der Digital Natives legen ihr Gerät nachts neben ihr Bett, fast die Hälfte nimmt es sogar mit aufs stille Örtchen. Und mehr als die Hälfte der jungen Schweizer User gehen inzwischen häufiger mit dem Smartphone ins Internet als mit dem PC.

 
Das Thema beschäftigt die Eltern – und die Medien: Wieviel Smartphone ist zuviel?

Screengrab spiegel.de

Die Zahlen entstammen dem „Media Use Index 2016“ von Y&R sowie einer internationalen Schülerbefragung. Demnach verbringen die 11- bis 15-Jährigen in der Schweiz heute im Schnitt während der Woche 4,4 und am Wochenende 7,4 Stunden täglich vor dem Fernseher, Computer, Tablet oder am Smartphone. Gemäss Suchtmonitoring Schweiz zeigen bereits mehr als 7 Prozent der 15- bis 19-Jährigen User Anzeichen übermässiger Internetnutzung. Das bringt gesundheitliche Risiken: jugendliche Nutzer sind häufiger übergewichtig und körperlich zu wenig aktiv.

Die Internetnutzung ist heute eine der  Hauptaktivitäten am Bildschirm. Sie spielt im Leben von Heranwachsenden eine wichtige Rolle. Die 15- bis 19-Jährigen nutzen das Internet privat intensiv, nämlich täglich zweieinhalb Stunden während der Woche, an Wochenendtagen gar während mehr als drei Stunden. Kein Wunder, dass das Thema auch die Medien interessiert:

“Wenn Jugendliche ohne Smartphone oder Computer unruhig werden, könnten das Anzeichen einer Sucht sein und Eltern nehmen eine ausufernde Internetnutzung von Jugendlichen noch zu selten als Problem wahr”, schreibt zum Beispiel die deutsche Ärztezeitung unter dem Titel Süchtige Kinder, hilflose Eltern.